Mittwoch, 2. Mai 2018
Tja, vermutlich das letzte Hallo aus der Fröschli-Ecke-Zollikofen in diesem Jahr!
Der spontane Einsatz von Anita, Jacqueline und Rene wurde leider nicht belohnt - trotz optimalen Bedingungen. Merci viu mau sit Dr ga luege - schade, hätte euch den einen oder anderen Nachwanderer gewünscht. 
Dieses Jahr endete die Rettungsaktion urplötzlich. Ein etwas fahles Gefühl bleibt zurück. Die 1'000ender Marke haben wir erneut knapp nicht erreicht - ist nicht so schlimm. Schaut man sich aber die Markierungen an, wo demnächst gebaggert und gebaut werden will, stimmt das schon etwas nachdenklich. Noch ist mir nicht ganz klar, wie wir die Rettung nächstes Jahr angehen wollen. 
Positiv denken - das ist leicht gesagt - aber der Besuch am neuen Teich lässt mich hoffen. Noch nie sah ich soviele Kaulquappen - und sollten die's schaffen, noch ohne Feinde stehen die Chancen gut, wird der Tümpel 2019 zur neuen Amphibien-Party-Meile!
Tragen wir sorge zu diesem neuen Gewässer und hoffen ganz fest, dass sich der Nachwuchs beim Erreichen der Geschlechtsreife an den tollen Weiher erinnert... Nach wie vor bin ich überzeugt, dass dies eine unglaublich wertvolle Investition für Zollikofen und Münchenbuchsee war...
So, und wie es sich für einen ehemaligen Buchhalter gehört beelende ich euch nun mit einigen statistischen Zahlen:
Gegenüber 2017 brachten wir mit 777 Tieren 64% mehr Tiere in Laichgewässer. Die Anzahl der Wald-Rückbeförderung reduzierte sich jedoch um 8% auf 216 Tiere. Zum Glück hat sich die Anzahl der Verkehrsopfer erneut reduziert - "nur" noch 12 Tiere verloren ihr Leben!!
Im neuen Teich haben wir 255 erwachsene Tiere ausgesetzt - welche unglaublich viel Nachwuchs zeugten ;-).
Die Summe der total geretteten Tiere beläuft sich final auf 993 Tiere. Das hinterlässt ein gutes Gefühl, so wie die vielen schönen Erlebnisse, die ich in den letzen Wochen, Monaten mit euch erleben durfte. Auch die zahlreichen E-Mails und Rückmeldungen freuten mich enorm. Zu verdanken ist dieser Erfolg aber primär den zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich Abend für Abend bei oft miesen Verhältnissen selbstlos engagiert haben, so viele Tiere wie möglich vor dem sicheren Tod zu bewahren. Selbst wichtige Playoff-Spiele und private Verpflichtungen wurden zu Gunsten der Fröschli-Rettung verpasst ;-). Und Schlafmangel in Extremis. Ich weiss nicht, wie ich euch dafür danken kann. Es ist schön zu wissen, dass es noch Menschen gibt, die ohne Gegenleistung bereit sind, so viel Zeit und Engagement aufzubringen - und noch viel schöner ist, dass genau diese Menschen zu meinem Freundeskreis geworden sind. Merci viu, viu mau!!!
Selbstverständlich sollten wir uns auch dieses Jahr bei einem ungezwungenen Apéro gegenseitig auf die Schulter klopfen ;-). Das haben wir uns doch irgenwie verdient. Dazu werde ich mich demnächst bei euch melden. 
Tja, das war's aus dem Fröschli-Studio 2018 in Zollikofen. Betreffend Neu-Tümpel im Wald halte ich euch auf dem Laufenden. Spätestens ab Februar 2019 werde ich euch wieder elektronisch zumüllen - bis dahin wünsche ich euch eine wunderbare Zeit.
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Dienstag, 24. April bis Montag, 30. April 2018
Zugegeben, den heutigen Abend ging ich ziemlich emotionslos an. Nach so langer Zeit hat sich alles wie von selber ergeben... so meine Vermutung. Aber nein, tatsächlich noch 7 Krötenjungs und einen Molch-Mösiö von der Strasse gerettet - einen Kröterich nur dank Mithilfe einer der Ohnmacht nahen Joggerin - merci - und oh Gott, so gefährlich sehen die Tierchen nun auch nicht aus ;-)!
Zuvor besuchte ich noch rasch unseren neuen Tümpel - Mann o Mann, toll was los im ziemlich gut erwärmten Teich - so viele Kaulquappen auf einmal sah ich noch selten... erst YB Schweizermeister und dann noch ein neues Gewässer voller amphibischem Nachwuchs - was kann schöner sein? Ein paar Bilder davon sind übrigens unter Impressionen abgelegt - zählen sozusagen unmöglich - aber bestimmt über 1'000 Krötchen und Frösche. Unglaublich! Was für ein Riesenerfolg - hoffentlich bleibt genügend Wasser im Tümpel - der Stand ist bedenklich tief.  
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Freitag, 20. bis Montag, 23. April 2018
Endlich Regen - Grund genug, die modische Leuchtweste nochmals zu montieren. Allzuviel erwarteten wir (Jacqueline, Rene und der Fröschli-Dösel) nicht - aber unverhofft kommt oft. Entlang der Strasse, der Mauer und der Treppe erwischten wir tatsächlich noch 5 Krötchen und zwei Molch-Mädels. Wer hätte das gedacht. Aber im Teich waren keine Rückwanderer mehr zu sehen - das Ende der Saison ist langsam aber sicher in Sichtweite. Schade, mit momentan 986 geretteten Amphibien gelingt es uns auch dieses Jahr nicht, die Tausendermarke zu knacken - dabei begann es so vielversprechend. Am Donnerstag soll es erneut nass werden, wird wohl der letzte Einsatz dieses Jahres.. Hoffen wir das Beste.   
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Donnerstag, 19. April 2018
Rene allein zu Hause an der Kirchlindachstrasse - der selbstlose Einsatz wurde auch umgehend belohnt - ein Krötchen wird dank ihm den Sommer unverletzt im Wald verbringen können. Jedes Chrötli zeut!
Merci mein Freund, ab Samstag bin ich auch wieder am Start - obschon die Hoffnungen auf aktive Rückwanderer von Tag zu Tag sinken. Umso erfreulicher zu hören, dass sich "unser" Neu-Teich-Nachwuchs prächtig entwickelt und jeden Zentimeter im Tümpel in Anspruch nimmt!!! 
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Dienstag, 17. April 2018
Trotz suboptimalen Fröschlibedingungen checkten Rene und ich kurz unser Wandergebiet. Tatsächlich fanden wir entlang der Mauer und beim EHB-Parkplatz nochmals 5 Kröten-Boys und eine Molch-Dame. Sehr erstaunlich - und alle kurz vor der Strasse - ist also doch so, dass sie ihre Wanderung unterbrechen und kurz vor der Kirchlindachstrasse auf die Nacht warten. Vom Teich losziehende konnten wir keine ausmachen. Gegen 2200 Uhr beendeten wir den unerwartet erfolgreichen Abend. 
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Freitag, 13. April bis Montag, 16. April 2018
Ich versuchte, die lange Einsatzpause und die entsetzliche Amphibien-Leere in mir mit einigen Nachforschungen zu überbrücken. Dabei stiess ich auf einige sehr spannende Informationen über unsere Krötchen... Wusstet ihr zum Beispiel, dass
  • ein Krötenweibchen bis zu 8'000 Eier an rund 4 Meter langen Laichschnüren legt
  • Erdkröten in freier Wildbahn 6-10 Jahre, in Gefangenschaft sagenhafte 36 Jahre alt werden können
  • sich die Farbe der Erdkröten mittelfristig der Umgebung anpasst - fiel uns ja auch schon auf ;-)
  • Erdkröten hinten der "Ohren", wenn sie bedroht werden, ein für Feinde tödliches Gift absondern
  • sich Erdkröten aufblasen, wenn sie beispielsweise von einer Schlange angegriffen werden (das werden wir garantiert noch testen)

Die Natur ist schon unglaublich faszinierend - ob Tier- oder die Pflanzenwelt - wer die Augen offen hält kann momentan unzählige Wunder direkt vor der Haustüre entdecken. Die blühenden Bäume und Blumen sind nur ein Bruchteil davon, und meine Blütenstauballergie möchte ich an dieser Stelle explizit ausschliessen :-(.
Alles erwacht zu neuem Leben, einfach nur traumhaft.

So, zurück an die Fröschlifront, an welcher wir heute Abend wiedereinmal im Einsatz standen. 7 Krötenjungs sicher im Wald ausgesetzt, alle kurz vor dem Sprung auf die Strasse... Danke Michelle, Anita, Jacqueline und Rene!

 

An dieser Stelle möchte ich dem NVM (Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee), insbesondere dem Verfasser Felix Winkenbach, ganz herzlich Danken für den tollen Bericht im Rundschreiben vom April 2018. Es geht um die schöne Geschichte des neuen Weihers im Buchsiwald.

http://nvm-buchsi.ch/index.php/fotogalerie-und-reportagen/65-2018-02-26-amphibienweiher

Im Moment sieht es wirklich so aus, als würden die Amphibien den Teich akzeptieren. 

