Archiv "Tagesberichte und News"

Historie des Kapitels "Tagesbericht und Aktuelles".

 

Freitag, 18. November 2016
Prominenter Aufruf...
https://www.youtube.com/watch?v=SGAhb4y8otQ
 
Mittwoch, 16. November 2016
Von Marianne habe ich einen lustigen Link erhalten, könnte Jimmy sein:
https://www.youtube.com/watch?v=dNhd3J5Z5fY
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Sonntag, 8. Mai 2016
Das "Fröschli-Apéro" findet am Freitag, dem 3. Juni 2016 statt. Ich freue mich sehr und bedanke mich für die Anmeldungen. Gleichzeitig entschuldige ich mich bei denjenigen, die an diesem Termin verhindert sind. 
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Donnerstag, 5. Mai 2016
Freunde von uns übernahmen ein Haus in Zollikofen, zu welchem ein mindestens 3 Jahre nicht benutzter Pool gehört. Bei der Leerung des Schwimmbeckens entdeckten sie zahlreiche Bergmolche. Zum Glück gehören auch sie zu den Menschen, die sich um die Tierwelt sorgen! Eine tolle Gelegenheit für Sylvia und mich, die amphibische Saison noch etwas zu verlängern - zusammen mit der Familie verteilten wir   rund 60 Bergmolche in umliegende Teiche. Hoffentlich gefällt ihnen die neue Heimat ;-). 
        
Samstag, 30. April 2016
Gemütlich sollte der Abend eigentlich werden, der starke Regen und 10 Grad drängten mich trotzdem nochmals in Leuchtweste, Gummistiefel und Richtung Kirchlindachstrasse. Ganz offensichtlich gehört "Abschliessen" bei mir nicht in die Kategorie "ausgeprägte Stärken". 
Nun denn, sei es halt so ;-). Die Niederschläge nahmen zu, Strasse rauf, Strasse runter. Entlang der Mauer keine Tiere auszumachen, beim Teich auch nicht - also noch kurz den Parkplatz checken und anschliessend definitiv abbrechen. Und da sass er plötzlich, unser Frosch Nummer 1'000!!! 
Schneller als Lucky Luck, noch schneller als sein Schatten, zog ich mein Telefon und knipste den äusserst lebhaften Burschen - zu sehen auf unserer Fröschli-HomePage. Glücklich setzte ich den Jungen im Wald aus und beendete kurz darauf meinen Einsatz, denn weitere Tiere waren nicht mehr auszumachen. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, denn der Strassenverkehr war nicht ohne. 
    
Donnerstag, 28. April 2016
Noch immer hofften wir auf letzte Rückkehrer. Klar waren die Temperaturen tief, klar war es tagsüber trocken, trotzdem standen Rene und ich gegen 20:30 Uhr mit Taschenlampen bewaffnet am Start.
Zuerst überprüften wir den Teich, akustisch waren Frösche auszumachen, visuell nur Fische, Blutegel und Wasserkäfer. Der Nachwuchs, so hoffen wir jedenfalls, beherrscht die Kunst der Tarnung bereits ausgezeichnet. Weder entlang der Mauer noch auf dem EHB-Parkplatz noch entlang des Hangs wandernde Tiere... Die Null-Nacht. Nun können wir die Fröschli-Rettung 2016 mit gutem Gewissen abschliessen. Ein RIESENGROSSES DANKESCHÖN an die vielen treuen, selbstlosen und unermüdlichen Retter/-innen im Vorder- und Hintergrund, die überhaupt ermöglicht haben, dass auch 2016 fast 1'000 Tiere den Frühling überlebt haben, ihr seid grossartig!!! Ein Apéro würde den langen Einsatz herrlich abrunden - seid ihr dabei?
   
Mittwoch, 27. April 2016
Danke Rene für die Bilder des 999igsten Krötchens. Sie sind unter Impressionen publiziert. Die extrem kalten Nächte halten an. Ob noch Tiere im Teich sind?
       
Dienstag, 26. April 2016
Wo bleibt er, der lang ersehnte Frühling? Heute haben wir alle zu früh auf die Terrasse gestellten Pflanzen untergestellt. Unter-Null-Temperaturen fördern das Wachstum und Gedeihen nur bedingt. Das gilt auch für unsere amphibischen Geschöpfe. Erneut erleben wir eine ziemlich undankbare Retter-Saison. Die lange Präsenz-Zeit wurde nicht belohnt. Wir waren da, als es uns brauchte, und auf 999 gerettete Tiere können wir mehr als stolz sein. Trotzdem... ein fahler Geschmack bleibt.
Wie versprochen einige statistische Kennzahlen der Saison 2016:
Wanderung zum Teich am Morgen:
80 Tiere weniger als 2015
Wanderung zum Teich am Abend:
51 Tiere weniger als 2015

 

Rückwanderung in den Wald am Abend:
221 Tiere weniger als 2015
Auffällig ist die Reduktion der wandernden Kröten-Weibchen, 180 weniger als im Vorjahr. Aber 2015 waren auch überdurchschnittlich viele Weibchen unterwegs. Die Schwankungen lassen keine Tendenz erkennen. Zum EHB-Teich waren einfach weniger Tiere unterwegs. 
Beeinflusst haben könnten das auch die Teiche beim neuen Bauernhaus "Hasihof". Wie ich vernommen habe waren diese voller Laich - das wäre ja wunderbar - denn diese Amphibien erreichten ihr Ziel, ohne zuvor eine stark befahrene Kantonsstrasse zu überqueren.
Samstag, 23. April 2016
Was für ein herrlicher Frühlingsabend! Tiefe Temperaturen und Endlosregen laden ja förmlich zum gemütlichen Abendspaziergang nach einem ausgiebigen Nachtessen ein. Gaaaanz zufällig verschlug es auch Michelle und Anita an die Kirchlindachstrasse ;-). Super, schon waren wir vier hoffnungslose Optimisten - und wurden auch belohnt: zwei weitere Krötchen werden den Sommer unverletzt im Wald verbringen können. Trotz Top-Motivation und hoher Aufmerksamkeit blieb es bei diesem Spielstand. Oh nein, gemein - die Saison mit 999 geretteten Tieren abzubrechen ist undankbar. Eine vierstellige Zahl wäre schon erhebender ;-). Fast tausend gerettete Tiere ist riesig - ich bin extrem stolz auf unsere Leistung und noch viel mehr auf die vielen Retter /-innen, die das überhaupt ermöglichen.
Bis Donnerstag wird sich kaum noch was regen, was danach geschieht steht noch in den Sternen...
   
Freitag, 22. April 2016
Die elitären Hoffnungsvollen standen erwartungsvoll am Start. Der Regen fiel, mit 12 Grad war die Temperatur ideal, es konnte losgehen, wir waren bereit, die letzte Rückwanderungswelle abzufangen.
Gespannt warteten und beobachteten wir, und warteten, und beobachteten, eine Stunde, zwei Stunden... na toll... einzig Rene, der edle Retter-Hengst der Mauer, brachte ein anwatschelndes Krötenweibchen sicher in den Wald zurück, Michelle, Jacqueline, Anita und ich blieben erfolglos. Gegen 23:00 Uhr gaben wir auf. Trotzdem werden Rene und ich Morgen nochmals kurz das Wandergebiet beobachten - aber danach beenden wir schweren Herzens die Rettungsaktion 2016.
63 lange Nächte versuchten wir, so viele Tiere wie möglich vor dem Strassentod zu retten. Leider verloren trotzdem 18 Tiere ihr Leben. Aber 997 (bis heute) Tiere überlebten den Frühling 2016 und werden uns hoffentlich nächstes Jahr wieder ordentlich auf Trab halten. Schön wäre natürlich, wenn sich möglichst viele dafür entscheiden, ihren Nachwuchs im neuen Buchsi-Wald-Teich auszusetzen - um ihn so nicht den Gefahren der Kirchlindachstrasse und der bevorstehenden Schäferei-Baustelle auszusetzen.
   
Donnerstag, 21. April 2016
Es war so schön warm, ich konnte nicht widerstehen und besuchte "unseren" Teich. Anfangs kein Leben auszumachen, doch verhält man sich ruhig und still, geht es los. Spannend, dem grossen Karpfen zuzuschauen, wie er an Land robbt und jagt, ich dachte eigentlich, der sei Vegetarier?
Kaulquappen, und viele, an verschiedenen Ecken, durft ich mit Freude auch entdecken!
Gegen 21:00 Uhr hüpfte mir der erste Frosch vor die Nase - Glück gehabt - der war sowas von schnell unterwegs. Kurz darauf noch zwei Kröten-Boys und ein Molch... aber amphibisch war danach Schluss. Bei meinem letzten Rundgang kroch ich, mit leuchtender Lampe, neben dem neuen Gebäude, bei der Bungee-Jumping-Rampe, Richtung Kirchlindachstrasse. Kurz vor der Mauer hielt ein Auto - mit leucht-orangem Streifen in der Mitte und Blaulicht auf dem Dach. "Guten Abend, können wir ihnen helfen?".
OK, muss wohl wirklich sehr befremdend aussehen, wenn ein Leuchtwesten-Heini aus der Dunkelheit wild um sich leuchtend den Hang runterschleicht. "Guten Abend", meine Antwort "im Moment hab ich's noch ziemlich gut im Griff, aber sollte es zu regnen beginnen, komm ich gern auf ihr Angebot zurück". Die Antwort befriedigte den Gesetzeshüter noch nicht vollständig. Erst nachdem ich die Ziele meiner nächtlichen Mission erläuterte entspannten sich seine Gesichtszüge. Erkannte wohl plötzlich Kermit ;-)). Überschattet wurde der spannende Abend mit einem Verkehrsopfer auf Höhe der roten Sitzbank - ich war leider viel zu weit weg... verdammt nochmal!!!
Während meinen Kontrollgängen entlang des EHB-Parkplatzes raschelte es ununterbrochen im Wald entlang des Zauns - für ein amphibisches Tier etwas zu laut - beim Aussetzen der geretteten Tiere lüftete sich auch dieses Geheimnis: ein Igel hat mich die ganze Zeit beobachtet (Bilder dazu siehe Impressionen). Soviel zum heutigen Abend - bin gespannt, ob der einsetzende Regen am Freitag noch weitere Tiere aktiviert. 
   
Montag bis Mittwoch, 18. bis 20. April 2016
Am Dienstag waren Brigitte und Rene unterwegs, leider erfolglos. Heute Mittwoch und auch Donnerstag stehen die Sterne eher schlecht - Vollmond hin oder her. Am Freitag jedoch sind nochmals gute Bedingungen zu erwarten - Regen und warm. Anschliessend erwartet uns eher kühles und unbeständiges Wetter - wohl der Zeitpunkt, die Aktion endgültig abzubrechen. Schauen wir mal. 
    
Sonntag, 17. April 2016, 23:30 Uhr
Gegen 20:20 Uhr beleuchtete der Schein von 6 Taschenlampen die Pfade der rückwandernden Krötchen und Molche entlang der Kirchlindachstrasse. Kaum zurück aus den Ferien, pflückte Michelle auch bereits das erste Krötenmännchen ;-). Erfolgreich waren kurz darauf auch HeidiHo und Tim. Ein grosses Dankeschön auch an Anita, Elisabeth - die trotz widerlichen Bedingungen aufmerksam Parkplatz und Strasse überwachten und so verhinderten, dass Tiere überfahren wurden. Weitere 10 Tiere befinden sich seit heute Abend im Buchsi-Wald!
Am Montag sinken die Nacht-Temperaturen stark, ich denke, dass wir diesen freien Abend geniessen sollten. Am Dienstag schauen wir weiter. 
Im Register "Impressionen" sind übrigens neue Bilder online - ganz toll der Mini-Molch!
   
Sonntag, 17. April 2016, 01:36 Uhr
Im Moment zeigt unsere Fröschli-Bilanz 2016 folgende Werte:
Wanderung zum Teich am Morgen:
80 Tiere weniger als im Vorjahr 
Wanderung zum Teich am Abend:
51 Tiere weniger als im Vorjahr, Kröten 43 weniger, Frösche jedoch 20 mehr
 
Rückwanderung in den Wald am Abend:
239 Tiere weniger als im Vorjahr, davon 125 Kröten-Weibchen
Nun ja, die Abweichungen sind bei der Hinreise nicht ganz so schlimm wie es auf den ersten Blick aussah. Die Differenz bei der Rückwanderung kann durchaus auf widerliche Wetterbedingungen zurückgeführt werden. Rene und ich haben erlebt, dass noch um 02:00 Uhr Morgens Tiere unterwegs sind... und genau das wird vermutlich bei den Kröten-Mädels passiert sein - zurück in den Wald, ohne auf unserer Liste zu stehen. Seien wir optimistisch, so viel Herzblut muss doch belohnt werden ;-)
   
Samstag, 16. April 2016
Pünktlich um 20:00 Uhr blinkten die Warnleuchten entlang der Strasse, sogar am Himmel waren zahlreiche unterstützende Blitzlichter auszumachen. Das Gewitter verfehlte uns nur knapp und zog weiter Richtung Jura... und schon bald waren wir auch erfolgreich - hier ein Molch, da ein Krötchen.
Erst gegen 22:30 Uhr löschten wir unsere Warnleuchten - Bilanz: 4 Kröten-Jungs, 3 Kröten-Mädels, ein Molch-Baby und ein Molch-Weibchen. Nicht die grosse Rückreise, klar, aber jedes einzelne gerettete Tier ist ein Erfolg... Es steht somit fest, dass wir auch Morgen nochmals auf der Bühne stehen ;-).
   
Freitag, 15. April 2016
Antwort auf eine nette E-Mail:
Danke für die netten Worte - das machen wir wirklich aus Leidenschaft - ungeachtet, ob man uns belächelt oder nicht. Klar bringt das nicht den grossen Ruhm, klar retten wir nicht die Welt, klar lösen wir nicht die grossen Probleme - aber darum geht es uns auch nicht - wir wollen einfach zeigen, dass nicht jeder homo-sapiens das Gefühl hat, dieser Planet existiere nur für ihn. Jedes Lebewesen soll hier leben können, ich weiss nicht, wer uns das recht gegeben hat, über Existenzen zu richten?! Ich bin auch nicht sicher, ob das menschliche Verhalten wirklich als "die Intelligenz" deklariert werden kann... so, wie wir mit Menschen, Natur und Ressourcen umgehen! 
Ich habe mich für aktive Hilfe entschieden - und extrem glücklich macht mich das Wissen, dass sehr viele Menschen genau gleich denken wie ich und ebenfalls Nacht für Nacht ihre Freizeit opfern, um diesen kleinen grün/grau/braunen Lebewesen helfen, in unserer "modernen" Welt zu überleben.
   