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Donnerstag, 12. April 2018

Der heutige Abend ist schnell erzählt - nix gewesen ausser Spesen. Dafür ist das neue Video online unter Impressionen.
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Mittwoch, 11. April 2018
Wie soll es anders sein, zusammen mit einer Topaufstellung (Jean-Pierre, Jacqueline, HeidiHo, Elisa und Rene) auf dem Feld - und kein einziger Wanderfreund lässt sich blicken. Schon etwas doof.
Den Abend liessen wir uns aber nicht verderben, denn zuvor Zuvor besuchten wieder einmal den neuen Tümpel im Wald - und staunten nicht schlecht - die Kleinen sind geschlüpft, der ganze Teich ist voller schwadender Kaulquappen! Wunderbar - zumal die Überlebenschancen ohne Feinde ein x-faches höher sind als am EHB-Teich. Sieht ganz so aus, als hätten sich unsere Bemühungen wirklich gelohnt. Und nein Sara Althaus vom Karch, ich kann Dir beim besten Willen nicht sagen, wie viele Kidz sich dort rumtummeln - aber es sind erfreulich viele... ;-). Ein Video davon werde ich demnächst hochladen. 
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Dienstag, 10. April 2018
Endlich Regen, mindestens am Nachmittag, aber auch wieder massiv kühler. Mann o Mann, so wird das nix mit dem Endspurt in den Wald. Alleine watschelte ich umher, die Dunkelheit brach ein... und völlig unerwartet hier ein Krötenboy, da ein Krötenboy... oh nein, entlang der Strasse, entlang der Mauer, dann wieder beim Teich... meine Fortbewegungsgeschwindigkeit erhöhte sich automatisch... die Schritt-zähler-App auf dem Telefon glühte wohl zum ersten Mal seit ihrer Installation. Ach wie war ich froh, als ich Super-Hoschi Rene im Anflug entdeckte. Durch die drastisch sinkende Temperatur erstarrten wohl auch die Wanderlustigen. Denn so schnell wie sie loszogen verharrten sie auch wieder. Nun denn, so soll es wohl sein, wir brachen ab und warten weiter auf die grosse Rückreise. Aber immerhin 11 weitere Krötchen in's Sommercamp verfrachtet. 
Montag, 9. April 2018
Kein Regen, aber wunderschön warm. weiteren 14 Tieren reichte die abendliche Feuchtigkeit wohl aus, um die Reise in den Wald anzupacken. HeidiHo, Jacqueline, Elisabeth, Rene und ich verkürzten die Wanderzeit, indem wie sie mit unseren nassen Eimern sicher über die Strasse beförderten. Ganz knapp verhinderten den Tod zweier tollkühnen Krötenjungs, die ich noch selten so schnell und aktiv erlebt habe. Schwein gehabt - die standen todesmutig und in Kampfstellung mitten auf der Strasse!  
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Sonntag, 8. April 2018
Völlig unerwartet zog es auch am Sonntagabend zahlreiche Tiere aus dem EHB-Teich Richtung Wald, obschon die Wiese bereits trocken schien. Uns war es natürlich recht. Dank der Hilfe von Elisabeth und Jacqueline verloren wir erneut kein einziges Fröschli. Die Temperaturen bleiben hoch, setzt jetzt noch Regen ein, wird es nochmals richtig losgehen.
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Samstag, 7. April 2018
Endlich Frühling - mit 25 geretteten Amphibien und keinem einzigen Opfer können wir (Mischu, Rene und Pädu) den Abend äusserst erfolgreich abschliessen. Wärme und hohe Freuchtigkeit aktivierte die Rückwanderung der Krötchen, daher dauerte der Einsatz auch bis spät in die Nacht. Erst gegen 2330 Uhr entdeckten wir keine Fröschli mehr und brachen die Aktion glücklich ab. Hat sich gelohnt, danke Jungs für eure Unterstützung!
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Freitag, 6. April 2018
An ihrem letzten Rettungstag haben Michelle und Anita nochmals zugeschlagen - 4 Weibchen und 6 Männchen sind nun ebenfalls sicher im Wald angekommen. Euer Einsatz ist und war unglaublich, merci viu mau - und nun geniesst eure verdienten Ferien! Gegen 22 Uhr wurde es auch uns (Rene und HeidiHo) zu kalt - wenn sich in den nächsten Tagen was tut, dann zwischen 2000 und 2130 Uhr. Noch tümmeln sich viele Tiere im Teich, daher bleiben wir am Ball. Rene und ich werden Morgen auf jeden Fall einen Kontrollgang durchführen.
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Donnerstag, 5. April 2018
Zum EHB-Teich haben wir 522 Tiere gebracht, 97 davon sind bereits zurück im Wald. Somit dürfen wir mit noch 425 Waldwander-Amphibien rechnen. Natürlich nur ein theoretischer Wert, viele von ihnen sind vermutlich bereits in einer der letzten Nächte zurück in den Wald gepilgert. Dies auch ohne unser Zutun - vielleicht auch besser so, denn ein Retter-Trampel treibt sein Unwesen.
Eine klare Nacht wird kühl - so wie heute. Immerhin drei Weibchen und einen Jungen durften wir zurück in den Wald überführen. Den Höhepunkt des Abends bot die vorbeifliegende ISS - und der gewinnende SCB, gäu Michelle... Danke Jacqueline, Anita, HeidiHo und Rene!
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Mittwoch, 4. April 2018
Die 10 Retter-/innen rechneten, wie ich, mit der Nacht der Nächte. Am Mittag wunderbar warm, gegen Abend die Gewitterfront mit starkem Regen, ideal, sollte man meinen. Doch die erwartete grosse Rückwander-Welle blieb aus - bis 2300 Uhr durften wir immerhin 45 Tiere sicher überführen. Merci Michelle, Jacqueline, Anita, Elisa, Pädu, Rene, Ariane, HeidiHo und Elvira, super gemacht. 
Das Schlimmste, was einem Fröschliretter wiederfahren kann, musste ich heute Abend am eigenen Leib erfahren. So gegen 2230 Uhr, als starker Regen und Wind aufkam, fummelte ich auf dem Weg vom EHB-Teich richtung Parkplatz an meiner Jacke rum. Ein paar Sekunden nicht aufmerksam. Das für Kröten typische Quacken vernahm ich gleichzeitig mit dem tödlichen Stiefel-Kontakt. Verdammte Scheisse!!! Nein, doch genau das nicht!!! Und zu allem Elend noch ein Krötenweibchen. Oh Mann, das kommt sowas von Scheisse rein.
Tut mir leid, kann ich leider nicht rückgängig machen - werde aber alles dafür tun, dass kein einziges Tier sein Leben verliert!
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Dienstag, 3. April 2018
Mit dem Team von heute Abend hätten wir jeden 1/8-, 1/4-, 1/2- und den Final selber gewonnen. Leider verliess das amphibische Team die Deckung nur in ganz seltenen Fällen. Immerhin 15 Krötchen und Molche überlebten den Abend dank Michelle, Anita, HeidiHo, Jacqueline, Bettina verstärkt mit drei Kidz, Elisa, Pädu, Elisabeth und Sylvia. Bei den Direktbetroffenen habe ich mich bereits entschuldigt - der WhatsUp-Alarm ging in ziemlich in die Hose. Ob die Tieren den Niederschlag von Morgen spüren und abwarten? Ich dachte, die Wanderung langsam aber sicher lesen zu können - tja, ganz offensichtlich besteht da noch ziemliches  Optimierungspotential ;-). Nun, Morgen soll es regnen, eine Prognose verkneife ich mir...
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Sonntag, Montag, 1. und 2. April 2018
Am Sonntag liessen wir's grade sein, aber heute jedoch war es deutlich wärmer und windstill, die Luftfeuchtigkeit hoch - langsam haben wir den Dreh raus... zusammen mit Rene und Jacqueline 54 Tiere sicher im jeweiligen Zielgebiet ausgesetzt. Hat sich also mehr als gelohnt! Noch immer wollten 14 Krötchen zum Teich, aber auch bereits 40 zurück in den Wald - die Rückwanderung ist somit im vollen Gange.
Zwei Mal war ich kurz davor, Alarm zu schlagen - und beide Male beruhigten sich die Wander-Wellen in kürzester Zeit wieder. Die Situation korrekt einzuschätzen ist echt nicht so einfach, panische What's UP's aktivieren in Lichtgeschwindigkeit viele grossartige Helfer/-innen. Bereits mehrfach so geschehen. Fühlt sich im Falle eines Irrtums ungemein übel an, diesen zahlreichen Menschen, teilweise noch im Nachthemd unter der Leuchtweste, zu erklären, dass es sich wohl um einen Fehlalarm handelt. Also lieber etwas zurückhaltend. Die nächsten Tage werden wärmer, ab Mittwoch auch feuchter - wir glauben, diese Woche wird die finalen Wanderungen auslösen. Jede Unterstützung würde uns freuen und ist herzlich willkommen.
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Samstag, 31. März 2018
Merci Rene, HeidiHo, Elisa, Jacqueline und Anita! Auch die zwei neuen Kröten-Boys im EHB-Teich und der in den Wald zurückgebrachte Molch danken für eure Hilfe. Der heftige Regen um 17 Uhr wäre ideal gewesen, aber die sinkende Temperatur und die aufkommende Bise hemmten die Wanderungen in beide Richtungen.
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Karfreitag, 30. März 2018
Mänu hat eine interessante Frage gestellt: "sind bei den Erdkrötchen eigentlich immer viel mehr Jungs als Mädels unterewegs?" - hmm, ich stöberte etwas in meinem staubigen PC-Archiv und konsultierte die letztjährigen Statistiken. Tatsächlich, schon in den letzten Jahren war der Anteil Erdkröten-Jungs zwischen 60 und 70%. Da wollte die Natur wohl ganz sicher gehen, dass mindestens ein Männchen den Laich eines Weibchens befruchten kann. Unten die Anteilsentwicklung der letzten fünf Jahre:    
Erdkröte, Anteil Männchen
2014 = 66%
2015 = 58%
2016 = 60%
2017 = 67%
2018 = 72%
Im Moment ist der Männli-Überschuss ;-) so hoch wie noch nie zuvor.
Von heute Abend gibt's auch einiges zu berichten. Zuerst vielen dank an die spontanen Helfer! Bettina und Pädu mit ihren Kidz entdeckten entlang des Zauns 5 Tiere und sicherten sich schon beim ersten Einsatz den Titel "Retter des Abends". Aber auch Rene, Elisa und Pädu, Elisabeth und Andy waren erfolgreich. Die finale Rettunsbilanz belief sich auf tolle 23 Tiere - ohne ein einziges Opfer.
Die eigentlich längst erwartete Zusatzherausforderung traf heute Nacht erstmals ein - die Rückwanderer. Zwei Kröten-Girls und ein Kröten-Boy beförderten wir zurück in den Wald. Nun gilt es, beide Seiten der Strasse im Auge zu behalten. Au, das muss ich euch erzählen, ich weiss nicht, ob es wirklich lustig ist, aber etwas lachen konnten wir nicht unterdrücken. Also, während die Kinder ihre Krötchen am EHB-Teich aussetzten fiel uns ein unglaublich wohlbeleibtes Krötenweibchen auf. Das wäre ansich nicht komisch, aber während gefühlten 5 Minuten versuchte es, unter einem quer im Wasser liegenden Schilfhalm durchzutauchen - und kam einfach nicht unten durch... wie auch, mit den Airbags. Bettina erbarmte sich der Big-Mama und hob den Halm an. "Uff, endlich durch", dürfte sich die Dame gedacht haben, als sie bereits frontal in die nächste Wasserpflanze crashte. Die Lacher hatte sie auf ihrer Seite. Unsere Aufmerksamkeit war ihr sicher. Ohne Scheiss, sie donnerte sicher noch 4 - 5 Mal in jedes sich bietende Hindernis. Amphibisches Jack-Ass in höchster Vollendung. Ich liebe diese Tiere, das wisst ihr, aber oft quält mich der Gedanke, dass ihr IQ nicht sehr viel höher ist als der eines Kamillen-Tee-Beutels. Tschuldigung, biologisch und naturwissenschaftlich war dieser Beitrag völlig wertlos.
Ich verspreche, dass wir weiterhin alles geben, so viele Tiere wie möglich zu retten, denn niedlich und gefährdet sind sie nach wie vor.
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Donnerstag, 29. März 2018
Wunderbar gelaufen, wozu noch planen? Samuel mit Nachbarn und je zwei top motivierten Kindern zur Verstärkung an der Fröschlifront. Mit 12 Retter/-innen kann nichts schief gehen - aber wie schon so oft machte uns die tiefe Temperatur gegen 2130 Uhr einen Strich durch die Rechnung. Die Kidz hatten trotzdem Glück und wurden für ihre Aufmerksamkeit belohnt - am Ende des Abends immerhin 31 Tiere gerettet. 4 Paare setzten sie am neuen Teich aus. Die restlichen Amphibien schwimmen nun im EHB-Tümpel. Die bevorstehenden Nächte sind leider wieder kalt - aber Morgen soll es regnen - mal schauen... :-).
Auf jeden Fall wünsche ich euch ganz frohe Ostertage!
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Mittwoch, 28. März 2018
Die neun Helfer-/innen brauchte es heute Abend so dringend wie selten. Verschnaufpausen lagen bei strömendem Regen nicht drin, zwischen 1950 und 2200 Uhr pflückten wir erneut sehr viele Krötchen und Molche an und auf der Strasse. Entlang des Zauns ging es ebenfalls wild zu und her. Zum ersten Mal waren wir zu knapp besetzt. Zum Glück begleiteten uns Andy und Elisa erstmals und trugen wesentlich dazu bei, dass lediglich 3 Tiere ihr Leben verloren. Viel wichtiger ist jedoch, dass es uns gelang, weitere 196 Tiere zu retten - eine unglaubliche Zahl, berücksichtigt man die Anzahl Retter, den defekten Zaun und den doch eher starken Wind. Ein weiterer Beweis, wie unberechenbar die Aktivität dieser Tiere ist. Danke Anita, Michelle, Elisabeth, Jacqueline, Elisa, Rene, Andy und Marc, meinem Bruder, für den unermüdlichen Einsatz!!
Ganz sicher werden wir Morgen wieder bereit stehen. Jede Hilfe ist nach wie vor sehr herzlich willkommen. 
Übrigens: am neuen Teich haben wir bis heute 247 Tiere ausgesetzt. Wird extrem spannend, wie und ob sich eine neue Population entwickelt. Im Moment sieht es recht vielversprechend aus ;-).  
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Dienstag, 27. März 2018
Zugegeben, die Prognosen waren vielversprechender. Die unerwartet tiefen Temperaturen und der Wind forderten ihren Tribut. Etwas gemein dem HardCore-SCB-Fan-Mädel Michelle gegenüber, welche den Fröschli zuliebe auf den spannenden Match verzichtete. Die zahlreich von Dir geretteten Tiere und ich verbeugen sich vor deiner Selbstlosigkeit ;-)! Auch Anita, Elisabeth, Anne-Lise, Elvira, Jacqueline, HeidiHo und Rene ermöglichten weiteren 120 Tieren, sicher an's Ziel zu gelangen. Merci!
Im neuen Teich ist Leben eingekehrt - und wie - aber viele Jungs haben den neuen Teich verlassen und waren bereits am frühen Abend unterwegs Richtung EHB-Teich. So ganz unerklärlich ist das nicht, wer will schon in einen Pool mit bereits vergebenen Mädels? Also überführten wir heute Abend nur Paare in's langweilige Elba  der Amphibien - die unternehmungslustige Meute brachten wir nach Ibiza bei der EHB. Vermutlich zog auch bereits Jimmy weiter, in der Hoffnung, gute, alte Zeiten wiederzubeleben. Nein, wir wussten und wissen, dass nie alle im neuen Gewässer ausgesetzten Tiere auch dort bleiben werden. Super ist doch, dass der neue Weiher schon von so vielen Krötchen bewohnt wird! Eine schöne Bestätigung für uns, die Gemeinde, der Projektleiterin Sara vom Karch, dem NVM, dem Teicherbauer, etc. kann es nun wirklich nicht geben.
So, nun ein Blick nach vorne - Morgen ist wieder Regen angesagt, und weitaus höhere Temperaturen als heute - ich könnte mir gut vorstellen, dass es die intensivste Nacht werden wird. Also Taschenlampe laden, Eimer fassen und um 1930 Uhr an der Kirchlindachstrasse stehen ;-).
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Montag, 26. März 2018
Schon etwas spät, trotzdem möchte noch kurz über den tollen Abend berichten. Das bisschen Regen, das im Verlauf des Abends ziemlich stark wurde, brachte die lang herbeigesehnte Wanderlust. Sagenhafte 244 Tiere retteten wir (Rene, Brigitte, Michelle, Elisabeth, Manuel, Jacqueline, Anita, Ariane und ich) heute Abend. Für drei Tiere kam leider jede Hilfe zu spät. Die nächsten Tage ist mit vielen weiteren Tieren zu rechnen, jede zusätzliche Hilfe würde uns extrem freuen, denn je mehr Helfer-/innen, je weniger Verkehrsopfer. Danke euch vielmals. 
Übrigens möchte ich an dieser Stelle Brigitte ganz herzlich danken, dass sie den Laub entlang des ganzen Schutzzauns entfernt hat - so ist es wesentlich einfacher, Tiere entlang des Zauns zu erkennen und das Risiko, sozusagen Null, eines zu übersehen! 
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Freitag, 23. März 2018
Ohne grosse Erwartungen zogen Brigitte, Rene und ich der Kirchlindachstrasse entlang. Zwei, drei Streifzüge später war klar - das wird nix. Schade auch für die dazugestossene Familie mit vier Kindern, alle perfekt ausgerüstet mit Leuchtweste und Eimer. Nun denn, bleibt uns nichts anderes übrig als Frühling abzuwarten... am Dienstag ist Regen vorausgesagt, das wird auch der nächste Einsatz.