Donnerstag und Freitag, 14./15. April 2016
Immerhin neun Tiere überlebten die Rückreise dank den fünf glorreichen sieben Fröschliretter der letzten zwei Nächte, und das ohne ein einziges Verkehrsopfer! Super gemacht!
Am Donnerstag überraschte uns ein Phänomen, dass wir uns nicht erklären konnten... mitten auf der Wiese zwischen Parkplatz und Teich entdeckte Timo einen Frosch-Laich-Ballen. Nanü? Was soll den das? Erste Vermutungen gingen Richtung "Frühgeburt" oder "Ablaichen vor dem Ableben". Ein totes Tier war aber nicht auszumachen. Ok, möglich wäre, dass sich auf der Wiese eine Pfütze gebildet hatte und das Weibchen dachte - oh, ich bin schon im Teich... sofort Laich abwerfen. Verständlich, denn jede im 9. Monat schwangere Frau wir dieses unglaublich anstrengende Gefühl kennen, den Nachwuchs mühsam durch die Gegend zu schleppen - gell YellowFrog-Family! Ich schweife ab. Wie es auch immer der Laich dahin kam, wir brachten ihn zum Teich und hoffen ganz fest, dass sich das eine oder andere Frosch-Männchen um die erforderliche Befruchtung kümmert.
Heute fiel der Regen anfangs bescheiden, gegen 21:30 Uhr richtig hefig - ein kurzer Schwenk Richtung Haar-Spray-Werbung: Zollikofen, starker Regen und Wind - die Frisur hält. Ja, genau - von wegen, auch 3-Wetter-Taft gelang es nicht, meine Frisur in Form zu halten. Spielte auch keine Rolle, denn die 7 Tiere waren bereits sicher in den Wald überführt - und weitere nicht in Sicht. Schade, das war noch nicht unsere 0-Runde - also stehen wir auch Morgen wieder an der Strasse und hoffen, noch das eine oder andere Tier retten zu können. Eine sehr lange Saison... aber dafür sind wir ja schliesslich da ;-).
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Mittwoch, 13. April 2016
Intensiver Regenfall am Nachmittag, nicht weniger am Abend. Sehr gemütlich für die 5 Helfer ;-).
Das Animationsprogramm am Teich scheint nicht mehr so fesselnd zu sein wie auch schon, denn weitere 24 amphibische Gäste entschieden sich für die Rückreise in den Wald. Sicher angekommen dank "Fröschli-Retter-Eimer-Transports". Für die nächste Saison muss sich Jimmy, Inhaber der "Kröten-Bar" im EHB-Teich, wirklich was einfallen lassen. Einen so ausgeprägten Stall- resp. Walddrang erlebten wir noch nie - das spricht nicht gerade für sein Konzept. Nun denn, wir sind gespannt, wie es weitergeht - die nächsten Tage werden unsere bunten Leuchtwesten weiterhin die Kirchlindachstrasse schmücken, aber die erste Null-Nacht (keine Tiere) wird die Fröschliretter-Zollikofen in den "Sommer- Herbst- Winterschlaf" befördern.
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Dienstag, 12. April 2016
Da ist er, bis 22:00 Uhr ein bisschen, danach intensiv - der lang ersehnte warme Regen.
Der Abend verlief, gekrönt mit dem Meistertitel des SCB, äusserst erfolgreich. Wir lernten neue Retter/-innen kennen und verbuchten bis 21:30 Uhr erste Erfolge. Seydou, Sohn von Colette - beide neu in der Truppe, bewiesen kurzerhand ihr Können und retteten Krötchen und Molche. Super gemacht, danke euch beiden. Beim Abbau des ersten Schutzzauns lernten wir Sibyl kennen, welche sich auch vorstellen könnte, uns hie und da zu unterstützen - wir bitten darum ;-)!
Um 21:30 Uhr brachen wir (Brigitte, HeidiHo, Esther, Elisabeth, Jacqueline) die Rettungsaktion vorübergehend ab - der nächste starke Regen wird erst gegen 23:15 Uhr einsetzen. Die Pause wurde genutzt, um Eishockey zu schauen und etwas zu essen. Im Wissen, dass es sich um eine der letzen Fröschli-Nächte handeln kann, standen Rene und ich um 23:10 Uhr erneut an der Strasse. Zum Glück, wie sich relativ rasch herausstellte! Trotz Abnahme des Strassenverkehrs verloren wir 2 Tiere auf der Strasse, retteten aber immerhin 25 weitere vor dem Verkehrstod. Gegen 01:15 Uhr beruhigte sich die Situation - es wurde still - und wir beendeten einen unserer letzten Einsätze. 
       
Montag, 11. April 2016
Die 6 Retter von heute Abend brachten stolze zwei Krötchen zurück in den Wald ;-). Aber immerhin zeigten sich die verbleibenden Teichbewohner wieder sehr lebhaft - die Chancen stehen also nicht schlecht, dass wir doch noch ein paar Amphibien die gefährliche Strassenüberquerung ersparen können.
         
Samstag, Sonntag und Montag-Nachmittag, 9. bis 11. April 2016
Die letzten Tage verliefen, Eishockey mal ausgeschlossen, nicht besonders ereignis- und erfolgreich. Ganz überraschend war und ist das nicht - denn heute Morgen stellte ich erstaunt eine Eisschicht auf den Pfützen fest. Somit für amphibische Reisen eher ungeeignete Temperaturen. Trotzdem waren Fröschliretter auf der Pirsch - wer weiss - wäre nicht das erste Mal, dass ein unerfahrener Jüngling die Bedingungen unter- und sich selber überschätzt. Heute gegen 20:15 Uhr stehen wir auf jeden Fall wieder an der Strasse, überprüfen das Gelände hoffen, doch noch das eine oder andere Tier retten zu können. Und ein riesengrosses Dankeschön für die zahlreichen netten, konstruktiven und motivierenden Kommentare / Nachrichten, das im Namen der gesamten Fröschli-Retter-Truppe Zollikofen!!!
    
Freitag, 8. April 2016
Etwas Niederschlag und zu tiefe Temperaturen, das Ergebnis zeichnete sich ab. Nur Michelle gelang es, zwei überzeugte Rückwanderer im sicheren Wald auszusetzen - ich erwischte auf dem Weg nach Hause noch einen Molch auf der offenen Strasse - auch er "save". Möglicherweise fiel dem einen oder anderen der Bericht im heutigen "20min" auf - oh ja, richtig gesehen, es ging um uns. Die Reportage wurde auch online publiziert, und erst noch mit Kommentar-Funktion. "Oje" war mein erster Gedanke.
Was ich aber las war mehr als erfreulich - Bemerkungen wie "Fettes Dankeschön! Einfach nur toll, Danke! Wenn sich nur alle so für etwas Gutes einsetzen würden... Dann sähe die Welt ganz anders aus!" lösen eine unglaubliche Motivation aus - es gibt also noch mehr Menschen, die wie wir denken. Den Bericht und die dazugehörenden Kommentare habe ich unter Impressionen verlinkt.
   
Donnerstag, 7. April 2016
Leichter Regen um 19:00 Uhr, bereit stehende 12 Retter/-innen inkl. Signalisation um 20:00 Uhr.
Die tieferen Temperaturen sind spürbar, nicht mal der top beleuchtete Helfer Nik vermochte die Neugier und Wanderlust der Tiere auszulösen (siehe Impressionen). Um ca. 20:30 Uhr besuchte uns ein junger Frosch-Experte auf dem Weg nach Hause. Es war unschwer zu erkennen, dass er sich nach der Arbeit nicht primär dem Konsum von Kamillen-Tee gewidmet hat. Ungeachtet seines mehr als desolaten Zustandes fand ich es ziemlich frech, uns als "Schrecken aller Frösche" zu deklarieren und sich selber als "Frosch-Schenkel-Liebhaber" zu outen. Toleranz wird bei uns gross geschrieben, dieser Jüngling schaffte es trotzdem, sich ohne Qualifikation in die "Ar...-Kategorie" zu katapultieren ;-).
Im Verlauf des Abends setzten wir 1 Krötenmännchen, 3 Krötenweibchen und ein weibliches Mölchlein im Wald aus. Das letzte Tier verdanken wir der Aufmerksamkeit von Kim - während wir Erwachsenen plauderten, nahm sie das Tier kurz vor der Strasse in Empfang - super gemacht Kim!
Von Freitag bis Sonntag fällt hie und da Regen, die Temperaturen bewegen sich zwischen 4 und 9 Grad in der Nacht - möglich, dass noch Tiere unterwegs sein werden. Ab Sonntag fehlen Michelle, Anita, Tim und Nik für eine Woche - vier sehr treue Helfer/-innen! Sollte noch Bewegung in die amphibische Rückwanderung kommen, würden wir uns über zusätzliche Unterstützung freuen. Ich halte euch auf dem Laufenden...
       
Mittwoch, 6. April 2016
Ohne Regen stagniert automatisch die Amphibienbewegung - erneut bewiesen heute Abend. Mit neun Personen immerhin weitere 16 Tiere zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum befördert - ohne ein einziges Verkehrsopfer! Danke! Nik, der seinen Kumpel Benjamin kompetent in die Fröschli-Rettung eingeführte, entdeckte mit Adleraugen einen selten gut getarnten Krötenjunge inmitten von Laub und Moos - Respekt - sehr gut gemacht!  Gegen 2215 Uhr brachen wir unsere Zelte ab. Im Teich befinden sich noch viele Tiere - wir sind gespannt, was der Regen am Donnerstag auslöst. 
   
Dienstag, 5. April 2016
Um ca. 19:00 Uhr setzte endlich der lang erwartete Regen ein - Grund genug, rechtzeitig bereit zu sein und die Signalisation etwas früher aufzustellen. Am Teich erlebte ich sonderbares. Auf einem Stein beim Teich entdeckte ich ein Krötchen, das regungslos da sass - ich befürchtete das Schlimmste und war sicher, dass es tot war - falsch - denn Michelle entdeckte genau dieses Tier ziemlich aktiv. Uff! Dank den elf treuen Helfer/-innen überlebten heute Nacht sensationelle 177 Tiere! Somit retteten wir bis und mit heute 877 Tiere. Leider erhöhte sich auch die Anzahl der Verkehrsopfer: 4 Krötchen verloren heute Nacht ihr Leben auf der Strasse. Wir brachen unsere Aktion gegen 23:55 Uhr ab - und während ich diese Zeilen schreibe, regnet es draussen wieder in Strömen - mit einem unguten Gefühl im Bauch bleibe ich daheim und hoffe, dass die noch wandernden Tiere sicher und gesund ihr Ziel erreichen. Um diese Zeit sollte die Kirchlindachstrasse kaum noch befahren sein... Was der Dauerregen heute Nacht bewirkt kann ich nicht sagen, Fakt ist, dass auch heute rück-reisende Amphibien überwogen haben - nur noch wenige Tiere wollten Richtung Teich. Wir müssen akzeptieren, dass wieder massiv weniger Tiere das Laichgewässer beim EHB Zollikofen aufgesucht haben. Verschiedene Gründe können dazu geführt haben, die bevorstehende Überbauung wird die Amphibien-Population kaum positiv beeinflussen.
Hoffen wir, dass der geplante Teich im Wald realisiert wird und die Kröten, Frösche und Molche ungestört ihren Fortbestand sichern können - ohne tödliche Straßenüberquerungen und unsere lästigen Eimer ;-).
   
Montag, 4. April 2016
Die anhaltende Trockenheit setzt den Tieren nun vermehrt zu. Wir entdeckten am Abend 4 tote Tiere, welche sich vermutlich tagsüber auf die Rückreise begaben - aber diesen Weg überlebten sie leider nicht und trockneten aus. Zu allem Übel wurde am Abend noch ein Krötchen auf dem Parkplatz überfahren.
Nun aber zu den guten Nachrichten! 10 Retter/-innen gelang bis 21:45 Uhr, weitere 20 Tiere sicher im Wald, und ein Weibchen munter im Teich auszusetzen. Es könnte also sein, dass noch weitere Tiere Richtung Teich wandern. Sofern die Niederschlagsprognosen ausnahmsweise mal stimmen könnte heute Abend/Nacht Regen fallen, noch leicht um 19:30 Uhr, 22:30 Uhr, stärker dann zwischen 03:00 und 05:00 Uhr. Wie wir das genau lösen müssen wir heute Abend entscheiden.  
  
Sonntag, 3. April 2016
Schon ein viel besseres Gefühl, wenn genügend Helfer/-innen (heute 11) im Einsatz stehen. Dank diesen engagierten und hilfsbereiten Menschen gelang es erneut, 29 Tiere gesund und unverletzt in den jeweiligen Zieldestinationen auszusetzen.
Bezüglich "Verkehrsopfer" sind wir dieses Jahr auf einem sensationellen Kurs. Klar sind auch neun tote Tiere neun zuviel, aber im 2013 verloren wir noch gegen 50 Tiere - auf diese "Verbesserung" können wir stolz sein. Gespannt warten wir auf die nächsten Niederschläge, welche für Dienstag und Mittwoch prognostiziert sind. 
   
Samstag, 2. April 2016
Anfangs milde 10 Grad und relativ hohe Luftfeuchtigkeit waren die Bedingungen, auf welche immerhin 38 Amphibien warteten. Die "nur" sieben Fröschliretter/-innen standen einen Moment ziemlich unter Druck, da viele Tiere bereits tagsüber Richtung Wald gehüpft sind. Erst bei Dunkelheit wollten sie die letzte gefährliche Hürde über die Strasse in Angriff nehmen. Glücklicherweise überlebte heute jedes Tier - super, habt ihr (Brigitte, HeidiHo, Sylvia, Anita, Michelle, Suzanne) toll gemacht! 
Die Wiese um den Teich war gegen 20:30 Uhr extrem feucht - weitere Krötchen und Molche verliessen zielstrebig den EHB-Teich - diese sammelten wir bereits vor der kritischen Zone ein und setzten sie wohlbehalten im Wald aus. Erstaunt hat uns, dass schon so viele Männchen auf der Rückreise sind. Offenbar erwarten sie keine Weibchen mehr oder die Bar im Teich ist nicht so toll, wie wir annahmen.  
   
Freitag, 1. April 2016
Nicht ganz unerwartet bewegten sich unsere Amphibien heute Abend ziemlich überschaubar. Trockenheit und doch eher kühle Temperaturen brachten gerade mal 14 Stück dazu, sich auf die Reise zu machen. 10 Retter/-innen verbrachten somit einen eher gemütlichen Feierabend. Gestern wurden Michelle und Rene erstmals Zeuge einer sogenannten "Tollpatsch-Krötenkugel-Lawine". Angekündigt hat sich dieses seltene Phänomen mit lautem Rascheln, welches jeden versierten Fröschli-Retter sofort innehalten lässt, selbstverständlich auch diese beiden treuen Helfer. Einen kurzen Augenblick später rollte eine Laubkugel den Hang hinunter. So unglaublich es klingen mag, darin enthalten war ein rückreisendes Krötenweibchen. Klar könnte man dieses unkonventionelle Verhalten als top-strategische Tarn-Technik interpretieren - ich vermute aber eher, dass es sich um ein selten ungeschicktes Kröten-Mädel handelte, dass den Abstieg schlicht und einfach verkackt hat... aber ich bin kein Biologe, daher ist es durchaus möglich, dass ich mit meiner Annahme weit daneben liege. Wie dem auch sei, Hauptsache, die eher uncoole Dame konnte unversehrt im Wald ausgesetzt werden. 
   
Donnerstag, 31. März 2016
Frühlingshafte Temperaturen alleine reichen offensichtlich nicht aus, um amphibische Top-Aktivität auszulösen. Tollen 13 Fröschliretter/-innen gelang es heute Abend, 4 Tiere zum Teich und 6 Tiere zurück in den Wald zu transportieren. Einzig der Verkehrstod zweier Krötenweibchen vermag diesen Erfolg zu überschatten. Wie aufmerksam man auch ist - schier unmöglich scheint die Aufgabe, 100% der Amphibien zu retten. Sehr erfreulich war die Info, dass Suzanne entlang des Aegelseeweg's zahlreiche Krötchen in sichere Gewässer überführen konnte. Umliegende Gewässer sind nicht Bestandteil unserer Zugstelle - daher kann und darf ich diese Tiere nicht in unsere Statistik aufnehmen. Freut natürlich umso mehr, werden auch diese Amphibien berücksichtigt. 
     
Mittwoch, 30. März 2016
Die Luftfeuchtigkeit war heute Abend relativ hoch - zum Glück auch die Anzahl Retter/-innen! Bis auf den hässlichem Start (ein überfahrenes Weibchen auf dem Rückweg in den Wald - direkt vor unseren Augen!) verlief der Abend mehrheitlich erfolgreich. Genau wie gestern gelang es 14 engagierten Retter/-innen, 56 Amphibien sicher in das jeweilige Zielgebiet zu befördern. 
Die Rückwanderung der Tiere vom Teich zurück in den Wald hat wirklich bereits begonnen! Logistisch und aufmerksamkeitstechnisch ziemlich herausfordernd, denn von nun an bewegen sich die Amphibien in beide Richtungen! Die Situation kennt man von vielen Büros - die später Ankommenden müssen aufpassen, dass sie nicht mit den früher Gehenden zusammenstossen.
Natürlich hüpfen die Tiere wieder die gewohnten Rückreise-Routen - eine Frage der Zeit, bis wieder tollkühne Weibchen am Abgrund des Vordachs sitzen. Und diese Zeit kam rasend schnell - Michelle fing tatsächlich kurz darauf erneut ein springendes Girl mit der Leuchtweste auf. Unglaublich, da fragt man sich wirklich, ob das "Laichen im Teich" oder der "Super-Hüpf vom Vordach" das Jahres-Highlight einer Krötenlady ausmacht. Ganz so traumatisierend wie wir befürchteten letztes Jahr kann's nicht gewesen sein - im Gegenteil, diese effiziente "Höhenüberwindungsmethode" scheint sich an Jimmy's Bar (an der Ladies-Night natürlich) rasch rumgesprochen zu haben. 
Es ist bekannt, dass sich die Weibchen nach dem Ablaichen nicht mehr sehr lange im Teich aufhalten (im Gegensatz zu den Männchen - wir wissen seit dem letzten Jahr warum ;-)). Das Gebiet vom Teich Richtung Strasse bitte ab sofort auch besonders gut im Auge behalten.
Am Donnerstag zeichnet sich eine Retter/-innen Unterbesetzung ab - über spontane Unterstützung würden wir uns sehr freuen ;-). 
      
Montag und Dienstag, 28./29. März 2016
Ganz kurzer Bericht der letzten zwei Tage: Ostermontag viel zu trocken, nur 9 Tiere zum Teich gebracht. Zu allem Elend entdeckten Eveline und Marina auch noch zwei tote Krötchen im letzten Eimer entlang des Schutzzauns - der Wind löste vermutlich den Deckel - und ohne Feuchtigkeit überleben das die Tiere meistens nicht. Ganz übel.
Am Dienstag endlich der erwartete Regen. Erstaunlicherweise blieb aber der grosse Run aber aus, gut, immerhin etwas mehr als 50 Tiere gerettet, trotzdem komisch. Die 19 treuen Helfer erlebten einige kuriose Geschichten - mehr dazu am Mittwoch ;-).
  
Sonntag, 27. März 2016
Eine glasklare Frühlingsnacht zeigt uns heute den Sternenhimmel in seiner vollen Pracht, lässt aber gleichzeitig die Temperaturen in für Amphibien unangenehme Zonen fallen. Neben der fehlenden Feuchtigkeit war wohl das der Grund, warum unglaubliche 21 Fröschli-Retter/-innen den Abend vergeblich auf den grossen "Fröschli-Run" warteten. Aber 17 gerettete Tiere werte ich trotzdem als grossen Erfolg - denn wieder gelang es uns, einige Krötchen auf der stark befahrenen Strasse einzufangen und sicher zum Teich zu bringen. Jeder Abend ohne Verkehrsopfer wird automatisch zu einem grossartigen! Merci HeidiHo, Michelle, Anita, Jacqueline, Elisabeth, Sylvia, Brigitte, Roya, Suzanne, Rene, Jean-Pierre, Steffu, Kim, Nik, Lenny, Léon, Rahel, Jeremy, Ewen und Esther.
Aufgrund der Ereignisse von Samstag entschied ich mich heute, bereits um 19:00 Uhr auf der Piste zu sein und mit dem Rechen einen Pfad durch das teilweise sehr hohe Laub entlang des Zauns zu pflügen. So ist das Risiko, "verbuddelte" Amphibien irrtümlich zu verletzen, auf ein absolutes Minimum reduziert.
Die Sommerzeit verschiebt unsere Einsatzzeit um eine Stunde nach hinten - HeidiHo bestritt zwar, das nicht gewusst zu haben, trotzdem zog sie schon um 19:00 Uhr ihre Runden - bei strahlendem Sonnenschein und weit entfernter Dämmerung (hi, hi, hi ;-)). Natürlich war ich froh, jemanden zum Plaudern zu haben, um die Zeit bis 20:00 Uhr zu überbrücken.
Auffällig war heute Abend, dass wir erstmals Tiere entlang der Beton-Treppe retten mussten (vis-à-vis Parkplatz EHB). Scheint also weiterhin eine beliebte Route zu sein.
Beim Aussetzen der "Beute" am Teich viel Léon und mir neuer Froschlaich auf - gleichzeitig aber auch diverse Molch-Räuber. Nun ja, ist die Natur - aber trotzdem, grrrrrrrr. 
Auch schön war die Feststellung, dass Jimmy seinen Barbetrieb endlich wieder aufnehmen konnte, so viele Krötchen auf dem Teich sah ich schon lange nicht mehr - kann nur darauf hindeuten, dass dort wieder Party-Stimmung herrscht. Endlich... in den nächsten Tagen steigen die Temperaturen stetig, bin sehr gespant, was uns erwartet.
   
Samstag, 26. März 2016
Gegen 19:00 Uhr erneut top motiviert auf der Strasse. Was wir kurz darauf erlebten, war äusserst merkwürdig. Irgendwie setzten die Tiere alle bisher geltenden "Regeln" ausser Kraft. Noch nicht verstummte Vögel, noch nicht eingesetzte Dunkelheit - und trotzdem standen plötzlich duzende Kröten auf oder kurz vor der Strasse. Die Aufmerksamkeit von Brigitte hat diesen gesetzlosen Krötchen das Leben gerettet! Super gemacht! Turbulent und hektisch ging es gut eine Stunde weiter - und so plötzlich wie's begann endete es auch. Nun schwadern weitere 129 muntere Amphibien im Teich der EHB - dies dank den 9 freiwilligen und extrem engagierten Helfer/-innen von heute Abend!!! Merci viu mau!
Leider sind auch die ersten Opfer zu beklagen. Die Ursache war und ist uns nicht ganz klar. Wir vermuten, dass die beiden Tiere entlang des Schutzzaunes verletzt wurden und beim Transport gestorben sind. Wie auch immer, das viele Laub erschwert das erkennen ungemein - umso mehr müssen wir uns entlang des Zaus extrem vorsichtig bewegen. Am Sonntag wird es wohl wieder regnen - wir wissen, was das heisst - wer Zeit und Lust hat...
      
Freitag, 25. März 2016
Die mit dem Regen entstandene Feuchtigkeit verfehlte ihre Wirkung nicht. Endlich stimmten die Bedingungen, um die Amphibien-Wanderung auszulösen. 
Ohne ein einziges Verkehrsopfer gelang es uns (HeidiHo, Elisabeth, Jacqueline, Esther, Brigitte, Roya, Rahel, Jeremy, Ewen, Rene und ich), 180 Tiere unversehrt im EHB-Teich auszusetzen. Brigitte hat mir erzählt, dass sie einem Frosch lange nachrennen musste - schade - dieses lustige Schauspiel habe ich leider verpasst. Es ist herrlich zu sehen, wie sich der Tümpel innert kürzester Zeit mit Leben gefüllt hat. Und meine Angst, dass 2/3 des Frosch-Laichs gefressen wurde, erwies sich zum Glück auch als falsch. Roya hat mir gezeigt, dass die Kaulquappen bereits "geschlüpft" sind. Die verbleibenden zwei Frosch-Laich-Ballen hat Brigitte mit einem Gitter geschützt - sehr gut, merci!
Gegen 23:00 Uhr stagnierte dann die Wanderlust, wir sammelten Eimer und Warnlampen ein. Unglaublich, hat doch tatsächlich so ein Arsc... meinen grünen Warnblinker geklaut - sehr nett :-(! 
Übrigens erhielten wir grosses Lob von den Gesetzeshütern - es sei vorbildlich, wie wir organisiert seien, alle mit Leuchtweste, und auf die Warnblinker seien sie etwas neidisch - aha, sehr verdächtig, vermutlich haben sie ihn geklaut ;-)).
Auf dem Weg nach Hause pflückte ich doch tatsächlich noch drei Krötchen von der Strasse. Schöne Deppen, denn dort sind doch weit und breit keine Gewässer.
OK, Morgen geht es weiter, und am Sonntag soll es wieder regnen - bis bald!
   
Donnerstag, 24. März 2016
Auch dieser relativ warme Tag reichte nicht, amphibische Aktivität auszulösen. Erfolglos leuchteten Michelle, Anita, Brigitte, Jacqueline und Rene das Gebiet entlang der Kirchlindachstrasse ab. Irgendwann wird diese Motivation und Geduld hoffentlich belohnt ;-). Bin sehr gespannt, was der Regen am Freitag auslöst!
  
Mittwoch, 23. März 2016
Die Niederschlagsprognosen für Zollikofen waren vielversprechend - eigentlich - aber leider falsch. Die paar Tröpfchen überzeugten gerade mal einen Kröten-Boy, welchen Tim sicher in Empfang nahm und den neuen Fröschli-Retter Rahel, Jeremy und Ewen anvertraute, welchen ich sehr gerne unser kleines Einsatzgebiet vorstellte. Der unstillbare Wissensdurst von Rahel's Söhnen war faszinierend und sehr erfreulich. Schön habt ihr euch entschieden, uns resp. den bedrohten Tieren zu helfen, herzlich Willkommen!! 
Leider blieb der Krötenjunge das einzige Tier - HeidiHo, Michelle, Tim, Anita, Elisabeth - trotzdem vielen Dank für eure Anwesenheit - hätte ja sein können. Die aktuelle Wetterprognose prophezeit Regen für Freitag, Sonntag und Montag. Mal schauen, ich hüte mich, rege Aktivität zu versprechen, aber die Chancen stehen nicht schlecht ;-).
    
Montag und Dienstag, 21./22. März 2016
Die letzten zwei Abende sind rasch erzählt. Am Montag noch 2 Krötenjungs, und heute lief gar nix mehr. Nicht ganz so schlimm, denn Eishockey-Playoff-Schauen ist auch ziemlich spannend ;-).
Am Sonntag übrigens beobachtete Evi an der Laupenackerstrasse (Moosseedorf) die ersten wandernden Krötchen. Sie hat das abgesegnete Privileg, die Strasse abends bei Bedarf abzusperren. Danke für die Information und toi, toi, toi! 
Achtung: neuste Wetterprognosen von Dienstag Abend: Nun erwartet man bereits Morgen Mittwoch erste Niederschläge! Ich denke, das würde trotz relativ tiefen Temperaturen Aktivität auslösen. Mehrfach so erlebt in den letzten Jahren. Ich werde bestimmt um 19:00 Uhr in den Startlöchern stehen ;-).
Die Langzeitprognose (60% Zuverlässigkeit) rechnet am Sonntag mit starkem Regen - die von Amphibien heiss geliebte Witterung... Je mehr Retter/-innen im Einsatz stehen, umso weniger Tiere verlieren ihr Leben auf der Strasse. Jede Hilfe ist herzlich willkommen!
Natürlich halte ich euch weiterhin auf dem Laufenden.  
   
Samstag und Sonntag, 19./20. März 2016
Das herrliche Wochenende genossen nicht nur wir, am Samstag 22 und heute 14 Tiere sicher über die Strasse geführt! Noch nicht der grosse Run, zugegeben, aber trotzdem standen immer mindestens 6 Retter geduldig im Einsatz. Merci! Laut Meteo könnte am Freitag eventuell etwas Regen fallen, Langzeitprognosen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Ich halte euch auf dem Laufenden. Einen tollen Start in die kurze Woche!
  
Freitag, 18. März 2016
Ein weiterer warmer Tag, Grund genug, rasch an die Front zu pilgern. Die neuen Warnblinker erfüllen ihren Zweck, zwei Automobilisten fragten mich, ob die Durchfahrt erlaubt sei - die übrigen fuhren in angemessenem Tempo vorbei. Dadurch gelang es mir, 3 Tiere auf der Strasse zu retten. Um 21:00 Uhr waren keine Bewegungen mehr auszumachen. Trotzdem hat sich die Anzahl der Teichbewohner  um 11 Krötenjungs und einen Teichfrosch erhöht, die 100erter Marke ist überschritten! So richtig losgehen wird es, wenn uns der Frühling die ersten feuchten Tage schenkt. Die Temperaturen sind auf gutem Weg ;-).
       
Donnerstag, 17. März 2016
Heute hofften Michelle (Merci für das What's Up!), Jacqueline, Roya, Anita, Heidi, Elisabeth und Tim, aufgrund endlich wärmeren Wetterbedingungen, den einen oder anderen grünen Hüpfer in den Tümpel der Sünden befördern zu können. Es wird höchste Zeit für Jimmy, die Tore seiner Lümmelbar zu öffnen, denn die paar kecken Mädels im Teich reichen offensichtlich nicht mehr aus, die amphibische Mob des Waldes zu mobilisieren. Ja, ja, früher war das noch einfacher, aber die Ansprüche von uns Männchen sind auch gestiegen ;-). Gespannt beobachten wir die Entwicklung der ersten Frühlingstage. 
  
Mittwoch, 16. März 2016
Von Jacqueline erhielt ich folgende frohe Botschaft:

"...Ich bin trotz schlechter Chancen an die Kirchlindachstrasse gefahren. Nachdem ich die Zäune zweimal vergeblich abgesucht habe, fand ich bei der Galerie ein dickes, eher trockenes Krötenweibchen; es war nur noch 20 cm von der Strasse entfernt. Eine weitere, leider erfolglose Rund folgte. Das anschliessend am Teich ausgesetzte Krötchen schwamm auf jeden Fall munter davon. Immerhin, ich habe schon erfolglosere Abende erlebt :-). Morgen Abend kann ich auch kommen, habe bereits erfahren, dass Du nicht kommen kannst. E schöne Abe und bis bald, Jacqueline".

Danke Jacqueline für deinen spontanen Einsatz gestern, und: jedes einzelne, gerettete Tier ist ein Erfolg!!

 

Dienstag, 15. März 2016
Frau Gemahlin wies mich bei ihrer Einkaufsrückkehr zum Glück auf die draussen herrschenden 8 Grad hin. Zusammen mit dem leichten Regen könnten Aktivitäten möglich sein... Nach meinen Einkäufen legte ich sicherheitshalber einen Zwischenstopp bei der EHB ein. Und siehe da, entlang des Zauns lümmeln tatsächlich ein paar Frösche und Kröten rum, welche ich umgehend einsammle. Kommen da noch mehr? Alarm schlagen ja oder nein? Etwas später weitere Tiere, ok, What's Up Alarm.
Kurze Zeit später begleiteten mich Michelle, Anita, Tim und Rene, zum Glück, denn 11 Tiere erreichten so sicher ihr Ziel. Danke euch Superspontanen! Mit rasch fallenden Temperaturen blieben weitere Aktivitäten seitens Fröschlifront aus... Schade. Aber immerhin...hat sich alleweil gelohnt. 
 
Donnerstag, 10. März 2016
Herrlicher Sonnenschein und etwas wärmere Temperaturen reichten Rene und mir, wieder einmal die Fröschli-Front zu besuchen. Bewegt haben sich jedoch nur wir zwei, und das auch eher gemütlich. War ehrlich gesagt nicht so schlimm, wollten sowieso lieber Hockey schauen ;-) - was ja aus Berner Sicht viel Freude bereitete.
Beim Teich entdeckten wir übrigens einen riesigen Frosch-Laich-Ballen - spannend und kurios zugleich - denn in den letzten Tagen war's ja wirklich ziemlich kalt. Hoffen wir das Beste für den Nachwuchs!
Ein Bild davon habe ich bei den Impressionen hochgeladen. Die nächsten Tage wird sich vermutlich kaum was tun, warten wir also weiter ab... 

Mittwoch, 2. März 2016
Von einem Arbeitskollegen aus Solothurn habe ich folgenden Link erhalten: 
http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/jetzt-bekommen-froeschliretter-eine-neue-web-app-130099072
Wir sind in der erwähnten Datenbank des Karch's auch als Zugstelle hinterlegt (siehe Register "Rettungsstatistiken"). Somit sind wir Bestandteil der neuen App. Tolle Sache!
Dienstag, 1. März 2016
Noch immer sind die Temperaturen relativ tief - trotzdem zog es, aufgrund der Niederschläge, eine von uns auf die Strasse ;-). Hoch erfreut las ich folgende E-Mail heute Abend:
"Ich war ab 18:20 Uhr an der Kirchlindachstrasse, in der Hoffnung, die Frösche kommen heute Abend doch, 6.5 Grad ist ja nicht soooo kalt. Leider vergebens, kein Tier liess sich blicken. Auf ein nächstes Mal, es Grüessli Brigitte".
Danke Dir vielmals für den pro-aktiven Einsatz, hätte ja wirklich sein können, in den letzten Jahren erlebten wir mehrfach Wanderungen bei unmöglichsten Bedingungen. Wir bleiben dran.
 