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Samstag, 17. März 2018

Am Samstag stellten mir Jacquelie und Michelle folgenden Bericht - den ich gerne zitieren möchte: 

"Hallo Pädu, Ich war heute mit Michelle unterwegs, welche mich netterweise begleitet hat. Die „kurze Kontrollrunde“ wurde doch etwas länger als gedacht. Michelle hat schon bald ein Pärchen und einen Molch gefunden und ich drei Jungs, alle in der Nähe vom roten Bänklein. Wegen dem Huckepack sind wir mit allen zum neuen Teich gegangen und haben unterwegs noch ein Männchen eingepackt, das in einer Pfütze sass. Die Jungs sind recht speditiv in den Teich, das Pärchen war noch etwas unentschlossen. Beim letzten Kontrollgang nochmal ein Männchen beim roten Bänkli, das wir mit dem Molch in den EHB Teich gebracht haben. Dabei haben wir nebenbei noch 10 Molche, welche sich im Teich am Laich ein Festessen gönnten, etwas weiter weg gezügelt. Wird vielleicht nichts nützen aber immerhin gut fürs Gemüt J. Ein recht unerwartetes Resultat bei der Temperatur von 3 Grad, vielleicht weil es regnete und windstill war. Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!"

Ich danke euch beiden für den sicher extrem ungemütlichen Einsatz!!!
Die Prognosen verschlechterten sich nochmals. Vor Samstag rechne ich mit keinen weiteren Aktivitäten, weder von uns noch von den Amphibien ;-).
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Freitag, 16. März 2018
Mit einem Rechen den Weg entlang des Zauns vom Laub befreien war der ursprüngliche Plan. Doch kurz nach Einbruch der Dunkelheit das erste, im Verlauf des Abends 11 weitere Krötenjungs machten HeidiHo, Rene und mir einen Strich durch die Rechnung. Wir setzten sie am EHB-Teich aus und verschoben die Laub-weg-Schieberei auf einen der nächsten Tage - denn mit den angekündigten Minus-Temperaturen wird sich kaum ein Tier auf die Reise begeben... so sieht es leider bis und mit Mittwoch aus. Wir gönnen uns eine Pause bis dahin. 
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Donnerstag, 15. März 2018
So, nun hat's auch der Win10-Update geschafft und ich bin wieder online. Der Mittwoch begann mit einem Grossumzug und endete mit einem "Super-Big-Save" von Jacqueline. Sie rettete eines der begehrten Krötenweibchen, welches plötzlich völlig unerwartet Mitten auf der Strasse stand. Dank ihrer Topreaktion konne der Verkehr angehalten und das Mädel mit drei Krötenjungs im neuen Teich ausgesetzt werden. Toll gemacht!! Anschliessend verlief der Abend sehr ruhig und ohne weitere Ereignisse. Die Kälte bringt die Wanderung erneut zum Stillstand.
Drehen wir nun die Uhr ein paar Stunden zurück - Rene und ich, selbstverständlich in Absprache mit dem Karch, siedelten rund 1/3 der Froschlaichballen vom EHB in den neuen Teich um. Um die Erstpopulation speziell zu schützen legen wir ein Netz über die wertvollen Eier. Der Molch, bei welchem Froscheier ganz oben auf der Menü-Liste stehen, ist im neuen Gewässer noch kaum vertreten. Das erhöht hoffentlich die Überlebenschance des Fröschlinachwuchses. Schon bald können wir das überprüfen.
Am Donnerstag führten wir Ariane in unseren amphibischen Mikro-Kosmos ein - zu retten war jedoch nur ein kleiner Krötenjunge - aber immerhin. In den nächsten Tagen rechnen wir mit keiner Wanderaktivität - die Temperaturen sinken markat. Sobald sich die Bedingungen bessern werde ich mich wieder melden.
Dienstag, 13. März 2018
Wind mögen sie nicht, das ist in Zwischenzeit kein Geheimnis mehr. Entsprechend bescheiden fiel auch die Fangquote aus - mit Brigitte, Jacqueline und Rene einen Molch- und Krötenjungen in sicheren Gewässern ausgesetzt. Tja, wüsste man doch bloss, was der bevorstehende Abend auslöst. Trotz der mageren Ausbeute endete der Abend mit einem riesigen Highlight! Schlurfend näherte ich mich dem EHB-Teich, um den einen Krötenjungen aus dem Eimer zu befreien. Trotz meines tinitusgeschädigten Gehörs vernahm ich immer lauter werdendes Gequacke - ok, meine Schuhe quitschen - aber dieses Geräusch war irgendwie anders, schöner. Was ich im hellen Schein meiner Taschenlampe entdeckte konnte ich kaum glauben:
25 Froschlaich-Ballen und, die Zählung dürfte bei Weitem nicht abschliessend sein, 87 Frösche. Mann o Mann, und wir haben gerade mal 16 Stück in unserer Statistik erfasst. Genial.
Ganz offensichtlich warten Herr und Frau Frosch, bis sich die Leuchtwesten-Wesen mit ihren Eimern aus dem Staub gemacht haben. Das ist grossartig so, denn wie oft haben wir uns blamiert beim Versuch, lässig einen Frosch zu einzufangen! Bin auf Abwegen - sofort zurück auf die Spur. 
Die nächsten Tage werden sich nicht wesentlich vom heutigen unterscheiden. Tagsüber zwar etwas wärmer, in der Nacht aber weiterhin kühl. Der grosse Run ist also nicht zu erwarten. Wer also noch in den Startlöchern steckt und nicht so recht weiss, soll ich mal, oder lass ich es bleiben - im Moment eher bleiben lassen.
Sobald jedoch Feuchtigkeit und Temperatur optimal für die Tiere sind werden wir hemmungslos Alarm schlagen - da wird es keine Entschuldigung mehr geben. Mit Leuchtweste und Taschenlampe bewaffnet werden wir jedes Tier vor dem sicheren Tod auf der Strasse bewahren. Das wäre expialigorisch. 
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Montag, 12. März 2018
Elisabeth, Brigitte, Jacqueline, Anita, Esther, HeidiHo, Elvira, Rene und mir gelang es bei sehr starkem Regen, weitere 36 Amphibien zu überführen. Heute endlich die ersten Mädels, eines setzten wir im neuen, das andere im alten Teich aus. Ich hoffe, weitere folgen während der Nacht oder Morgen - denn momentan sind sämtliche männlichen Augen (;-)) auf die beiden gerichtet. Leider endete die Reise von zwei Tieren tödlich. Trotzdem möchte ich von einem erfolgreichen Abend sprechen - Danke vielmals dem treuen Rettungsteam, toll gemacht!
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Sonntag, 11. März 2018
Schon sehr viel entspannter darf ich von der heutigen Nacht berichten. Dank neun treuen Helferinnen und Helfern verlor heute kein einziges Tier sein Leben - und 38 erreichten unverletzt ihr Laichgewässer. Zwei davon übrigens im neuen Teich (siehe Bild auf unserer Hompage). Mal schauen, ob das hinhaut.
Gegen 20:30 Uhr stagnierte die Wanderaktivität - wir brachen ab.
Morgen ab 18:30 Uhr sind wir sicher wieder auf der Strasse - für Dienstag und Mittwoch rechnen Meteorologen erneut mit Minustemperaturen - erfahrungsgemäss führt dies zu ambibischer Inaktivität. 

 

Am 11. März 2018 setzte Rene unseren ersten Krötenjungen im neuen Teich aus, dem es auf den ersten Blick zu gefallen schien.

 

Wir hoffen, auch die Weibchen vom neuen Gewässer überzeugen zu können.  