Freitag / Samstag, 27. Februar 2016 
Freitag, 26. Februar, die Nacht zieht ihr dunkles Tuch über Zollikofen, es ist kalt, ich freue mich auf einen gemütlichen Abend. Eine Arbeitskollegin hat mir gestern mitgeteilt, dass sie auf der Höhe des Kreisels (bei der Riwax) eine überfahrene Kröte gesehen hat. Das will man nicht hören, schon gar nicht, wenn man sicher war, dass bei diesen tiefen Temperaturen kein einziges Tier unterwegs sein wird.  
Kaum daheim angekommen, die Jacke baumelt noch am Kleiderständer, erhält mein Sohn Lenny eine Nachricht - Elia habe einen Frosch zum Teich gebracht. Nein, bitte nicht - und trotzdem watschelte ich ein paar Minuten später mit Leuchtweste und Taschenlampe bewaffnet die Kirchlindachstrasse auf und ab. Wer weiss, vielleicht stellt ja die bittere Kälte plötzlich kein Problem mehr dar... Doch, sie tat es... kein einziges Tier weit und breit. Weder auf der Strasse noch entlang des Zauns. Grrrr, danke auch, Du hobby-rebellisches Krötchen - hoffentlich frierst Du Dir am Teich den Arsch ab ;-).
Bis Mittwoch sieht es leider nicht besonders amphibienfreundlich aus, warten wir also weiter...
Nun wünsche ich euch ein tolles Weekend. Bis bald. Pädu

 

Mittwoch, 24. Februar 2016 

Na grossartig - Schnee wie im tiefsten Winter, dabei wären wir doch gerade so schön in Fahrt gekommen. Schade, denn auf meiner Heimfahrt stellte ich entzückt fest, dass auch unser "Fröschli-Warnschild" bei der Postautostation "Blindenschule" fachmännisch aufgestellt wurde - danke vielmals!!! Nun soll niemand mehr über mangelhafte Beschilderung beschweren.

Leider sieht es für die nächsten Tage nicht besonders rosig aus - vor Sonntag macht es keinen Sinn, die Leuchtweste zu montieren. Mein Vorschlag: früh in's Bett und vorschlafen ;-) - denn unsere schlaflosen Nächte werden noch kommen...

 

Dienstag, 23. Februar 2016 

Motiviert trotz widerlichen Wetterbedingungen hofften wir (HeidiHo, Jenna, Roya, Elisabeth, Brigitte, Jacqueline, Anita, Tim, Michelle, Rene und ich) auf fröhliche Fröschli-Wanderlust. Signalisation und Eimer standen bereit - nur die Hauptdarsteller fehlten!

Im Nachhinein kein Wunder, denn um ca. 19:15 Uhr fiel Schnee. grossartig, soviel zu den verlässlichen Prognosen! Triefend nass und fast unverrichteter Dinge (Roya schnappte sich unerwartet einen hübschen Frosch) brachen wird ab. Zum Glück fand heute Morgen Brigitte 15 Krötenjungs, 2 Frösche und 4 Molche in den Eimern und brachte sie sicher zum Tümpel. Herzlichen Dank der edlen Retterin, die dem Motto "Der frühe Vogel fängt den Wurm" wirklich gerecht wird. Meines ist eher "der frühe Vogel kann mich mal"... so ergänzen wir uns wunderbar.   

Nun denn, Jimmy, Inhaber der berüchtigten "Kröten-Bar" - wir erinnern uns an letztes Jahr - hat wohl die Wanderung zum EHB-Teich in den letzten zwei lauen Nächten verpennt. Kein Wunder also verscharrt sich das amphibische Party-Volk nun lieber im warmen Laub des Waldes.

Bis Sonntag rechne ich mit keinen amphibischen Aktivitäten - zu tief die Temperaturen. Schade.

Laden wir die Taschenlampen und freuen uns auf die nächste Wander-Welle. Ihr hört von mir.

 

Montag, 22. Februar 2016 

Zuerst möchte ich den Mitarbeitern der Gemeinde Zollikofen und Jean-Pierre Rosat ganz herzlich danken für den perfekt aufgestellten Schutzzaun - er hat heute Abend schon viele Tiere erfolgreich aufgehalten und uns ermöglicht, sie sicher über die Strasse zu bringen. Ganz tolle Arbeit habt ihr da geleistet, merci vielmals!

Um 18:00 Uhr standen wir (Elisabeth, Brigitte, Roya, Rene, Michelle, Tim, Anita) am Start, so auch die ersten amphibischen Mädels, die Bäuche voller Laich. Michelle legte einen riesigen Lauf hin und rettete Tiere im grossen Stil, auch Elisabeth meisterte ihren ersten Einsatz grossartig. Schlussendlich setzten wir 44 Tiere unverletzt am Teich aus - und verloren kein einziges im Strassenverkehr - super!

Der einsetzende Regen bewegte uns dazu, die Deckel der Eimer entlang des langen Schutzzaunes über Nacht offen zu lassen. Brigitte wird sie Morgen früh kontrollieren und sicher noch das eine oder andere Tier darin vorfinden. Da der Regen nicht aufhören wird rechnen wir Morgen Abend mit reger Bewegung an der Fröschli-Front. Wer Action mag könnte am Dienstagabend auf seine Kosten kommen.

 

Sonntag, 21. Februar 2016 

Heute Nachmittag habe ich mit Sylvia die zusätzlichen Schutzzäune aufgestellt. Morgen wird Jean-Pierre zusammen mit den Kollegen des Werkhofs Zollikofen den langen und extrem wertvollen Zaun im Wald montieren. Das übrigens keinen Tag zu früh, denn während der Einführung von Jakob und seiner süssen Tochter Gaia, hoffentlich zwei neue Fröschliretter, entdeckten wir den ersten Krötenjungen dieser Saison. Gleichzeitig war auch Michelle erfolgreich - und rettete den ersten Frosch 2016!

 Der erste Abend war vielversprechend, mit Anita und Michelle, treuste Fröschliretter-Seelen (Merci für euer Kommen!) bereits die ersten 10 Tiere sicher zum Teich gebracht. Neun Krötenmännchen und ein Frosch. Es geht also los! Treffpunkt jeweils um ca. 18:15 Uhr beim EHB Parkplatz.

  

Samstag, 20. Februar 2016 

Die Meldungen von Fröschen in Teichen häufen sich. Am Montag oder Dienstag wird die Gemeinde Zollikofen den grossen Schutzzaun aufstellen. Super! Letztes Jahr haben wir übrigens sehr gute Erfahrungen gemacht mit dem What's-Up-Gruppenchat! Kurzfristige Alarmierungen sind über diesen Kanal besonders effizient. Bitte meldet mir eure Mobile-Nummer, wenn ihr auch eingebunden werden möchtet. Merci! 

 

Freitag, 19. Februar 2016 

Halli Hallo

so, die Schonzeit ist vorbei, die nächsten Wochen, vermutlich sogar Monate wird eure Mailbox wieder arg strapaziert. Noch habt ihr die Möglichkeit, euch von der Verteilerliste löschen zu lassen, nur so könnt ihr meiner penetranten elektronischen Verbal-Invasion entgehen. 

Unsere kleinen, grünen/grauen, schlüpfrigen Waldbewohner sind weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen, die hervorragenden Resultate von 2015 bestätigen, dass unser Engagement nicht umsonst war/ist und wir das Eine oder Andere richtig gemacht haben. Es wäre riesig, euch wieder mit an Bord zu haben. Mit der Gemeinde Zollikofen bin ich in engem Kontakt, die Aufrichtung des grossen Schutzzaunes ist lanciert (Merci Beat). Die drei kleineren Zäune entlang des Strassenverlaufs stelle ich dieses Wochenende auf. Die Stobos sind auch einsatzbereit. 

Die Wettervorhersage für Sonntag ist bereits sehr vielversprechend - die Temperaturen sind frühlingshaft hoch, das wird ziemlich sicher mein erster Abend in neckischen Gummistiefel und kecker Leuchtweste. Das modische Eimerchen in pastell-gelb rundet die Männlichkeit fast unerträglich ab.  

Ab 18:00 Uhr mal schauen, was sich im Teich tut und ob sich im Wald schon etwas bewegt. Ich halte euch auf dem Laufenden - und wer Zeit und Lust hat..... ihr wisst schon ;-).

 

Dienstag, 16. Februar 2016 

Unglaublich, am "Aegelseeweg", im Teich von Bill und Marianne Schütz, befindet sich bereits Froschlaich. Tja, trotz den nun wieder tieferen Temperaturen waren die Frösche offensichtlich auch in Zollikofen bereits aktiv. Somit wäre es bereits wieder an der Zeit, den langen Schutzzaun entlang der Kirchlindachstrasse aufzustellen. Ich hoffe, dass uns die Gemeinde Zollikofen so kurzfristig unterstützen kann.  

 

Donnerstag, 4. Februar 2016 

Das Wetter spielt einmal mehr verrückt. Diese Woche habe ich von Jacqueline erfahren, dass sie bereits erste Molche gesehen hat. Und heute lese ich folgende Zeilen:

 

Frühe Frösche, Molche und Kröten - Milder Winter macht Amphibien munter

Der aktuelle Winter zeigt sich fast durchgehend mild. Kein Wunder also, dass die Temperatur-Opportunisten unter den Amphibien wie Molche und Braunfrösche sich dieses Mal besonders früh auf den Weg zu den Laichgewässern machen.

03. Februar 2016 - Vor allem vom Oberrhein liegen bereits erste Meldungen vor. So haben in Untergrombach (zwischen Frankfurt und Stuttgart) Amphibienschützer die ersten Springfrösche sicher über die B3 gebracht. „Inzwischen sind wir bei etwas über 340 Springfröschen, einem Teichmolch, einem Bergmolch und doch schon zwölf Erdkröten“, freut sich Regine Carl vom Verein für Umwelt- und Naturschutz Untergrombach. „Die Kröten sind gut vier Wochen früher dran als im letzten Jahr, das ist sehr ungewöhnlich. Auch auf unserer Strecke zwischen Untergrombach und Bruchsal, die wir mit Zaun und Fangkisten betreuen, hatten wir bereits die ersten Kröten.“ 

 

Diese Zone befindet sich nicht wirklich sehr weit von uns entfernt. Im Moment ist es wieder kälter, aber ich möchte dieses Jahr den Start-Termin nicht wieder verpassen. Halten wir die Augen offen. Informationen folgen auf dieser Seite und per E-Mail ;-). 

 

 

Montag, 20. April 2015, 22:50 Uhr 

Ohne wirklich daran zu glauben prüften Jacqueline, Susi, Rene und ich das Gelände. Im Teich sind definitiv noch Tiere, Tonnen von Molchen, aber auch Frösche und Kröten. Sieht nicht aus, als würden sich die Amphibien in den nächsten zwei Tagen auf die Rückreise begeben. Aktuelle Prognosen künden eventuell Donnerstag oder Samstag Niederschläge an... wir werden sehen. 

 

Sonntag, 19. April 2015, 22:15 Uhr

Anita und Brigitte alleine auf weiter Flur - trotz warmer Witterung kein einziges Tier auf der Reise Richtung Wald entdeckt. Trotzdem herzlichen Dank für die Kontrollgänge. 

 

Samstag, 18. April 2015, 23:15 Uhr 

Krass, vor 24 Stunden war die Hölle los, und heute tote Hose - nein, nicht ganz, Anita, Michelle, Tim und Jacqueline retteten auf dem Weg nach Hause noch ein Molch-Weibchen. Und Rene teilte mir mit, gestern auf dem Weg nach Hause noch drei Krötenjungs in den Wald gebracht zu haben. Die Statistik werde ich gleich im Anschluss nachführen. Gemäss Wettervorhersage wird sich die Situation in den nächsten Tagen nicht verbessern, schade, denn es hat immer noch Amphibien im Teich. Aber ich rechne nicht mit Bewegungen Richtung Wald. Wir beobachten weiter, wer weiss?!

 

Samstag, 18. April 2015, 02:20 Uhr (für Freitagnacht)

Bin triefend nass, frierend, wie sicher viele von euch, zuhause angekommen. Nach einer warmen Dusche

aber bereit, eine Zusammenfassung der abenteuerlichen Nacht zu verfassen.

Die Wetterbedingungen: ab 21:00 Uhr regnete es eigentlich konstant ein bisschen, erträglich, aber ungefähr um 23:30 Uhr begann es zu Schütten wie an einem heftigen Sommergewitter. Um diese Zeit waren noch Susi, Jacqueline, Rene und ich unterwegs - entlang der Strasse bildeten sich kleine Flüsse, in unseren Schuhen Fussbäder und die wasserdichtesten Jacken gaben wasserdurchlässig ihre eigentliche Funktion auf. Sehr gemütlich. Aber was zuvor geschah ist ebenso unglaublich!

Dazu spule ich etwas zurück - um 20:15 Uhr verteilen sich 17 Fröschliretter/-innen entlang der Kirchlindachstrasse, in der Hoffnung, noch das eine oder andere Tier sicher in den Wald bringen zu können. Der Regen setzte ein, und mit ihm die Aktivität der Amphibien. Plötzlich hüpfte es überall, erstaunlich viele Frösche, aber auch unglaublich viele weibliche Krötchen. Die Eimer füllten sich ununterbrochen, wir leerten und leerten. Und dann, absolut unerwartet, der Ruf von Michelle - auf der Plattform hat sich doch tatsächlich wieder ein "bungee jumping Krötchen" in Absprungposition gebracht (Erinnerungen an letztes Jahr werden wach). Oh nein, diesmal ein Männchen. Ich stieg nach oben und versuchte, den Jungen von seinem Vorhaben abzubringen - leider erfolglos. Aber Michelle füllte in der Zwischenzeit den Eimer mit viel Gras und Laub. OK, er wollte es so haben, mit einem langen Ast schubste ich den tollkühnen Hengst sanft an - er landete unverletzt im Eimer von Michelle - welche super Fangqualitäten bewies - super gemacht Michelle!!! Entlang der Mauer und der Strasse, die riskanteste Zone für die Tiere, retteten Syle, Brige, Susanne, Rene und Susi unzählige Tiere! Top-Job in den Gefahrenzone. Auch Anita, Jacqueline und HeidiHo transportierten unermüdlich Eimer um Eimer voller Amphibien in den Wald. Das Team spielt ausgezeichnet. Für ein einziges Tier kam jede Hilfe zu spät, aber wer schon mal einen Frosch bei Regen erlebt hat weiss: Die sind schnell, extrem schnell - in diesem Fall leider nicht schnell genug.

Auf dem Weg in den Wald mit einem Eimer voller Kröten und Fröschen schlug Michelle, welche diesmal oberhalb der Plattform stand, erneut Alarm. Nicht zu fassen, schon wieder ein Jumper?! Oh Mann, scheint beliebt zu sein. Diesmal schubste Michelle und ich fing den lebensmüden Krötenjungen mit meiner Leuchtweste auf - zum Glück blieb auch er unversehrt. Es gäbe noch viel zu erzählen - über die tollen Aktionen der vielen freiwilligen, selbstlosen und treuen Helfer, aber das Allerwichtigste am Schluss:

Wir (Brigitte, Rene, Anita, Anita, Susanne, Jacqueline, HeidiHo, Syl, Susi, Karin, Timo, Enea, Silas, Michelle, Tim, hani aui verwütscht?) retteten am Freitagabend tatsächlich nochmals 202 Tiere!!! Das war Teamwork auf höchstem Niveau - ein Riesen-Merci euch allen! Genial gemacht!   

 

Donnerstag, 16. April 2015, 23:59 Uhr

Überglücklich kann ich euch mitteilen, dass wir im 2015 die 1'000er Grenze erreicht und bereits überschritten haben... sensationell und ziemlich motivierend! Das war/ist nur mit eurer Hilfe möglich, ein Riesen-Merci an jede/n von euch!!! 

 

Donnerstag, 16. April 2015, 23:51 Uhr

Am Nachmittag blickte ich immer wieder auf den Niederschlagsradar, nanü, war nicht erst für Freitag Regen vorausgesagt? Aber da zog bereits heute eine feuchte Front Richtung Bern. Na toll, danke auch. Zwischen 1730 und 1830 Uhr regnete es dann auch wirklich. Beste Wander-Bedingungen also. 

Zum Glück reagierten treue Helfer spontan, dank Brigitte, Anita, HeidiHo, Jacqueline, Roya, Syl und Rene erreichten heute Abend 54 Amphibien sicher ihre Wunsch-Destinationen! Erstaunlich, dass ein hübscher Teichfrosch erst jetzt unterwegs war Richtung Teich. Kleiner Romeo, so überzeugt von sich, im selbstverliebten Glauben, noch unbefruchteten Julia-Laich im Tümpel vorzufinden. Weit gefehlt Casanova! Die Molche leisten ganze Arbeit. Duzende verfressene Bergmolche mitten in den grossen Laichplätzen. Besorgniserregend, denn es sind wirklich nur noch einzelne Kaulquappen auszumachen, ich bin mir nicht sicher, ob ich nächstes Jahr noch einem einzigen Molch über die Strasse helfe ;-).

Um doch noch etwas positives über die "Mini-Drachen" zu schreiben: Jacqueline hat ein (noch) süsses Miniexemplar gefunden (siehe Impressionen). Morgen soll es stark Regnen, die Temperaturen sind ok, im Teich hat es noch viele Krötchen und Fröschli - wird nochmals richtig zur Sache gehen. Wäre toll, wenn wir es schaffen, auch die letzten Tiere unverletzt und wohlbehalten im Wald auszusetzen.

Wir freuen uns über jede/n Helfer/-in! Merci viu mau! 

 

Donnerstag, 16. April 2015, 00:50 Uhr

Dienstag überwachte Rene, heue erneut Rene zusammen mit Brigitte das Wandergebiet unserer Amphibien. Leider keine Aktivitäten der Tiere ausserhalb des Teiches auszumachen. Am Dienstag hat übrigens Rene die Schildkröte im Tümpel auch gesehen. Nun den, gespannt warten wir auf die nächsten Tage mit Niederschlägen... gemäss Prognosen Freitag und Samstag, das könnten die letzten beiden Nächte der diesjährigen Saison sein...

 

Dienstag, 14. April 2015, 00:50 Uhr

bis zum nächsten Regen rechne ich mit bescheidener / keiner Wanderlust unserer grün/braun/grauen Amphibien. Gönnen wir uns also drei Abende / Nächte ohne Präsenz an der Kirchlindachstrasse. Niederschmetternde Stimmungsschwankungen wie "Fröschli-Depression" oder "Oh Gott, was tue ich denn jetzt sinnvolles" werden zu düsteren Begleitern unseres tristen Daseins - ich schlage vor, wir bilden eine täglich tagende Selbsthilfegruppe mit dem aufbauenden Namen "Ein Leben ohne Fröschli ist möglich, aber wie?".

 

Montag, 13. April 2015, 23:15 Uhr

Zuerst die Statistik auf den neusten Stand gebracht. Anschliessend die versprochenen Bilder im Register "Impressionen" hochgeladen. Heute Abend zogen 12 Molche um, welche im EHB-Teich unangenehm auffielen - der gesamte Frosch-Laich im Norden des Tümpels ist extrem reduziert. Kein Wunder, bei der Anzahl verfressener Molche. Also setzten wir einen Teil der gierigen Tiere im Teich am Aegelsee aus (gleich neben dem Wald - die Besitzerin habe ich selbstverständlich informiert - sie beherbergt überdurchschnittlich viel Nachwuchs aufgrund fehlender, natürlichen Feinde). Die Meinungen des Rettungsteams waren gespalten. Trotzdem hoffe ich, so das Gleichgewicht wiederherzustellen und die Überlebenschancen der noch lebenden Kaulquappen (Frosch und Erdkröte) so ein kleines Bisschen zu erhöhen. Menschlicher Eingriff in natürliche Prozesse ist ein zweischneidiges Schwert, das ist mir klar. Wir taten das nach bestem Wissen und Gewissen - und solange man Familien an Teichen und Biotopen mit Eimern und Netzen beobachtet, die Kaulquappen, sicher mit guten Absichten, einfangen und daheim die Metamorphose live erleben wollen, kann diese Aktion nicht so verwerflich sein. Gerne lasse ich mich eines Besseren belehren. Gemäss Wetterradar sind am Freitag (Abend/Nacht) Niederschläge erwartet. Auf genau diese Bedingungen warten unsere im Teich verbleibenden Amphibien, glaubt mir, ich hab's vor ein paar Tagen live erlebt ;-).

 

Sonntag, 12. April 2015, 22:05 Uhr

Heute Morgen schickte mir Roya ein Bild von einer Schildkröte in "unserem" Teich, na das sind ja Zustände! Unglaublich. Die warmen Temperaturen spüren auch die Tiere, nach wie vor reges Treiben im Sündentempel bei Einbruch der Dunkelheit. Die "Ausbeute" heute war jedoch eher bescheiden, 1 Molchweibchen zum Teich, 2 Krötchen zurück in den Wald. Merci Heidi, Brigitte, Syl, Donia und Rene! Die Statistiken sowie das Bild der Schildkröte werde ich Morgen nachführen. 

 

Samstag, 11. April 2015, 22:55 Uhr

Gegen 20:15 Uhr entdeckten wir heute die ersten Tiere. Das warme und trockene Wetter erleichtert die Suche, raschelnde Blätter verraten jede Bewegung. Leider auch die von Spinnen und Käfern, welche sich ein Spiel daraus zu machen scheinen, uns an der Nase herumzuführen. Mit Engelsgeduld verfrachteten wir (HeidiHo, Anita, Jacqueline, Brigitte, Lenny) heute Abend 6 Molche zum Teich und 6 Krötchen zurück in den Wald. Auch heute verlor kein einziges Tier sein Leben, toll!

Sollte es heute Nacht wieder regnen wäre ich sehr froh, das nicht zu merken ;-)!

Danke übrigens für die Angebote, euch anrufen zu dürfen, sollte es nochmals Mitten in der Nacht losgehen, freut mich natürlich sehr - ich werde das tun, glaubt mir...

 

Samstag, 11. April 2015, 03.45 Uhr

Gemütlich sitze ich vor dem Computer, als ich plötzliche starken Niederschlag vernehme. Es ist 01:31 Uhr, soll ich oder soll ich nicht? Ich soll, will und muss! Ziehe mich rasch um und staune nicht schlecht: von 01.32 Uhr bis 03.25 Uhr sagenhafte 65 Tiere sicher in den Wald gebracht - yeah - ich glaube, wir schaffen dieses Jahr wieder eine vierstellige Zahl ;-)!!! Was so ein Regen auslösen kann ist faszinierend - aber hätte der nicht um 20 Uhr auf uns niederprasseln können? Gääähhn, die Statistik ist nachgeführt, Morgen könnte sich entlang der Mauer wieder das eine oder andere Tierchen zeigen - hoffen wir das Beste! Gute Nacht!  

 

Samstag, 11. April 2015, 00:20 Uhr

Schauen wir mal... im Moment sind wir ganz hübsch auf Kurs: Aktuell 904 gerettete Tiere, noch 10 weniger als letztes Jahr. Und im Teich, so wurde mir heute gesagt, sind noch viele amphibische Lebewesen, die den Standort wechseln werden... 

 

Donnerstag und Freitag, 9. bis 10. April 2015, 23:29 Uhr

Zuerst vielen herzlichen Dank Susi und Rene für Übernahme des Fröschli-Retter-Zepters in den letzten zwei Tagen. Merci natürlich auch den freiwilligen Helfer/-innen Brigitte, HeidiHo, Jacqueline, Roya, Moreno und Jean-Pierre! Erfolgsrechnung: Drei Männchen und zwei Weibchen (Erdkröten) zurück in den Wald befördert. Super gemacht! Danke für Info per SMS ;-).

Leider veränderten sich in der Zwischenzeit die Wetterprognosen, im besten Fall soll es in Zollikofen am Morgen des Samstags kurz regnen, danach folgt eine weitere, warme Trockenperiode bis Ende nächster Woche. Schauen wir mal, was morgen passiert. 

 

Mittwoch, 8. April 2015, 23:05 Uhr

Etwas wärmer zwar, aber immer noch zu kalt für unsere Grünen. Weicheier! Somit erneut ein Abend ohne zu rettende Tiere für HeidiHo, Jacqueline, Susi, Elvira, Jean-Pierre und mich. Die nächsten zwei Tage übernehmen übrigens Susi und Rene das Fröschli-Retter-Zepter, da ich zwei Tage im Ausland bin. Am kommenden Montag, so die aktuelle Prognose, soll es regnen. Das wäre sehr gut, denn wir wissen inzwischen, dass nach einer Trockenperiode einsetzender Niederschlag die Amphibien umgehend in Bewegung setzt. Vermutlich vom Teich Richtung Wald. Das wird möglicherweise einer der letzten Abende dieser Saison, an welchem unsere Hilfe benötigt wird. Wir zählen auf eure Unterstützung. Ich melde mich am Samstag wieder bei euch. Geniesst die bevorstehenden Frühlingstage, bis bald!

 

Dienstag, 7. April 2015, 23:05 Uhr

Ähnliche Wetterbedingungen wie gestern, wieder überwachten die treuen Helfer/-innen Rene, HeidiHo, Brigitte, Susi, Sylvia und später noch Roya die Fröschli-Front. Ich kontrollierte bei Einbruch der Dunkelheit den Teich. "Unser" Fröschli-Nachwuchs zappelt zahlreich am südlichen und nördlichen Ufer des EHB-Teiches, den Kröten-Nachwuchs konnte ich nicht erkennen, da die am Schilf angebrachten Laich-Schnüre nicht sichtbar sind. Das ist auch gut so.

Bis 21:15 Uhr machten wir kein einziges Tierchen amphibischer Herkunft aus, weder auf der Hin- noch auf der Rückreise. Am Nachmittag sprach ich mit Jean-Pierre Rosat, er fragte, ob der Schutzzaun im Wald am Wochenende abgebaut werden soll. Ich sagte ja.

Sicherheitshalber stöberte ich am Abend noch etwas im letztjährigen Mailverkehr. Zum Glück, wie sich herausstellte. Umgehend rief ich Jean-Pierre an: "Nein, bitte den Zaun noch bis Ende April 2015 stehen lassen!".

Ein kurzer Rückblick auf das Jahr 2014. Wir schreiben den 21. April, ich schliesse die Rettungsaktion 2014 offiziell ab. Dann, knapp eine Woche später, die völlig unerwartete Wendung! Ich zitiere meine E-Mail vom 26.04.2014 (sorry, sich selber zu zitieren ist ganz, ganz übel, ich weiss, schäme mich!!):

 

Liebe Fröschler/-innen

Tut mir leid, noch kann euch nicht in Ruhe lassen! Eure Mailbox wird erneut belästigt. 

Die unglaubliche Geschichte begann heute Morgen völlig unerwartet. Die liebliche Stimme meiner göttlichen Frau riss mich aus meinen süssen Träumen - "He  Du Schnarchnase, ich habe zwei Kröten gerettet - eine auf dem Weg zum Teich, eine mitten auf der Strasse Richtung Wald".

Normalerweise ignoriere und meide ich Gespräche, die mit Anreden dieser Art beginnen - totstellen war bisher kein schlechter Plan. Aber das Wort "Kröte" schob dieses ungeschriebene Gesetzt temporär in den Hintergrund. Plötzlich hellwach fragte ich mich: "Warum sind da noch Tiere unterwegs? Wir haben doch abgeschlossen!" Grübel, grübel den ganzen Tag, trotzdem bauten wir den eigenen Schutzzaun entlang der Strasse ab. 

Während dem Nachtessen begann es plötzlich zu Regnen, und das ziemlich stark. Sofort stiegen Erinnerungen an letztjährige Rettungsnächte empor und weckten den amphibischen Schutzinstinkt in mir. Der gemütliche Abend vor dem TV wird warten müssen. Da könnte noch was gehen an der "Fröschli-Front"! Ich hüpfte in meine Fröschli-Uniform mit Leuchtweste und zog los. Kopfschüttelnd nahm man mein unerwartetes Vorhaben daheim zur Kenntnis. "Du Hobbyloser Du!" war einer der verständlichen Kommentare. Aber einmal Kermit - immer Kermit. 

Ein eigenartiges Gefühl drängte mich auf dem Weg zur Kirchlindachstrasse dazu, Jenna anzufragen, ob ihr auch "langweilig" sei. Neben ihr opferte auch Bea einen gemütlichen Party-Abend - zum Glück - denn mit dem Einbruch der Dunkelheit ging es plötzlich los. Überall krochen Tiere hervor. Alarm! Zum Glück gesellten sich äusserst spontan auch Brigitte und Sandro zu uns - es gelang uns, erneut unglaubliche 133! Amphibien sicher an ihr Ziel zu bringen - und das mit nur zwei Eimern. Leider verloren an diesem Abend auch 6 Tiere ihr Leben auf der Strasse. Gegen 22:45 Uhr waren wir alle bis auf die Unterhose nass, Tierbewegungen blieben glücklicherweise auch aus - Hoffentlich blieb das auch so. l

Nun ja, man mag von uns halten was man will, aber wenn es Morgen nochmals so nass ist wie heute Abend gehen wir davon aus, dass noch weitere Tiere unterwegs sein werden. Solle sich also der eine oder die andere nochmals dazu bewegen lassen, einen Kontrollgang entlang der Kirchlindachstrasse vorzunehmen - wir würden uns freuen!

Tja, das war wohl etwas verfrüht mit dem Abschluss der Saison 2014 - noch ist Bewegung drin - was mich natürlich extrem freute!! Ein riesiges Merci an die spontanen Retter von heute Abend!!!!

Noch seid ihr mich nicht los... Lieber Gruss Pädu

 

Et voilà, wir sind lernfähig und bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Im schlimmsten Fall trümmern wir noch weitere 3 Wochen an der liebgewonnenen Kirchlindachstrasse rum. Das aber nur, wenn der Wettergott mitspielt: warme Temperaturen und Niederschlag oder hohe Feuchtigkeit. Wann und ob die verzögerte Wanderung stattfindet, wissen wir nicht. Aber die Chance besteht - und so lange sind wir aktiv. 

 

Montag, 6. April 2015, 21:55 Uhr

Zusammen mit Michelle, Anita, Tim, HeidiHo, Brigitte, Elvira, Jacqueline, Syl und Rene einen weiteren, "amphibientechnisch erfolglosen" Abend entlang der Kirchlindachstrasse verbracht. Das liebe Wetter. 

Anita, Tim und Michelle wünsche ich supertolle Ferien und Janice danke ich ganz herzlich für die tolle Schülerarbeit, die sie mir geschenkt hat und hoffe, Du kannst ein tolles Trainingslager in Spanien geniessen! Bis bald am Teich!

 

Sonntag, 5. April 2015, 21:50 Uhr

Eigentlich zeichnete sich der Verlauf des Abends bereits tagsüber ab. Was aber wenn doch? Das sagten sich auch Janice, HeidiHo, Brigitte, Luki, Saskia, Michelle, Anita, Tim und Rene. Danke euch vielmals für's kommen! Leider erhielten wir nicht sehr viele Transportaufträge, eigentlich keinen einzigen. 