Samstag, 10. März 2018
Mit der Hilfe von Rene heute die letzten Meter des Zauns aufgestellt. Super, mehr geht nicht. Danke mein Freund. Das geplante gemütliche Ausklingen mussten wir verschieben, denn mit einsetzender Dunkelheit standen bereits 41 Krötenmännchen und zwei Frösche am Zaun, die wir aufgrund fehlender Weibchen im neuen Teich im EHB-Tümpel aussetzten. Wir haben beschlossen, nur Pärchen im neuen Gewässer auszusetzen - denn Männchen alleine in einem Gewässer werden zwangsläufig weiterziehen (würde ich auch).
Leider ist auch bereits das erste Verkehrsopfer zu beklagen... nur zwei Personen können unmöglich die gesamte Zugstelle im Griff haben. 
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Freitag, 9. März 2018
Die fehlenden Schutz-Zaun-Meter konnte ich heute Abend dank grünem Licht unserer Freunde der "Vittorio Salvi AG" montieren. Viele Plexi-Glas-Elemente werden hoffentlich verhindern, dass Amphibien auf die gefährliche Kirchlindachstrasse gelangen. Merci Dolo!
Morgen werden die verbleibenden rund 15 Meter angebracht. 
Während meiner Montage erhielt ich erstmals Besuch von pflichtbewussten Gesetzeshütern, welche sich am Blinklicht auf meinem Wagen störten. Nur kurz konnte ich erklären, dass dies einzig dem Schutz der Fröschliretter, und nicht etwa meinem ungehaltenen, nicht kontrollierbaren Geltungsdrang diene - denn Jimmy stand oben am Zaun... ja, ja, kein Witz oder billige Ausrede - es ist soweit - das erste Tier der diesjährigen Amphibienwanderung war heute Abend unterwegs.
Nun scheint es also wirklich loszugehen. Wie die nächsten Tage verlaufen kann ich nicht sagen, da es immer noch realtiv kühl ist, aber sicher werde ich es dieses Jahr nicht versemmeln, den Start zu verpassen ;-).
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Mittwoch, 7. März 2018
Der Frühling steht offenbar vor der Tür, diese Woche haben sich die Stare bereits wieder bei uns eingenistet.
Es dauert wohl nicht mehr lange, bis die gemütlichen Abende vor dem TV temporär in den Hintergrund rücken. Dieses Jahr sind die Anforderungen an uns ziemlich hoch. Der neue Teich im Wald ist erstellt, abgenommen und einsatzbereit.
Einerseits möchten wir möglichst keine amphibischen Verkehrsopfer, auf der anderen Seite sollten wir den wandernden Fröschen und Kröten den neuen Tümpel schmackhaft zu machen. D.h. einige Personen werden permanent Fröschli und Chrötli am Zaun abfangen und sie zum neuen Tümpel bringen. Dort gilt es festzustellen, ob das neue Gewässer als Laichplatz akzeptiert wird. Vermutlich werden viele teichtreue Amphibien den neuen Teich noch nicht gutheissen und Richtung EHB-Weiher weiterwandern. Sollen die "unflexiblen" Wesen ihren Willen kriegen, setzen wir sie wohl oder übel am instinktiv angepeilten Laichgewässer bei der EHB aus ;-). 
Ohne viele freiwillige Helferinnen und Helfer wird diese spannende und komplexe Rettungsaktion dieses Jahr nicht funktionieren. Den Frühling mit einer guten Tat zu begrüssen macht nicht nur glücklich - Es bietet auch die Möglichkeit, aktiv einen Beitrag zu leisten, um die Population dieser stark gefährdeten Amphibienarten kurz-, mittel- und langfristig zu erhalten. Das sind wir diesen Wesen schuldig.
Erschwerend kommt dieses Jahr hinzu, dass der Schutzzaun östlich ca. 15 Meter früher endet als letztes Jahr - das Bord gegenüber der Mauer (vor der Blindenschule) ist somit komplett ungeschützt. Da versuche ich am Weekend mit Rene, dies zu ändern. Die Verschiebung hat aber den Vorteil, dass der Schutzzaun westlich fast bis zur roten Sitzbank reicht.
Unsere schwarzen "Zusatz-Netz-Zäune" wurden letztes Jahr geklaut - d.h. die Tiere westlich der roten Sitzbank werden direkt auf die Strasse gelangen und nicht mit Zaun abgefangen. Und das ausgerechnet an der engsten Stelle. Auch für dieses Problem möchte ich noch eine Lösung finden - zum Glück bleibt es noch etwas kühl.
Am Wochenende steigen die Temperaturen. Leuchtwesten ausgraben, Taschenlampen laden, Schuhe imprägnieren und etwas vorschlafen sind sicher keine schlechten Pläne ;-).
Ich freue mich und hoffe, möglichst viele von euch wieder zu treffen!!!
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Freitag, 2. März 2018
Am Montag nahmen wir den neuen Tümpel, bei eisiger Kälte aber glücklich, offiziell in Empfang. Danke an Samuel Scherler, Gemeinde Zollikofen, für die Organisation und das tolle Apéro. Er hat auch gleichzeitig veranlasst, dass der Schutzzaun entlang der Kirchlindachstrasse bereits aufgestellt wurde. Ein harter Job bei Temperaturen von weit unter Null - Merci und Respekt! Ebenfalls möchte ich mich bei allen aktiven Personen und Vereinen bedanken, die dieses Projekt überhaupt ermöglicht haben - ganz speziell der NVM Münchenbuchsee, der einen unglaublichen Betrag gespendet hat!
Nun ist es an uns, möglichst vielen Lebewesen den neuen Lebensraum so smackhaft zu machen, dass sich für sie die gefährliche Reise über die Kirchlindachstrasse erübrigt. Wir sind bereit, der Frühling kann kommen ;-).
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Freitag, 2. Februar 2018
Der Termin für die Bauabnahme des neuen Weihers im Buchsi-Wald ist auf den 26. Februar 2018 , 16:30 Uhr festelegt worden. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
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Mittwoch, 31. Januar 2018
Info von Scherler Samuel, Gemeinde Zollikofen:
Der Weiher im Buchsiwald ist fertiggestellt und durch die starken Niederschläge der letzten Wochen bereits zur Hälfte gefüllt. Um das Bauprojekt abzuschliessen und die kommende Amphibienwanderung optimal begleiten zu können möchte ich Sie zu einer gemeinsamen Begehung einladen.

Für den ersten Teil ist die eigentliche Bauabnahme mit Bauherr, Baumeister, Grundeigentümer und Sarah Althaus von der karch vorgesehen (ca. 30 min).

Anschliessend möchte ich im erweiterten Kreis die Gelegenheit nutzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und vielleicht auch schon die ersten Erfolge der diesjährigen Wanderung zu erleben. Bitte nehmen Sie mit dem Link an der Doodle-Umfrage teil um eine Termin zu finden.

https://doodle.com/poll/ferp5zfrbdkgixw3

Würde uns natürlich sehr freuen, möglichst viele von euch zu treffen an diesem tollen Anlass!

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Dienstag, 23. Januar 2018
Spannende News unten...

Der grosse Moment ist da, im Buchsi-Wald wartet ein neu erstellter Teich auf möglichst viele neue  Bewohner. Die kurz bevorstehende Wanderung der Amphibien sollte, so der Plan, nicht mehr für alle über die gefährliche Kirchlindachstrasse führen. Das neue Gewässer wird hoffentlich Kermit und Co. überzeugen...Selbstverständlich werden immer noch viele Tiere den Teich bei der EHB besuchen, soll auch so bleiben, aber die Reise dorthin wird noch riskanter. Genau für diese Tiere sind wir ja da. 

Ein "Riesenmerci" an alle, die die Realisierung dieses Teichprojektes beigetragen haben! Für uns ist es ein riesiges Zeichen der Wertschätzung. Ganz grosses Kino, danke allen im Vorder- und Hintergrund!  

Freitag, 29. Dezember 2017
Viel Zeit ist vergangen, ebensoviel ist geschehen. Das Wichtigste aus Sicht "Fröschli" kurz zusammengefasst:
Unser Wunsch-Tümpel im Buchsi-Wald soll im Januar 2018 endlich entstehen - dies primär dank der unermüdlichen Unterstützung von NVM, GFL-Zollikofen und des KARCH's. Wäre schon riesig, wenn wir  "unseren" Amphibien bereits bei der bevorstehenden Wanderung ein Laich-Gewässer anbieten könnten, welches mit keinerlei menschlichen Gefahren verbunden ist.
Ich halte euch auf dem Laufenden und wünsche euch von ganzem Herzen einen tollen Start in das neue Jahr. Mögen Glück, Gesundheit und Lebensfreude euren Weg begleiten. Bis hoffentlich bald.
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Montag, 9. Oktober 2017
Ein halbes Jahr später möchte ich euch über die aktuelle Situation an der Zugstelle Kirchlindachstrasse informieren. Die geplante Überbauung Schäferei ist markiert - die amphibische Zugstelle wird direkt betroffen sein nächstes Jahr. Ist nicht schön, aber Hoffnung besteht weiterhin. Unser Wunsch-Teich im Wald vor der Kirchlindachstrasse ist noch im Rennen - der EHB-Teich soll ausgebaut werden. Noch ist nicht sicher, wann welche Aktion realisiert wird. Sobald finale Entscheide gefällt sind können wir unsere Aktivitäten 2018 planen. Mit eurer Hilfe wäre ich bereit, mich der Herausforderung zu stellen, den noch lebenden Amphibien in Zollikofen/Münchenbuchsee trotz erschwerten Bedingungen zu helfen, den Frühling 2018 zu überleben.  
Kann ich auf euch zählen?
Samstag, 13. Mai 2017
Ein letztes Mal, so zogen Rene und ich gestern los. Und tatsächlich gingen uns noch 5 Tierchen in's Netz. 3 Krötenmännchen, 1 Krötenmädel und ein weiblicher Molch. Im Teich waren noch einzelne Amphibien auszumachen, die machten jedoch nicht den Eindruck, als möchten sie zurück in den Wald.
Wir brachen gegen 23:00 Uhr unsere letzte Aktion ab. Eine nicht so tolle Saison geht zu Ende - Zeit, Bilanz zu ziehen. Dazu ein paar statistische Werte:
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Rettungsstatistik Hin- und Rückreise (Vergleich 2016/2017):
Hinreise, am Morgen in den Eimern: - 15 Tiere
Hinreise, am Abend: - 89 Tiere
Rückreise, am Abend: - 185 Tiere
Total: 711 gerettete Tiere, leider 289 weniger als im Vorjahr, trotzdem ein schöne Zahl! 
Rettungsstatistik nach Art (Vergleich 2016/2017): 
Kröten: -241 Tiere
Molche: -21 Tiere
Frösche: -27 Tiere
Entwicklung Verkehrsopfer: 
2012: 46 Opfer
2013: 44 Opfer
2014: 29 Opfer
2015: 12 Opfer
2016: 18 Opfer
2017: 15 Opfer
 