Nun ja, bei 2-3 Grad macht es auch nicht sonderlich an, durch die Gegend zu krabbeln - lieber noch eine gemütliche Nacht im Teich verbringen und auf eine wärmere Nacht warten. Am Teich lümmeln noch viele Tiere rum, aber bei diesen Bedingungen werden sich sich nicht auf die Rückreise begeben. Wir sind geduldig... bleibt uns ja nix anderes übrig ;-)...

 

Samstag, 4. April 2015, 23:50 Uhr

Ein verregneter Tag geht zu Ende, zusammen mit 13 freiwilligen Helfermännchen, -weibchen und -kindern (Anita, Jacqueline, HeidiHo, Brigitte, Syl, Jacqueline, Luis, Leon, Janice, Luki, Saskia und Lenny) überlebten 11 Tiere den heutigen Abend. Eigentlich toll, trotzdem etwas enttäuschend, denn die Wetterbedingungen waren vielversprechender. Eines der Highlights war Lenny's spektakulärer "Froschfang" - das hyperaktive Tier versteckte sich kurzerhand in seinem Jackenärmel, konnte aber am Ende trotzdem sicher im Wald ausgesetzt werden - oh ja, Frösche sind keine leichte Beute, dass kenne ich aus eigener Erfahrung ;-). Aber auch die Familie Albala blieb nicht erfolglos, zusammen mit ihrem Sohn Leon, meinem Göttibueb, führten wir zurückkehrende Amphibien in den Wald und entliessen sie dort in die Freiheit. Bye, bye Krötchen, bis hoffentlich nächstes Jahr. Ein spezieller Dank an Saskia von Jegenstorf, die uns auch heute tatkräftig zur Seite stand. Der fürsorgliche Mann von Anita, liebevoller Vater von Michelle, versorgte uns spät in der Nacht mit heissem Tee... Danke vielmals, kam wirklich wie gerufen, denn plötzlich sanken die Temperaturen unangenehm, was die wetterempfindlichen Tiere wohl schon früher merkten. Stillstand an der Fröschlifront - wir brachen ab. 

 

Samstag, 4. April 2015, 01:25 Uhr

Der Regen fiel am heutigen Karfreitag spät, wir erhofften uns eigentlich ähnlichen Oster-Reiseverkehr wie am Gotthard Richtung Süden. Am Ufer des Teiches tummelten sich duzende Krötchen und Frösche mit Blick gegen den Wald. Was führen unsere grünen Tierchen im Schilde? Planen sie eine Rückwanderungsoffensive, oder handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver? Bei genauerem Hinsehen erkannten wir, dass es sich hauptsächlich um männliche Tiere handelte. Ach so, der Nebel der Unwissenheit lichtete sich. Normalerweise setzten wir an genau dieser Stelle die Weibchen aus dem Wald aus, die warten auf die Mädels, die wir nun leider nicht mehr "liefern" können. Tja Jungs, jammerschade, nächstes Jahr vielleicht etwas früher aufstehen resp. loswandern ;-). 

17 Tiere entschieden sich zum Glück für die sichere Rückreise in den Wald, welche von uns (Brigitte, Janice, Rene, Luki, Saskia, HeidiHo, Susanne, Rolf, Syl) gerne durchgeführt wurde. Rolf hat einige Photos gemacht, welche er uns zur Verfügung stellen wird, super, vielen Dank für die schöne Idee!

Auch Morgen soll es regnen, es ist mit weiteren Rückwanderern zu rechnen. Frohe Feiertage wünsche ich euch! Die Photos sind übrigens bereits online unter "Impressionen". 

 

Freitag, 3. April 2015, 00:30 Uhr

Am Abend des Donnerstags goss es wieder einmal wie aus Kübeln. Ganz nett für die Tiere, nicht wirklich für uns (Brigitte, Janice, Anita, Jacqueline, Susi, Rene). Aber es hat sich gelohnt, erneut gelang es uns, 31 Tiere zu retten, ohne einen einzigen Verlust! Der Einsatz zog sich ziemlich in die Länge, denn erst gegen 23:00 Uhr brachen wir final ab. Rene und ich liessen es uns nicht nehmen, zum Abschluss nochmals den Teich zu besuchen. Klasse, wie sich im südlichen Teil des Teiches der Froschlaich entwickelt hat, 100erte von Kaulquappen tümmeln sich dort im seichten Gewässer, beschützt von zwei/drei Krötchen, warum auch immer. Fazit: Viel Regen = viel Bewegung. Noch immer befinden sich sehr viele Tiere im Teich, also sollten wir unbedingt weitermachen! 

 

Donnerstag, 2. April 2015, 01:45 Uhr

Die Prognosen für heute sind nicht viel besser als die von Mittwoch - vermutlich wird sich erneut nix tun an der Front. Aber wir bleiben dran...

 

Mittwoch, 1. April 2015, 00:20 Uhr

Der heutige Tag/Abend ist rasch beschrieben: Scheisse! Kalt, Schnee, Hagel, Wind, alles, was ein Frosch nicht haben muss - und so lief es auch. Am Morgen ein Molch im Eimer, ein Krötenjunge, der sich irrtümlich im Kübel wiederfand und gleich loszog Richtung Wald. Am Abend kein einziges Tier, obschon wir eine neue Retterin (Saskia) aus Jegenstorf begrüssen durften. Sorry.

Heute Abend beantwortete ich ein Interview von Janice, einer engagierten Helferin, welches ich im Register "Impressionen" eingebunden habe.

 

Dienstag, 31. März 2015, 23:05 Uhr

Schwierig, die Aktivitäten der Tiere zu prognostizieren. Wie viele von euch erwartete auch ich rege Bewegung am Abend. Aber einmal mehr lagen wir daneben mit unserem Bauchgefühl, ist jedoch Jammern auf hohem Niveau, denn 18 tolle Retter/-innen bewahrten trotzdem 23 Tiere vor dem Strassentod! Bin sehr gespannt, wie es Morgen weitergeht, wir werden bereit sein. 

Herzlichen Dank an die Retter: HeidiHo, Anita, Michelle, Tim, Rene, Jacqueline, Timo, Anke, Jannys, Brigitte, Susanne, Janice, Luki, Sylvia, Elvira, Jean-Pierre, Lenny) 

@Janice: ich habe zusätzliche Bilder im Register "Impressionen" hochgeladen - solltest Du mehr Bilder benötigen für deine Arbeit, melde Dich bitte. 

 

Dienstag, 31. März 2015, 00:45 Uhr

Im Vergleich zum Vorjahr 2014 stehen wir momentan wie folgt da: 

Hinreise (zum Teich EHB)

Erdkröte Männchen: + 45 Tiere (am Morgen 13 mehr, am Abend 32 mehr)

Erdkröte Weibchen: + 76 Tiere (am Morgen 7 weniger, am Abend 83 mehr)

Molche: -23 Tiere (am Morgen + 5, am Abend - 28)

Frösche: - 8 Tiere - sind aber auch sau-schnell....

 

Montag, 30. März 2015, 23:55 Uhr 

Glücklicherweise standen uns auch heute zahlreiche Helfer/-innen zur Seite. Merci HeidiHo, Anita, Michelle, Tim, Rene, Jacqueline, Timo, Anke, Jannys, Brigitte, Steffu, Kim, Syl, Elvira und Sandro. Immer mit einem gewissen Risiko verbunden, diese Aufzählung - habe hoffentlich alle erwähnt, wenn nicht, bitte nicht böse sein, keine Absicht. Die versprochenen, widerlichen Wetterbedingungen blieben heute Abend aus - trotzdem gelang es uns, sensationelle 77 Tiere sicher über die Strasse zu bringen, wiederum Wanderungen in beide Richtungen.

An dieser Stelle möchte ich euch, auf vielfachen Wunsch, unseren aktuellen "Rückwanderungsplan" vorstellen: Befinden sich Tiere in der Nähe des Teiches, lassen wir sie auch dort. Ist aber abzusehen resp. zu erkennen, dass die Amphibien am Rande des Teiches nur auf "die" Gelegenheit warten, den Teich zu verlassen, nehmen wir sie mit in den Wald. Um unnötige Risiken zu vermeiden, setzten wir alle "Rückwanderer" mittig zum grünen Schutzzaun im Wald aus. So stellen wir sicher, dass eventuelle "Fehlverschiebungen" am nächsten Morgen in den Eimern gefunden werden. Leider blieb heute Abend der Regen aus - und so wie ich höre, hat es eben begonnen zu regnen (23:53 Uhr). Zu spät, grüne Freunde... Ich hoffe, ihr kommt sicher über die Strasse. Morgen sind wir wieder auf dem Platz - hoffentlich wieder mit vielen Rettern und mehr Regen. 

 

Sonntag, 29. März 2015, 23:40 Uhr 

Nicht ganz unerwartet begleiteten uns am Abend heftige Niederschläge und Winde. Es war wie auf einem Fischerboot in stürmischer See. Nach wenigen Minuten nass bis auf die Unterhose, aber es hat sich gelohnt! Sensationelle 109 Tiere vor dem sicheren Strassentod bewahrt - und trotz miesesten Sichtverhältnissen verloren wir nicht ein einziges Tier. Mit der Sommerzeit ziehen sich die Einsätze auch tiefer in die Nacht, bis fast 23:00 Uhr waren wir "an der Front". Ein Riesenkompliment an die vielen treuen Helfer (HeidiHo, Anita, Michelle, Tim, Rene, Jacqueline, Jean-Pierre, Anne-Lise, Brigitte, Janice, Luki, Syl), die der Witterung trotzten und so viele Amphibien in den Tech resp. den Wald beförderten. Es gäbe noch einige lustige Anekdoten, aber dies ein andermal. Wir rechnen auch Morgen mit verstärkter Fröschli-Aktivität!

 

Samstag, 28. März 2015, 00.30 Uhr 

Anfängliche Zweifel wurden rasch beseitigt, als bereits um 1915 Uhr das erste Pärchen sicher in den Teich überführt werden konnte. Merci Sylvia! Auch Michelle und Tim legten einen tollen Lauf hin heute Abend, habt ihr super gemacht! Generell sind wir zu einem tollen Retter-Team zusammengewachsen, danke für eure Treue und unermüdliche Hilfsbereitschaft!

Zusammen mit HeidiHo, Anita, Susanne, Steffu, Nik, Kim, Rene, Jacqueline und den bereits erwähnten Retter beförderten wir am Abend erneut sagenhafte 36 Tiere an ihre jeweiligen Zieldestinationen. Das ist das zweitbeste Resultat dieses Jahres! Sehr erfreulich ist zudem, dass immer noch Tiere zum Teich pilgern, aber auch herausfordernd, denn immer mehr Tiere verlassen den Tümpel und begeben sich auf die gefährliche Rückreise in den Wald. Zwei Erdkrötchen gingen uns leider durch die Lappen und wurden promt überfahren. Tut uns leid, RIP! Trotzdem möchte ich mit einem positiven Teich-Erlebnis enden, welches mir Michelle und Anita erzählten: Die beiden setzten am Teich ein etwas unsicheres Weibchen aus. Erst mal die Jungs checken, Schminke kontrollieren, Wassertemperatur prüfen, Schwimmhäute lackieren - nix da, sie hat die Rechnung ohne den im Schilf versteckten Billy gemacht. Wie von Amors Pfeil getroffen stürzte sich der EHB-Teich-Casanova auf das Mädel - und ehe sie begriff, wie ihr geschah, soffen die beiden ab... Tja, nun war auch noch ihre Frisur im Eimer - so wie sie kurz davor.

Geschichten die das Leben schrieb. So, Morgen ist viel Regen angesagt, ich rechne mit regem Treiben. Wer also eine gute Tat einem schlechten Tatort vorzieht - ihr seid herzlich willkommen. 

 

Freitag, 27. März 2015, 23:35 Uhr 

Anlässlich eines Naturpraktikums leerte die Schulklasse von Marc Lüthi (Sek. Zollikofen) bereits um 06:15 Uhr die Eimer entlang des Schutzzaunes - die stolze Bilanz:

6 Männchen / 4 Weibchen

1 Molch

1 Spitzmaus

Herzlichen Dank Marc für die tolle Aktion, und selbstverständlich auch ein grosses Merci an die Schulklasse - Riesenrespekt! Um diese Zeit bin ich selten bis nie wach ;-).

Nicht so viel Glück hatten wir heute Abend - nur 7 Weibchen (Erdkrötchen) und ein Froschmännchen, welches sich schon fast verzweifelt an ein Krötenweibchen klammerte, führten wir zurück in den Wald. 

Trotz hoher Aufmerksamkeit aller Retter konnten wir den Verkehrstod eines Tieres nicht verhindern, ziemlich verschissen, wo wir doch so sensibilisiert sind. Fazit des heutigen Tages: 

Die Rückwanderung ist bereits in vollem Gange, wir müssen also unbedingt die Südseite im Auge behalten.

 

Donnerstag, 26. März 2015, 22:20 Uhr 

Ein vielversprechender Start am Morgen: 9 Männchen und 10 Weibchen (Krötchen) erwarteten Brigitte und Roya. Super!! Entsprechend motiviert zogen wir (Brigitte, Roya, Rene, Anita, Anne-Lise, Sylvia, Karin, Timo, Enea, Jean-Pierre) ab 18:45 Uhr unsere modischen Leuchtwesten über. Warteten, warteten und warteten... nanü, keine Gäste heute? Nicht einmal der einsetzende Regen verführte unsere kleinen grünen und braunen Freunde zu spontaner Aktivität. Etwas später, sozusagen als letzte Aktion, kontrollierte ich sicherheitshalber den Hang beim neuen Gebäude. Und siehe da, vor mir sass das erste Weibchen (Erdkrötchen) auf der Rückreise in den Wald. Hält man das Tier in der Hand merkt man sofort, dass sie wesentlich weicher anzufassen sind, nicht mehr so prall und rund wie bei der Ankunft. Im Gegensatz zu den Jungs verlassen die Weibchen nach Erledigung ihrer Fortpflanzungsarbeit den Teich relativ rasch wieder. Kein Wunder, so wie sich die Kerle teilweise benahmen. Über die Gründe, warum die Männchen länger im Gewässer bleiben, existieren diverse Theorien. Ich bleibe bei meiner: Ziemlich sicher, versteckt im Schilf, nicht einsehbar für uns Menschen, hat Jimmy (wir erinnern uns, der erste am Teich) eine schlüpfrige Bar für erschöpfte und ausgepumpte Kröten- und Fröschlijungs eingerichtet. Warum also nicht noch etwas relaxen, ein Bierchen trinken mit Kumpels und mit heldenhaften Befruchtungen prahlen. Sozusagen ein vorgezogener Vaterschaftsurlaub. Im Wald angekommen kann Mann ja immer noch behaupten "Ja, ja, ich weiss, bin etwas spät, aber ich habe nur zu den Kindern geschaut". Zugegeben, eine ziemlich dünne Theorie, aber so oder ähnlich könnte es sein ;-).

Nun wieder ernsthaft. Die Rückreise hat also begonnen, was heisst, dass wir nun auf beiden Seiten aufpassen müssen. Für Kinder ist das Retten von zurückreisenden Tieren wesentlich sicherer, da der Einsatz nicht direkt an der Strasse stattfindet. Ich schlage vor, dass wir per sofort pro Strassenseite Teams bilden mit jeweils einem/einer Leader/-in. Die nächsten Tage werden feucht, aber auch kälter, trotzdem freue ich mich über jede/n Helfer/-in. Bin wieder weit übers Ziel geschossen mit meinen Ausführungen, danke allen, die bis hier gelesen haben ;-).

 

Mittwoch, 25. März 2015, 23:59 Uhr 

Vier Krötenmännchen und sieben -Weibchen erwarteten uns heute Morgen in den Eimern. Am Abend retteten wir (HeidiHo, Brigitte, Susi, Elvira, Anita, Nils, Rene, Jacqueline, Michelle, Tim, Janice, Luki, 3 Freunde) zusätzlich 19 Krötenmännchen und 17 -Weibchen. Eigentlich eine "Super-Bilanz", wären nicht noch zwei Tiere im Strassenverkehr umgekommen. Noch deutlich höher wären die Verluste gewesen, hätten Susi und Nils auf dem Weg nach Hause nicht noch zusätzlich ein paar Wanderer auf der Strasse aufgelesen und gerettet. Danke euch beiden vielmals! Auch Donnerstag und Freitag sind Niederschläge prognostiziert, wer also helfen möchte, ist ganz herzlich eingeladen!