Jedes Verkehrsopfer ist eines zu viel, klar, aber in den letzten Jahren hat sich die Anzahl extrem erfreulich reduziert - dies dank der Aufmerksamkeit der zahlreichen treuen Helferinnen und Helfer! Ein Riesen-Merci euch allen!!! Ohne euch würden niemals so viele Tiere die gefährliche Wanderung überleben.
Die Population geht stetig zurück, über die möglichen Gründe habe ich bereits mehrfach geschrieben. Sollte der versprochene Teich im Wald tatsächlich entstehen bin ich guter Dinge, dass sich der Amphibienbestand in Zollikofen erholen kann - wäre schön für uns und insbesondere für die Tiere.  
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Sonntag, 7. Mai 2017, 23.50 Uhr
Ein Molch-Paar und ein Krötenweibchen mitten auf der Strasse - also auch Michelle, Jacqueline, Elisabeth und Anita weiterhin erfolgreich unterwegs, super. Danke euch vielmals, nehm ich gerne auf.
Es ist immer traurig, dass trotz ausgeprägter Aufmerksamkeit immer wieder Tiere überfahren werden, sowohl gestern wie auch heute passiert. Aber eine 100%-Rettungsquote ist fast nicht möglich.
So, wie geht es weiter.... wenn ich das nur wüsste. Eigentlich sollten wir schon lange abgeschlossen haben, aber die letzten beiden Tage lassen diesen Entscheid fast nicht zu. Die erste Null-Nacht wird das Ende sein, einverstanden?
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Samstag, 6. Mai 2017, 23.55 Uhr
Nun, wer hätte das gedacht? Doch noch mehr Tiere im Teich als angenommen. Bei strömendem Regen stolperten Rene und ich atemlos durch die Nacht und ermöglichten so weiteren 26 Tieren, sicher ihr Sommerquartier zu erreichen. Somit gelang es uns dieses Jahr doch noch, mehr als 700 Tieren zu retten. Der Verlust eines Krötchens auf der Strasse tübt leider den sonst sehr erfolgreichen Abend. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall!
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Donnerstag, 4. Mai 2017
Nach einer langen Zwangspause ein kurzer Bericht zur Lage der Fröschli-Nation. Zuerst vielen Dank an Rene, der in den letzten Tagen immer wieder kurz das Zuggebiet überprüft hat. Ich übernahm heute diese Aufgabe. Wie erwartet ruhig - ok, im Teich quackt zwar noch, aber die akustische Kulisse lässt auf eine recht übersichtliche Restpopulation schliessen. Den Feierabend vor Augen, den wirklich letzten Kontrollgang entlang der Mauer - und tatsächlich starrt mich ein Krötenboy an. Mais non - also Augen nochmals auf. Und völlig unerwartet nochmals 4 Krötenjungs und einen Molch-Hengst in den Wald überführt. Gegen 23.00 Uhr beendete ich den glücklicherweise nicht umsonst geleisteten Nachteinsatz. Nun, im Wasser tümmeln sich noch einige Krötchen - welche aber noch nicht gewillt waren, dieses zu verlassen. Vermutlich war ich noch nicht das letzte Mal auf der Strasse ;-).
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Mittwoch, 26. April 2017

Und wieder ist es kalt. Ok, so sei es, zusammen mit Rene baute ich also unsere beiden verbleibenden Zäune ab (einer wurde uns ja gestohlen, bevor wir ihn aufstellen konnten). Erstaunt stellten wir fest, dass die Bodenbefestigungen zwischen den Eisenstangen grösstenteils fehlten - nicht zu fassen, auch diese wichtigen Elemente haben nun einen neuen Besitzer... schon tragisch, wie dreist einige Zeitgenossen durch das Leben ziehen. Aber eben. Natürlich konnten wir es nicht lassen, noch rasch die Wanderzone zu besuchen - einem Molch und einer Kröten-Göre beschleunigten wir den beschwerlichen Rückweg. Das war's dann aber auch schon.
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Montag und Dienstag, 24./25. April 2017, zu später Stunde

Eine ziemlich verrückte Saison neigt sich dem Ende zu... Trotz engagierten Rettungsbemühungen sackte "unsere" Fröschli-Population auf einen noch nie dagewesenen Tiefstand. Die 6 taperen, zuversichtlichen und stets optimistischen Retterlein wurden am Dienstag positiv überrascht - der Dauerregen aktivierte eine Rückwander-Welle, die wir so nicht erwarteten. Aus dem leer geglaubten Tümpel entstiegen phantastische 55 Tiere, die wir sicher über die Strasse und anschliessend in den Wald brachten. Auch spät in der Nacht entdecken wir immer wieder neue Tiere. Auffällig viele Frösche. Da deren Ziel nicht immer einfach auszumachen ist - liessen wir sie ihre Wege selber bestimmen. Aufgrund ihrer Überquerungsgeschwindigkeit und des nachlassenden Verkehrs schien uns das vertretbar (und nicht etwa, weil wir zu langsam wären, sie zu erwischen). Es ist davon auszugehen, dass die Wanderung noch die ganze Nacht anhielt - wäre ja schön, wenn nur unsere Statistik so tiefe Werte zeigt.
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Dienstag, 18. April 2017, 23:59 Uhr

Aus amphibischer Sicht ist dieser Frühling ziemlich besch..... eiden.

Bis und mit Freitag erwarte ich keine weiteren Bewegungen - bei den prognostizierten Nacht-Temperaturen gilt es sogar zu hoffen, dass der Teich nicht anfriert. Wie sich die Kälte auf den heranwachsenden Nachwuchs in Ufernähe auswirkt weiss ich nicht - im Schilf sollten sie eigentlich geschützt sein. 

Gestern wurde ich auf Jimmy, dem Meister der Teichbar, angesprochen. Stimmt, den armen Kerl habe ich im Rettungs-Elend komplett vergessen. Auch für ihn wird diese Saison äusserst unerfreulich enden. Wäre ihm zu wünschen, dass wenigstens die im Tümpel verbleibenden Tiere soviel trinken wie die SCB-Fans in der PostFinance-Arena gestern. Tja, das Ausbleiben der Gäste im Weiher der EHB kann unzählige Gründe haben, Waldarbeiten, Klima, neue Laichgewässer, Pestizide, etc. Für eine fundierte Analyse und verlässliche Diagnose reicht mein bescheidenes amphibisches Fachwissen jedoch nicht aus.

Einige Zugstellen freuen sich über positive Populationsentwicklungen, andere Zugstellen melden starke Rückgänge - so wie wir. Nun, viele Faktoren können wir nicht beeinflussen - da spielen höhere Mächte.

 

Wir können nicht mehr tun, als die Tiere bei ihrer gefährlichen Reise zu unterstützen. Da ist Einfluss möglich. Klar wäre es schön, immer mehr Tiere retten zu können. Sichtbar erfolgreich zu sein. Dem ist leider nicht so. Aber im Prinzip ist es auch egal, ob wir 100 oder 10'000 Tiere retten - der Aufwand lohnt sich für jedes einzelne Lebewesen. Sowohl heute wie auch in Zukunft.

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Sonntag, Montag, 16. / 17. April 2017, 23:55 Uhr

Die letzten beiden Nächte waren verhältnissmässig erfolgreich - am Sonntag 5 Tiere, am Montag, der Nacht des SCB, weitere 7 Tiere gerettet. Dank an Michelle, Anita, Elisabeth, Jacqueline und Rene - die selbstlos im Einsatz standen und schier unsichtbare Tiere entdeckten und sicher in den Wald brachten.

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Samstag, 15. April 2017, 23:50 Uhr

Am Nachmittag endlich der lang ersehnte Regen, anfangs etwas spärlich, um 20:00 Uhr ein "Mü" intensiver.
Grund genug, rasch am Teich vorbeizuschauen. Anita, Jacqueline, Tim und ich durchkämmten das Zugsgebiet auf und ab... und tatsächlich, gegen 20:45 Uhr entdeckten wir Amphibien auf dem Weg zurück in den Wald. Bis ca. 23:00 Uhr gelang es uns, weitere 18 Tiere sicher im Wald auszusetzen - Danke auch an Rene, der zu später Stunde noch tapfer dazustiess! Im Tümpel befinden sich noch immer genügend Kröten und Frösche, die weitere Einsätze rechtfertigen - es ist also noch nicht vorbei! 

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Montag bis Freitag, den 14. April 2017

Üble Sache... ganz üble Sache. Weiss wirklich nicht mehr, was ich sagen soll. Der Frühling verläuft ziemlich schräg. Im Prinzip gab uns die Natur, oder das, was wir aus ihr gemacht haben, nicht einmal die Gelegenheit, unser phänomenales Rettungs-Potential unter Beweis zu stellen. Morgen sind ein paar Tröpfchen prognostiziert, wie schon so oft. Wir werden die Gelegenheit nutzen, die Zäune abzubauen. Nun ja, dieses Jahr wird kaum in die Geschichte eingehen. Ganz aufgeben ist nicht drin, aber weit davon sind wir nicht mehr entfernt.