 

Dienstag, 24. März 2015, 22.45 Uhr

 

Ein sehr spezieller Tag geht zu Ende. Auf dem Weg nach Hause blätterte ich gedankenverloren im "Blick am Abend". Sehr erschütternd der tragische Flugunfall, dass sich Babys vor Zigaretten ekeln kommt nicht überraschend, ganz toll, mit den SBB verliebt in den Frühling fahren, und dann die Seite 10. Ich sehe das Bild unten links und denke: "Witzig, wir haben auf unserer Fröschli-Homepage ein ähnliches Bild - ups, das IST unser Bild!" Jenna mit ihrem hübschen Molch. Der daneben stehende Text kommt mir teilweise bekannt vor, und da kommt es: Mein Spitzname "Kermit" fällt. Danke auch, freue mich auf die Kollegen im Büro morgen ;-). Bis jetzt wissen wir nicht, wer diesen Bericht verfasst und publiziert hat, aber die Idee an sich ist auf jeden Fall grossartig, herzlichen dank dem momentan noch anonymen Verfasser! (Bericht und Bild siehe "Impressionen"). Wir verzeihen gerne, dass auf dem Bild ein Molch und kein Frosch zu sehen ist ;-)).

Der Abend verlief unerwartet erfolgreich, zusammen mit HeidiHo, Brigitte, Susi, Elvira, Anita, Anita, Susanne, Rene, Sylvia und Jean-Pierre erneut sagenhafte 36 Tiere gerettet! Auf dem Weg nach Hause freute ich mich, dass uns an diesem Abend kein einziges verloren ging - genau bis auf Höhe der Postautostation. Da stand resp. lag ein Krötenmännchen auf der Strasse, normale Haltung, Vollbremsung mit Fahrrad und Absprung, Krötchen aufheben und beklemmend feststellen, dass das Herz nicht mehr schlägt... Verdammte Scheisse, ein paar Sekunden zu spät angekommen, das Fahrzeug vor mir hat das Tier nicht mit den Reifen überfahren, aber der Druck beim überfahren der Tiere lässt ihre Lunge platzen... und genau das ist leider passiert. Tut mir leid. 

Wir hoffen, der Regen von Mittwoch kann noch einmal zusätzliche Tiere mobilisieren. Das wäre riesig! 

 

Montag, 23. März 2015, 22:45 Uhr 

Zwei Molche gerettet in den frühen Morgenstunden, am Abend setzten wir (HeidiHo, Roya, Reto, Tim, Michelle, Anita, Jacqueline, Ursula, Susi und Rene und ich) zusätzlich 19 Tiere unverletzt, voller Laich und Tatendrang, am Teich der amphibischen Sünde aus ;-). Der Empfang der neuen Mädels fiel nicht so euphorisch quakend aus wie sie es verdient hätten - die Jungs hatten entweder kalt oder sind bereits erschöpft - was mich wirklich etwas nachdenklich stimmte. Einmal im Jahr etwas arbeit und dann einen auf "och, bloss nicht überanstrengen, das Jahr ist ja noch lang" machen. Nein, falsch, dieses Glück lächelt euch nur einmal im Jahr an. Also ran an den Speck ;-). Vermutlich wird der Dienstag ähnlich ausfallen, am Mittwoch erwartet uns Regen. Ich hoffe, dass wir noch viele Wanderer unversehrt am Teich aussetzten zu können. 

 

Sonntag, 22. März 2015, 21:05 Uhr

Am Morgen hausten neben 7 Weibchen und 9 Männchen (Krötchen), einem Molch-Jungen noch eine schlafende Spitzmaus in den Eimern. Brigitte und Roya befreiten die Tierchen und setzten sie an den jeweiligen Bestimmungsorten aus ;-). Die Fortsetzung des gestrigen Ansturms blieb am Abend leider aus, was wohl auf die tiefen Temperaturen zurückzuführen ist. Daher entschieden wir (Eveline, Susi, Nils, Kris, Yannick, Rene, Kim, Nik, HeidiHo, Brigitte, Roya, Anita, Tim, Michelle, Jacqueline, Susanna, Steffu, Lenny, Marina und Ivan) bereits um 20:30 Uhr, die Zelte abzubrechen. Die Rettungsbilanz kann sich trotzdem zeigen lassen: 24 Tiere gerettet, kein Opfer! Sehr gut gemacht, Danke. Morgen soll es wieder wärmer werden, schauen wir mal, ob noch Gäste aus dem Wald kommen. 

 

 

Sonntag, 22. März 2015, 01:12 Uhr

Wow, wow und nochmals wow! Der heutige Abend war definitiv mehr als sensationell! Eure Solidarität und Hilfsbereitschaft hat meine anfängliche Angst vor diesem unberechenbaren "D-Day-Abend" wie eine Seifenblase platzen lassen. Bitte entschuldigt, kann ich nicht alle namentlich aufführen, zur Spitzenzeit zählte ich über 34 Helfer/-innen!!! Absoluter Wahnsinn, vielen, vielen herzlichen Dank euch allen!

Und ich kann euch freudig mitteilen, dass sich euer Einsatz mehr als gelohnt hat: gemeinsam knackten wir den Tagesrekord aus dem Jahr 2013, an welchem wir 295 Tiere retteten. Heute gelang es uns, unglaubliche 324 Tiere sicher zum Teich zu bringen, und das mit "nur" einem Opfer. Schlimm für das eine Tier, klar, aber ich möchte nicht daran denken, wie viele Verkehrsopfer ohne unseren Einsatz zu beklagen wären. Daher können wir von einer sensationellen Bilanz sprechen.

Genau solche Nächte sind der Grund, warum ich so viel Leidenschaft und Herzblut in diese Aktion stecke, gemeinsam vollbringen wir Taten, die die Überlebenschancen dieser wunderbaren Tiere ein bisschen erhöhen können. Noch ist die Saison jung, aber heute haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Nun ist die Feuchtigkeit da, es wird in den nächsten Nächten weitergehen, wir freuen uns weiter über jede/n Helfer/-in. 

 

Samstag, 21. März 2015, 14:30 Uhr

Es ist endlich soweit, heute Morgen hat Brigitte bereits 35 Tiere aus den Eimern befreit und zum Teich gebracht!! Super, Danke und auch noch Happy Birthday!

Der lang herbeigewünschte Regen fällt, Schluss mit Gemütlichkeit ;-), bereiten wir uns auf den Ansturm vor. 

 

Freitag, 20. März 2015, 23:05 Uhr

Sonderbar ist es ja immer wieder. Ob die Sonnenfinsternis für unnötige amphibische Verwirrung gesorgt hat? Wer weiss das schon, auf jeden Fall stand der Aufwand auch heute in keinem Verhältnis zum Ertrag, aber darum geht es in unserer Aktion zum Glück nicht. Wir (Michelle, Paula, Rene, Susi, Nils, Heidi-Ho, Sylvia, Roya, Brigitte, Anne-Lise, Sandro, Lenny) beförderten sagenhafte 16 Tiere zum Teich. Gut, das ist nicht der Riesenknüller, aber immerhin das zweitbeste Tagesresultat dieser Saison. Was aber an dieser Stelle mit geschwollener Brust verkündet werden kann: KEIN einziges Tier wurde zum Opfer des Strassenverkehrs! Es ist nach wie vor sehr trocken, was sich ja Morgen, so Gott und die Prognosen recht haben, ändern wird. Also, ich zähle auf eure Hilfe, denn wenn, wird es ernsthaft zur Sache gehen...

 

Donnerstag, 19. März 2015, 21:15 Uhr

Ein erfolgreicher Abend geht bereits früh zu Ende, etwas unerwartet, aber wieder gelang es uns (Susanne, Jacqueline, Kris, Lenny, Anita, Brigitte, Heidi-Ho, Sylvia, Roya - merci viu mau für's cho!) 14 Tiere sicher über die Strasse zu bringen. Ein Krötchen verlor leider sein Leben beim Überqueren der Strasse, Shit! Aber das lässt sich leider nicht zu 100% vermeiden. Wir machen weiter und passen noch mehr auf...  

 

Mittwoch, 18. März 2015, 22:56 Uhr

Zusammen mit Heidi, Elvira, Anita, Jacqueline, Michelle, Roya, Marina, Evelin, Nina, Jana, Susi, Nils, Tim, Justin retteten wir heute Abend 23 Tiere, am Morgen befanden sich ein Kröten- und ein Molch-männchen in den Eimern entlang des Schutzzaunes. Tolle Bilanz, danke euch allen!

Leider verlor auch das erste Tier dieser Saison sein Leben auf der Strasse. Das ist ziemlich Scheisse, da es genau dort passierte, wo wir dachten, keine Zäune aufstellen zu müssen. Tja, falsch gedacht - und postwendend die Quittung erhalten. Ich versuche, zusätzliche Zäune zu organisieren und diese gleich am Samstag aufzustellen. Die Wetterprognosen deuten immer noch darauf hin, dass nächsten Samstag und Sonntag mit dem "amphibischen D-Day" zu rechnen ist. Diverse Zusagen habe ich glücklicherweise bereits erhalten, herzlichen Dank an dieser Stelle für eure Hilfsbereitschaft! Aber mit jeder/jedem zusätzlichen Retter/-in an diesen Abenden erhöhen wir die Überlebensquote dieser faszinierenden und ernsthaft bedrohten Tierarten! 

Als wir heute Abend unsere Aktion beendeten und die letzten Tiere im Teich aussetzten, entdeckte Roya den ersten Froschlaich. Super! Um diesen bestmöglich zu schützen, spannten wir ein Netz über den wertvollen "Fröschli-Nachwuchs". Ob hilfreich oder nicht werden wir erst in ein paar Wochen erfahren. Bilder dazu findet ihr im Register "Impressionen". 

 

Dienstag, 17. März 2015, 22:35 Uhr

Endlich wurde es wärmer, der erhoffte Effekt blieb nicht aus. Unsere Amphibien werden nun deutlich aktiver, 6 Krötenmännchen, 3 Krötenweibchen und zwei quirlige Frösche beförderten wir unversehrt zum Teich. Trotz teilweise kritischen Situationen verlor kein einziges Tier sein Leben. Ziel erreicht!

Heute Abend bleiben die Eimer entlang des Schutzzaunes erstmals geöffnet. Brigitte wird am Mittwoch-morgen kontrollieren, ob Tiere darin enthalten sind, diese gegebenenfalls zählen und am Teich aussetzen. Merci Brigitte! Danke auch an die treuen Retter von heute Abend: Heidi, Anita1, Anita2, Tim, Elvira, Rene und Brigitte. 

Gemäss Wetterprognosen soll es am Samstag das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder regnen, wir wissen alle aus vergangenen Jahren, was das bedeutet! Demzufolge sollten an diesem Abend so viele Retter/-innen wie möglich anwesend sein, denn zwei oder drei Personen werden nicht in der Lage sein, alle Tiere sicher über die Strasse zu bringen! 

Wer immer es sich einrichten kann, bitte helft uns, am Samstag, dem 21. März 2015 ab ca. 18:30 Uhr so viele Tiere wie möglich sicher über die Kirchlindachstrasse zu bringen. Um den kritischen Abend planen zu können bitte ich um euer rasches Feedback per E-Mail (haldimannpat@gmx.ch) oder Mobile (079 822 14 55) bis Donnerstag. 

 

Montag, 16. März 2015, 22:10 Uhr

Endlich stiegen die Temperaturen. Zusammen mit Heidi, Elvira, Susi, Anita, Jacqueline, Michelle, Rene gelang es uns heute, 5 Kröten-Männchen sicher zum Teich zu bringen. Kein einziges Tier verlor sein Leben auf der Strasse. Genau das ist der Grund, warum wir jeden Abend "auf der Strasse" verbringen. Tut sich nix, ist das ärgerlich, aber wesentlich schlimmer wäre, am nächsten Morgen zahlreiche tote Tiere entlang der Strasse zu sehen im Wissen, dass wir diesen sinnlosen Tod hätten verhindern können.

Darum ein riesiges Merci an die treuen Seelen, die mir trotz geringer Wahrscheinlichkeit amphibischer Wanderlust jeden Abend tatkräftig zur Seite stehen!!!

In den nächsten Tagen rechnet man mit noch höheren Temperaturen, ist also durchaus möglich, dass es nun anzieht. Trotzdem liessen wir die Eimer heute Nacht noch geschlossen - es ist also keine Leerung notwendig Morgen. 

 

Sonntag, 15. März 2015, 20:59 Uhr

Die Bedingungen haben sich noch nicht wirklich verbessert. Immer noch keine Fröschli unterwegs. Dafür blieb genügend Zeit, Nadine, Janice und Lukas unser Einsatzgebiet zu zeigen und von unseren Erlebnissen der letzten Jahre zu erzählen. Danke für euer Interesse und die Bereitschaft, uns zu unterstützen, sobald es losgeht. Freut mich sehr, euch heute kennengelernt zu haben! Etwas später stiessen Heidi, Rene und Nik zu uns. Wir merkten bald, heute wird das nix mehr und brachen ab. 

Gemäss MeteoSchweiz steigen im Verlauf der nächsten Tage die Temperaturen, das ist gut, aber Niederschläge sind noch keine in Sicht.   

 

Samstag, 14. März 2015, 22:20 Uhr

Auch heute Abend kontrollierten wir, d.h. Roya, ihre Freundin Tabea, das erste und hoffentlich nicht letzte Mal an der Fröschli-Front, Heidi-Ho und Brigitte (zurück aus den Skiferien, Super-Woche erwischt, Welcome back!) unser Zugsgebiet. Die Bise gaukelte nicht nur uns tiefe Temperaturen vor, auch die Freunde aus dem Wald empfanden dies so. Daraus resultierend zogen wir gegen 20:00 Uhr erneut unverrichteter Dinge davon. Nicht so schlimm, da es uns erlaubt, das wichtige Spiel des SCB's zu verfolgen ;-).

 

Freitag, 13. März 2015, 23.30 Uhr

Danke Michelle, Jacqueline und Anita, habt ihr mir heute Abend Gesellschaft geleistet. Leider auch heute keine Tiere auf der Durchreise. Trotzdem verbrachten wir einen unterhaltsamen Abend ;-).

Die Eimer bleiben auch heute Nacht geschlossen. Weiteres Warten angesagt. 

 

Donnerstag, 12. März 2015, 22:18 Uhr

Schon tagsüber zeichnete sich eigentlich der Verlauf des heutigen Abends ab. Wie sagt der Frosch: "Bei Bise, Kälte und trocken, bleibe ich lieber hocken, am liebsten in wollenen Socken". Diese amphibische Weisheit hielt jedoch weder Jacqueline, Roya noch mich davon ab, trotzdem einen Moment die Hänge entlang des Waldrandes in warmes LED-Licht zu hüllen - hoffend - doch eine kriechende Bewegung auszumachen. Leider vergebens, nicht umsonst spricht man wohl von "Weisheiten". 

Eine Stunde später gaben wir auf, tja, so viele Faktoren müssen zusammenpassen. Ich bin jedoch sehr zuversichtlich, denn dieses Jahr haben wir den Start definitiv nicht verpasst! Sobald die Temperaturen und die Feuchtigkeit steigen, wird es richtig losgehen - bis dahin beobachten wir, Abend für Abend.  