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Samstag/Sonntag, 8./9. April 2017

Unveränderte Situation - die Trockenheit hält an - macht nicht nur unseren Amphibien zu schaffen - auch die Bienen leiden unter der Trockenheit. Ein Arbeitskollege, dessen Frau sich zur Imkerin ausbilden lässt, erzählte mir, dass die Bienen aktuell gefüttert werden müssen. Schon extrem, schaut man sich um, sieht all die blühenden Bäume und Pflanzen. Eigentlich beste Bedingungen - so meint man. Aber der Nektar ist zu trocken und eignet sich so offenbar nicht als Futter. Schon komplex die gute Mutter Natur.

Sind wir guter Dinge, dass die aufkommende Kaltfront wenigstens etwas Feuchtigkeit bringt.

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Freitag, 7. April 2017, 23:40 Uhr

Die letzten zwei Tage schenkten wir uns - zu trocken, zu windig, zu kalt. In naher Zukunft auch keine "Besserung" in Sicht. Etwas Niederschlag, und diverse Steine werden in's Rollen gebracht. Beobachten und warten wir also weiter. Merci Rene warst Du trotzdem rasch auf einem Kontrollgang!

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Mittwoch, 5. April 2017, 23:55 Uhr

Starker Regen heute Morgen um 05:15 Uhr - ja, ich weiss, was viele von euch denken - aber ich hab es trotz meinem eher nachtorientierten Existieren mitgekriegt ;-). Ob dieser Niederschlag ausreichend für eine Wiederbelebung der amphibischen Wanderaktivität war? Anita, Michelle und Rene gingen davon aus und standen bei einsetzender Dämmerung bereit - und warteten, und warteten... schon wieder umsonst. Die Bise mögen die Tiere einfach nicht. Schade. Herzlichen Dank an die drei Retter/-innen!!

Pascal König hat mir übrigens einen Beitrag von "Naturwissenschaften Schweiz" geschickt, der unser ungutes Gefühl zu bestätigen scheint - Die Population der Erdkröte befindet sich auf einem kritischen Pfad. Habe den Bericht unter "Impressionen" abgelegt. Entgegen dieser Tendenz erfuhr ich heute glücklicherweise von einem guten Arbeitskollegen, dass der Kermit von Sörenberg noch nie so viele Amphibien rettete wie dieses Jahr. Das lässt mich hoffen - und sollte es mit dem Tümpel im Wald tatsächlich klappen wäre es sogar möglich, dass sich "unsere" Population erholt und im besten Fall sogar erhöht. Das wäre der schönste Lohn für unsere Arbeit.

Dienstag, 4. April 2017

Dunkle Regenwolken rund um Zollikofen - da muss doch auch ein "Gutsch" für uns drin liegen. Bestätigend hingen herrliche Güllen-Düfte in der Luft, als ich mit dem Mofa nach Hause fuhr. Würg... Hoffentlich überlebt das der mit mit Sauerstoff rechnende Vergaser ;-). Wie so oft in diesem Frühling fiel auch heute kein einziger Tropfen vom Himmel. Ein Einsatz erübrigt sich zwangsläufig - schade - denn die nächsten Tage sehen nicht sehr vielversprechend aus was Regen betrifft. Möglicherweise am Donnerstag - so die Prognose im Moment - schauen wir mal.

Moment, eine erfreuliche Information habe ich doch noch, danke Elvira für deine E-Mail, ich zitiere: 

 

... Trotzdem eine freudige Nachricht: Bei mir im eher kleinen Gartenweiher hat es so viel Krötenlaich und geschlüpfte Quappen wie noch nie (siehe Foto)! Und das, obwohl mein Weiher eher klein ist und die Kröten grössere und tiefere Wasser bevorzugen.So hoffen wir, dass trotz vieler Feinde ein paar Kröteli überleben werden. Zum Essen und zum Verstecken hat es bei mir genug! Es ist schön zu erleben, dass man für die Mühe eines naturnahen Gartens belohnt wird. Liebe Grüsse Elvira...

 

Das Bild habe ich unter Impressionen geposted. Toll, Danke Elvira!

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Sonntag und Montag, 2. / 3. April 2017, 23:00 Uhr

Sonntag, HeidiHo und Brigitte  - erfolglos. Montag, Rene, Brigitte und ich, selbe Erfahrung. Ohne Regen, wir müssen's verstehen - wird sich am Tümpel kaum was bewegen. Meine Aktivität stelle ich schweren Herzens vorübergehend ein - werde aber beim ersten Regentropfen mit Eimer und Taschenlampe bereitstehen - wann immer das sein wird. Danke allen treuen Helfer/-innen, die die letzten Tage trotzdem immer vor Ort waren. Trotz unseren Bemühungen wird das 2017 wohl das "schlechteste" Amphibien-Rettungsjahr seit ich dabei bin - von 2012 (1'652 Tiere) auf 585 Tiere zu fallen (also -64.7%) würde wohl jedem Geschäftsführer den Kopf kosten. 

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Samstag, 1. April 2017, 23:05 Uhr

So richtig überrascht hat uns die Null-Nummer heute Abend nicht. Die Ereignisse überschlugen sich entsprechend bescheiden und übersichtlich. Das Highlight bildete ein vom Winde verwehtes Blatt auf der Strasse. Danke umsomehr an HeidiHo, Michelle und Anita für die treue Begleitung - das Ausfüllen der Steuererklärung, das Erledigen von Hausaufgaben oder das Gucken von "Bauer ledig sucht Frau oder so" wäre wohl mit mehr Spannung verbunden gewesen. Regen angekündigt für Sonntag / Montag, wie schon so oft, gucken wir mal. 

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Freitag, 31. März 2017, 23:40 Uhr

Anita, Jacqueline, HeidiHo, Rene und ich glauben noch immer daran ;-) - der Abend war unbestritten unterhaltsam, das gerettete Krötenweibchen setzte dem Einsatz die Krone auf. Klar war es schön, am Teich einen hübschen Igel anzutreffen - unsere Mission wäre eigentlich eine andere. Die Wettervorhersagen sind je nach Quelle unterschiedlich - Regen wäre nett, nicht nur für Krötchen, Molche und Frösche, sondern für die Natur ganz allgemein - nicht alle Pflanzen sind so verwöhnt wie unsere auf der Terasse, welche bereits im März gewässert werden :-). Schauen wir, welche Prognosen stimmen für die nächsten Tage.

 

Heute hat mich Felix Winkenbach, NVM Natur- und Vogelschutz Münchenbuchsee, über den aktuellen Stand "unseres" Ersatz-Tümpels im Wald gegenüber der Blindenschule informiert. Ich fasse kurz zusammen:

  • Zollikofen hat das Baugesuch am 29.3.2017 in Münchenbuchsee eingereicht
  • Zollikofen wird Bauherr sein
  • Münchenbuchsee rechnet mit einer Bearbeitungszeit von 3 Monaten (Publikation, Einholen Fachbericht, Behandlung HBK-Sitzung)

Bin gespannt und zuversichtlich, dass es dieses Jahr klappt. Wäre eine wunderbare Sache! 

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Donnerstag, 30. März 2017, 22:55 Uhr

Zu Dritt auf der Piste, Wetter weiterhin warm und trocken - zwar schön für uns, fördert aber nicht wirkich die Wanderlaune unserer Amphibien. Entsprechend kläglich fällt die Rettungsquote aus - ein Tier pro Nase. 2 Krötenmännchen und ein -weibchen. Leider entwickeln sich auch die Wetterprognosen nicht vielversprechend, Niederschläge sind plötzlich keine mehr in Sicht - toll. Bleibt uns nicht viel anderes übrig als weiter zu warten, präsent zu sein und einzelne ungeduldige Tiere zurück in den Wald zu bringen.

Tiere aus dem Wald erwarten wir keine mehr - somit könnte der grüne Schutzzaun im Wald sowie die Strassensignalisationen wieder abgebaut werden. Vielen Dank im Voraus an die Mitarbeiter der Gemeinde Zollikofen! Die beiden Zusatz-Zäune werde ich abbauen und einlagern. Den dritten konnte ich bis heute nicht mehr finden. Sachdienliche Hinweise bitte an Aktenzeichen XY ;-).

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Mittwoch, 29. März 2017, 23:05 Uhr

Ein weiterer herrlicher Tag geht zu Ende, zusammen mit HeidiHo, Jacqueline, Anita und Rene beobachteten wir um 21.41 Uhr den Überflug der ISS-Raumstation über Bern, welcher bei solchen Bedingungen sensationell sichtbar ist. Selbstverständlich richteten wir unsere Blicke nicht nur zum Sternenhimmel, sondern auch auf den Boden - was 5 weiteren Amphibien das sichere Erreichen des Waldes ermöglichte. Nun denn, weiterhin eher bescheidene Ergebnisse - aber jedes gerettete Tier darf als Erfolg verbucht werden. Die Moral leidet nicht, wir ziehen es durch, wie lange es auch dauert. Schön, auf ein so tolles Team zählen zu können! Das bevorstehende Weekend wird herausfordernd - wäre schön, wenn wir beim Regen auf möglichst viele Spontanhelfer zählen könnten - denn wichtige Schlüssel-Retter(-innen) sind verhindert.