 

Mittwoch, 11. März 2015, 23.40 Uhr

Oje, oje, oje, tut mir leid - Das war ja wieder eine tolle Fröschli-Prognose! Schlimm genug, dass viele Helfer/-innen von Zollikofen vergebens an die Kirchlindachstrasse pilgerten, aber für die extra von Bolligen angereisten Neulinge Eveline, Mariana und Jana tut es mir doppelt leid. Aber auch Heidi-Ho, Anita, Jacqueline, Michelle, Susi, Tim und Nils hätten wohl lieber einen Abend in der warmen Stube verbracht. Aber die Natur folgt ihren eigenen Regeln, die ich offensichtlich noch immer nicht richtig interpretieren kann. Hätte Kim, die Tochter von Stefan, am Nachmittag kein Krötenweibchen entlang des Zauns entdeckt und sicher zum Teich gebracht, müssten wir eine miese 0 ausweisen. Was die Leerung der Eimer heute Morgen brachte weiss ich leider noch nicht. Das Feedback von Jean-Pierre steht noch aus. Was soll ich sagen? Gemäss Wetterprognosen erwarten wir in den nächsten Tagen Temperaturen zwischen 4 - 6 Grad, relativ hohe Luftfeuchtigkeit, aber keine Niederschläge. Ich werde selbstverständlich jeden Abend auf der Strasse sein, wage aber nicht mehr, eine Voraussage abzugeben. 

Die nächsten Niederschläge, soviel ist 100% sicher, werden die Tiere mobilisieren. Leider kann ich noch keine Tendenz erkennen, wann das der Fall sein wird. Ihr hört am Donnerstag das nächste Mal von mir. Herzlichen Dank an die treuen Seelen von heute Abend! Gute Nacht und bis bald

Kermit

 

Dienstag, 10. März 2015, 23:59 Uhr

Heute Morgen stellte uns die Gemeinde Zollikofen den neuen Amphibien-Schutzzaun oberhalb der Kirchlindachstrasse auf, ein riesiges Dankeschön für diesen top ausgeführten Job!! Das erleichtert uns das Retten der bedrohten Tiere erheblich. Heute Abend haben wir die versenkten Eimer entlang des Zauns das erste Mal geöffnet, nachdem wir diese mit etwas Erde und Laub füllten. Jean-Pierre Rosat hat die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, die Eimer am Mittwoch morgen zu kontrollieren, die ggf. darin enthaltenen Tiere zu zählen und sicher in den Teich zu befördern. Damit tagsüber keine weiteren Tiere in die Eimer plumpsen und dort kläglich verenden bis am Abend, wird er die Deckel wieder anbringen. Merci viu mau Jean-Pierre, einerseits für die Unterstützung beim Aufstellen des Schutzzaunes, anderseits für die Übernahme der Morgen-Leerung.

 

Wahnsinn fand ich auch die Hilfsbereitschaft von euch. Mit einer Rettungsmannschaft von 16 Personen hätte ich nicht gerechnet! Schade, blieb der erhoffte Fröschli-Krötli-Molch-Ansturm und der vorausgesagte Regen aus. Nichts würde ich mir mehr wünschen, als über eine so "schlagkräftige" Mann- und Frauschaft während des "Big-Runs" zu verfügen. Aber immerhin schafften Roya, Jenna, Heidi-Ho, Justin, Kris, Nils, Anita (mit der top Wunder-Lampe, Respekt <und Neid> von meiner Seite und einem Dank an den Herrn Gemahl, der ein so großartiges Geschenk machte - wow, die Taschenlampe ist unglaublich, super Leuchtkraft, super Skalierung, super Zoom), Michelle, Tim, Anita, Rene, Susi, Stefan, Nik, Elvira und Sylvia, 11 Amphibien sicher zum Teich zu bringen.

 

Statistik: 10 Krötenmännchen und 2 Krötenweibchen

 

Unter Berücksichtigung der Fang-Zahlen der letzten Tage möchte ich nicht mit dem Weibchen im Teich tauschen. Aber immerhin tut sich nun endlich was in unserem Tümpel.

 

Morgen Mittwoch sind erneut sehr warme Temperaturen vorausgesagt, sollte der lang erhoffte Regen ebenfalls fallen, werden wir nicht mehr gemütlich der Strasse entlang schlendern können. Da wird jede Sekunde zählen, blitzschnelle Reaktionen erwartet und höchste Konzentration gefordert ;-). So, wie ich euch in der Zwischenzeit kennen lernen durfte, wartet ihr auf genau so einen Abend. Ich verspreche euch, er wird kommen - aber erfahrungsgemäss sind genau an diesem Abend die Wetterbedingungen miserabel... Nasse Unterhosen sind dabei jeweils das geringste Übel. Aber wer das einmal erlebt hat, wenn hunderte von Tieren über die Strasse wollen, zur gleichen Zeit, wird das nie mehr vergessen. Ich wünsche euch und mir, dabei sein zu können! Ein grosses Dankeschön an alle Helfer/-innen von heute Abend!

 

Montag, 9. März 2015, 22:00 Uhr

Heute gelang es uns, Michelle, Tim, Heidi-Ho, Rene, Jacqueline, Anita, Roya und Kris, weitere 6 Frühwanderer sicher im Teich auszusetzen. Sollten sich die Prognosen für die kommenden zwei Nächte bewahrheiten, rechnen wir mit verstärkter Aktivität. Wer freuen uns über jeden zusätzlichen Helfer, denn noch steht der Schutzzaun im Wald nicht und die Tiere können ungehindert Richtung Strasse marschieren. Das ist für uns sehr anspruchsvoll, da die gesamte Zone überwacht werden muss.

Ich freue mich auf weitere, spannende Momente mit euch und den grünen Waldbewohnern. 

 

Sonntag, 8. März 2015, (Mo, 01:05 Uhr)

Nachdem sich der Frühling heute erneut von seiner besten Seite zeigte, erwarteten wir eigentlich gebührende Aktivität seitens "unserer" Amphibien. Zum Glück waren auch Anita, Michelle, Tim, Kris, Nils und Jean-Pierre dieser Meinung! Cool, nicht mehr alleine die Hänge abzuleuchten und nun spannende Gesprächspartner/-innen zu haben. Anfangs deutete alles auf einen Abend wie gehabt hin - kein Tier auf der Reise zum Teich. Aber da entdeckten Tim und ich, entlang der Beton-Galerie, im untersten Stockwerk, Abteilung Wohnungen mit kleinem Balkon, Mittelklasse-Standard, den Krötenjungen "Jimmy". Ja, ja, genau dieser "Jimmy", der schon letzes Jahr als Späher zum Einsatz kam. Nur diesmal haben wir Dich erwischt, sicher zum Teich gebracht und daran gehindert, deinen Kumpels unsere Anwesenheit zu verraten und so eine heimliche Wanderung zu initialisieren. Dieses Jahr sind wir rechtzeitig bereit, und wir werden alles daran setzten, dass eure Wanderung möglichst ohne Verkehrsopfer über die Bühne geht - das in der Hoffnung, eure Population für möglichst viele, weitere Generationen zu sichern.

Sei uns bitte nicht böse, wenn sich Artgenossen im Teich über unzumutbare Zustände beschweren, welche sie bei der sicheren Strassenüberquerung in mit Laub gefüllten Eimern erfuhren (zum Beispiel: fehlende Privatsphäre, kein Wi-Fi, keine Snacks und Getränke, keine PlayStation, etc.).

Aber ich versichere Dir, spätestens nach der geplanten und durchgeführten Überbauung eures Wandergebietes wirst Du dir die Ursprünglichkeit deines naturbelassenen Gebietes zurückwünschen.

 Ihr seht, die Amphibienwanderung hat begonnen, zwar noch zaghaft, aber das wird sich bald ändern. Ab heute muss jeden Abend damit gerechnet werden, wer also Zeit und Lust hat, wir freuen uns über jede/n Helfer/in (ob das die betroffenen Tiere auch tun kann ich nicht beurteilen, aber da "Jimmy" nicht rückmelden konnte, werden sie es wohl ;-)). Ich hoffe auf jeden Fall auf eure Hilfe!

 

 

Freitag, 6. März 2015, 20:45

Ein wunderschöner Frühlingstag geht zu Ende. An einem windgeschützten Plätzchen hätte man heute bereits die Kraft und Wärme der Sonne fühlen können - ich hoffe, euch bot sich diese Gelegenheit!

 

Bei einsetzender Dämmerung radelte ich fröschli-erwartungsvoll der Kirchlindachstrasse entlang, vielleicht geht es ja heute los? Eine halbe Stunde verging - eine Stunde verging - und keine einzige amphibische Bewegung war auszumachen. Zudem wurde es von Minute zu Minute kühler, und die für Amphibien wichtige Feuchtigkeit fehlte zusätzlich - wird wohl nix, Idefix. Gegen 20:00 Uhr entschied ich, meinen Einsatz unverrichteter Dinge abzubrechen. Warten wir weiter ab... 

 

Freitag, 6. März 2015, 00:50

Heute feierte meine Mutter ihren Geburtstag! Happy Birthday auch an dieser Stelle.

Zum Glück schrieb Kris, seiner Krankheit entflohen, dass er einen Kontrollgang mit seinem Bruder Nils vornehmen werde. Grenzenlose Erleichterung! Klar, es ist wieder kalt, aber trotzdem?!

Aber noch immer lassen die grün/grauen Freunde auf sich warten - keine Bewegungen konnten erkannt werden... wir sind immer noch im Plan... aber bereit, bereit für die bevorstehende Wanderung.

 

Mittwoch, 4. März 2015, 00:04

Unsere Statistik ist jetzt offiziell, online und mit nachfolgendem Link aufrufbar: 

http://lepus.unine.ch/zsdb/index.php?canton=BE&site=860

  

Dienstag, 3. März 2015, 23:20 Uhr

Ich begrüsse euch!

heute verbrachte ich den ersten Abend auf der Strasse, dies aufgrund des Hinweises von Marianne Schütz, dass in ihrem Teich bereits wieder liebestolle Frösche rumlümmeln. Es dämmerte bereis ein, als ich über alle gefährlichen Gulli-Deckel ein Schutznetz gestülpt hatte. Gespannt leuchtete ich die Hänge ab und lauschte auf verdächtiges, hüpfendes Rascheln. Gedankenverloren pfiff ich dazu den 50er Ohrwurm:

 Lonely, i'm Mr. Lonely,

 I have nobody, for my own

 I walk alone,

 along the Kirchlindachroad...

Leider entdeckte ich keinen unserer grün/grauen Freunde, weder im Wald noch am Strassenrand. Am Teich war ebenfalls noch kein fröhliches, quakendes Treiben auszumachen, wie wir es ja bestens kennen und lieben. Aber wenigstens ist das Eis auf dem Tümpel endlich geschmolzen. Die Bühne wäre also frei. Als die Temperatur gegen 20:00 Uhr unangenehm fiel und sich die prognostizierte Tief-Front windstark ankündigte, sah auch ich ein, dass ich nicht an diesem Abend mein erstes Tier retten würde.

Sollten die Prognosen ausnahmsweise stimmen, wird das wohl auch bis Sonntag so bleiben.

Ich danke Lenny, Nils und Sandro für den aktiven Standby-Modus, tut mir leid, konnte ich die Ampel nicht auf grün (grün = Frosch) stellen. Ich bin so frei und halte euch weiterhin auf dem Laufenden, ganz riesig und erquickend wäre natürlich, wenn schon bald der wichtige Hauptschutzzaun und die Fröschli-Verkehrsschilder die Kirchlindachstrasse schmücken würden ;-). 

Montag, 2. März 2015

Halli, Hallo zusammen!

Zuerst bedanke ich mich für die zahlreichen Feedbacks, haben mich sehr gefreut und motiviert, euch laufend über die aktuelle Situation vor Ort zu informieren. Viele Fragen sollte nachfolgender Text beantworten:

Am Sonntag haben Kris Hebeisen und ich die zusätzlichen Schutzzäune entlang des EHB-Parkplatzes aufgestellt. Den Standort wählten wir analog letztes Jahr - den Entschluss fällten wir anhand der tragischen Verluste im Jahr 2013 an dieser Stelle. Jean-Pierre Rosat, auch ein treuer Weggefährte und edler Ritter im Kampf für den Amphibienschutz, wird sich raschmöglichst mit der Gemeinde Zollikofen kurzschliessen, damit der "ordentliche" Zaun im Wald und die Verkehrsschilder an der Kirchlindachstrasse möglichst bald aufgestellt resp. montiert werden. Ein Hinweis an die Bevölkerung im Gemeindeblatt Zollikofen wäre natürlich super, den Text dazu habe ich ja bereits in meiner ersten E-Mail zur Verfügung gestellt. Hier zähle ich auf die Initiative der Gemeinde ;-). 

Selbstverständlich liessen wir es uns am Sonntag nicht nehmen, "unseren" Teich zu begutachten. Das der hintere (Süden) Teil des Teches noch eine Eisschicht aufwies, hat uns etwas irritiert - war doch warm die letzten Tage? Wie auch immer, Bewegungen amphiebischer Art waren nicht auszumachen, wir sind also dieses Jahr nicht zu spät - sehr gut!

Ab heute werde ich täglich einen Kontrollgang vornehmen, sicher ist sicher, auch wenn die Nachttemperaturen teilweise noch unter Null sind. Die Doodle-Umfrage habe ich terminlich bereits angepasst, noch brauche ich keine Hilfe. Geht früh zu Bett, schlaft vor, denn schon bald blühen uns wieder sehr lange Nächte ;-))!

Im Moment informiere ich noch über E-Mail und Homepage - wir können im Verlauf der Rettungsaktion zusammen festlegen, wie die Informationen in Zukunft fliessen sollen. Da richte ich mich nach euren Bedürfnissen. 

Ich freue mich sehr auf euch, bis bald

Pädu Kermit

 

Samstag, 28. Februar 2015

In der Zwischenzeit habe ich diverse Abklärungen und Organisationen vorgenommen.

Wir möchten auch dieses Jahr mehr oder weniger organisiert vorgehen. Bitte tragt in nachfolgender Doodle-Terminübersicht ein, an welchen Tagen ihr uns unterstützen könntet: 

http://doodle.com/yf6pdiw7ehy6czmb

Weiter habe ich veranlasst, dass unsere Zollikofen-Fröschli-Retteraktion auch in der Statistik des Karch's berücksichtigt wird. 

 

KARCH: Aktivierung der Zugstelle Zollikofen Kirchlindachstrasse 

Bei der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz) registrierte ich unsere jährliche Rettungsaktion. Die Statistiken der letzen drei Jahre sind auf dem aktuellen Stand.

Bei Interesse ist lediglich folgende Feinselektion vorzunehmen:  "BE" und anschliessend "Zollikofen, Kirchlindachstrasse". Die Seite ruft ihr über folgenden Link auf: 

 

http://lepus.unine.ch/zsdb/index.php

 

Mittwoch, 25. Februar 2015

Folgende Meldung habe ich heute von der "Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz" erhalten: "Der Winter hat uns und die Amphibien noch fest im Griff, aber bereits in einigen Tagen könnten sich die Tiere auf den Weg zu ihren Laichgewässern begeben".

Grund genug, die Rettungsaktion 2015 zu initialisieren - die erste E-Mail wurde soeben verschickt! Bitte meldet euch, wenn ihr auch dazu beitragen möchtet, dass diese faszinierenden Tiere in Zollikofen überleben.

 

Freitag, 19. Dezember 2014

Ich wünsche euch eine wunderbare Weihnachtszeit und einen super Rutsch in das neue Jahr.

Mögen all eure Wünsche in Erfüllung gehen!

 

Freitag, 12. September 2014

Zum Glück liessen wir uns durch die miesen Wetterbedingungen nicht unser wohlverdientes Fröschli-Apéro versauen! Dank euren leckeren Mitbringsel, Bier und Wein durften wir einen tollen Abend an der Kirchlindachstrasse verbringen. Es het mega gfägt!

Hoffentlich sehen wir uns bald wieder, spätestens nächsten Frühling, wenn sich unsere grünen Freunde erneut auf den gefährlichen Weg Richtung Teich begeben ... ihr werdet rechtzeitig von uns hören...

 

Mittwoch, 10. September 2014

Die Site nimmt langsam Formen an, Inhalte sind grösstenteils bereit.

Bin gespannt, ob da mal wer vorbeischaut. Information an das Rettungsteam ist heute Abend erfolgt ;-)

 

Samstag, 7. September 2014

Test, Test, wie klappt denn das.......