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Montag und Dienstag, 27. / 28. März 2017, 23:30 Uhr

Montag, Dienstag, wunderschöne Frühlingstage, aber in der Nacht offen und demzufolge noch relativ kalt - das merkten wir deutlich. Sommerzeit - verschob auch unsere Einsatzzeiten nach hinten - vor 20 Uhr ist nix zu wollen. 4 Krötchen am Montag, 5 Krötchen und zwei Molche heute, das die stolze der Rettungsquote der trotz allem noch topmotivierten Helfer/-innen. Diverse Eltern-Quellen, meine eingeschlossen, wiesen uns auf einen spannenden Bericht von "schweiz aktuell" hin, in welchem, wie könnte es anders sein, um Frösche geht.

Nachfolgend der Link dazu, ab 17:17 Minuten:

 

https://www.srf.ch/sendungen/schweiz-aktuell/wahlbetrug-tiefbahnhof-froschwanderung

Ob wir in 40 Jahren noch rumlatschen wird sich zeigen - aber meinen Respekt hat dieser Josef Zoller auf jeden Fall!!!

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Samstag und Sonntag, 25. / 26. März 2017, 23:36 Uhr

Bise und Trockenheit sorgten für die erste Null-Runde, ziemlich frustriert bachen Brigitte, Jacqueline, Sylvia, HeidiHo und Rene die Rettung am Samstag ab. Danke vielmals für den Einsatz - während Lenny und ich in Genf mit der Fussball-Nationalmannschaft den WM-Quali-Sieg feierten.

Sonntag, Sommerzeit - also erst um 20 Uhr, ohne Bise, aber immer noch extrem trocken, standen erneut neun treue Retter bereit. Heute erstmals begleitet von Mario, einem leidenschaftlichen Fotographen und Arbeitskollegen von mir. Ich hoffe, die Bilder, die er während unserer mässig erfolgreichen Aktion geschossen hat, werden was. Immerhin 4 Tieren retteten wir das Leben. Wie es weitergeht lässt sich leider nicht sagen, Fakt ist, dass sich noch viele Tiere im Teich befinden - Fakt ist auch, dass der Frosch-Laich herrlich gediehen ist und momentan unzählige Kaulquappen beobachtet werden können - das ist schon ein tolles Gefühl. Wir hoffen, möglichst viele von ihnen überleben die ersten gefährlichen Wochen ihres Daseins.

Gemäss aktuellen Prognosen ist erst am ersten April mit Niederschlägen zu rechnen - gar nicht gut - ist eine sehr lange Zeit - und wie zuverlässig diese Langzeitprognosen sind haben wir ja bereits mehrfach erleben dürfen. Bin nun wirklich an einem Punkt angelangt wo es extrem schwerfällt, die Spannung aufrecht zu halten. Abende wie die letzten sind mühsam. "Deo gratias" - wir sind eine fröhliche Truppe und schaffen es auch in solchen Momenten, tolle Abende zu verbringen. Merci viu, viu mau!

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Freitag, 24. März 2017, 22:15 Uhr

Neun Retter/-innen retteten 9 Tiere - gelohnt hat es sich allemal - kühle Temperaturen und leicher Wind mögen unsere Amphibien definitv nicht. Schade erlebte mein Götti-Junge nicht eine dieser legendären Nächte - aber immerhin pflückten wir auf dem Weg nach Hause noch ein kleines Krötchen - welches mich genüsslich vollpinkelte, bevor wir es im Wald aussetzten - danke auch. Zwei spontane Helfer, Vater und Tochter, belebten den sonst eher ruhigen Abend. Gegen 21 Uhr beendeten wir unseren Einsatz.

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Donnerstag, 23. März 2017, 22:05 Uhr

Ein seltsamer Abend neigt sich seinem Ende zu. 5 tapfere Helferchen waren rechtzeitig bereit - feucht war es noch, die Temperatur ok - und trotzdem kaum Aktivität. Zum Teich wollte kein einziges Tier - vom Teich zurück lediglich 11. Gefunden auf EHB-Parkplatz und Wiese. Eigentlich erwarteten wir sie eher bei der Mauer - nach den heftigen Niederschlägen und dem plötzlichen Kälteeinbruch gestern - die Vermutung war erneut falsch. Hmm, läuft nicht wie es sollte - oder wie wir's gerne hätten. Nun denn, steter Tropfen höhlt den Stein - versuchen wir's also mit Geduld. Bis Ende April haben wir ja sowieso nix zu tun ;-).

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Mittwoch, 22. März 2017, 23:50 Uhr

Oft werde ich gefragt, wie lange wir jeweils im Einsatz sind. Habe dazu die Statistiken der letzten Jahre konsultiert und kann die Frage wie folgt beantworten:

2013: 11. März bis 27. April, 48 Tage

2014: 7. März bis 30. April, 55 Tage

2015: 2. März bis 1. Mai, 56 Tage

2016: 21. Februar bis 30. April, 70 Tage 

2017: 2. März bis ...

Bin gespannt, ob es dieses Jahr auch so lange dauern wird - wenn ja erwarten uns noch viele spannende Nächte ;-)!

Heute regnete es ab 19:00 Uhr. Richtung Teich leider nur drei Krötchen und ein Frosch - zurück in den Wald brachten wir 40 Krötchen und einen Frosch. Der neue Aussetz-Platz scheint kein Knüller zu sein, denn beim Kontrollgang entlang des Zaunes standen plötzlich wieder viele dieser Tiere - Blick Richtung Teich - das wär ein zu grosser Zufall. Die Idee von Rene war toll - wir setzten sie viel tiefer im Wald aus - und da hüpften sie doch in die richtige Richtung. Nicht einfach, das richtige zu tun. In der Zwischenzeit versuchten Michelle und Anita,   einen ziemlich wilden Frosch am Teich auszusetzen - der Dösel hüpfte immer wieder zurück in den Eimer - richtiger Witzbold - sicher derselbe, der auch mich vor einem Jahr peinlichst verarscht hat auf dem Parkplatz ;-). Um 22:30 Uhr brachen wir ab. 45 Tiere gesamthaft - schön - kein einziges Opfer, noch viel schöner.    

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Dienstag, 21. März 2017, 23:20 Uhr

Bereits um 18:45 Uhr blinkte es wieder an der stark befahrenen Kirchlindachstrasse. 7 lästige Leuchtwestenfiguren beleuchten die Zonen entlang des Strassenrandes - heute soll kein Fröschchen oder Krötchen sein Leben lassen. Das Ziel erreicht - 1 Weibchen zum Teich, 3 zurück in den Wald. OK, ist nicht die Riesenbilanz - aber immerhin. Der eigentlich versprochene Regen hätte bestimmt das eine oder andere Tierchen motivieren können, die jeweilige Reise anzutreten. Nun denn, warten wir weiter.

So richtig bedenklich jedoch ist die Tatsache, das beim Waldeingang auf Höhe EHB rot/weisses Markierband den Weg versperrt - mit dem Hinweis "Holzschlag". Heisst grosse Maschinen und Lastwagen mitten im Gebiet der von uns ausgesetzten Tiere. Die nächsten Zeilen, ich entschuldige mich im Vorfeld, sind nicht alle objektiv. Aber welche Deppen schlagen während der Amphibienwanderung, mitten in einem Zugsgebiet, Holz?! Klebt ein Markierband zwischen Fröschli-Schutzzäune? Ich kann nicht glauben, wie wir Menschen es immer wieder schaffen, rücksichtslos unzählige Waldtiere zu opfern. Und das, nachdem duzende Helfer seit Wochen versuchen, die sonst schon reduzierte Buchsi/Zollikofen-Fröschli/Chrötli-Population zu retten. Klar sind es nur Fröschli und Chrötli - aber genau die sind vom Aussterben bedroht! Ich kenne die Gründe des Baum-Massakers nicht - das zur Objektivität - aber der Zeitpunkt könnte nicht dümmer sein! Wer auch immer das zu verantworten hat - vielen Dank für die Wertschätzung unserer Arbeit und Bemühungen!!

Wie dem auch sei, wir haben uns heute Abend überlegt, wo wir die verbleibenden Tiere, die noch im Tümpel sind, aussetzen. Den bisherigen Standort können wir ja jetzt vergessen. Wir entschieden uns, die Tiere gegenüber der Mauer im Wald auszusetzen, dort wo eigentlich seit über einem Jahr unser neuer Teich stehen sollte. Nein, schluss mit Sarkasmus - weiss schon selber nicht mehr, ob ich's ernst meine oder nicht ;-). Die Aussage war jedoch korrekt - Alle Tiere, ob Molch, Kröte oder Frosch, setzen wir neu nur noch vis-à-vis der ominösen Mauer aus, 10-20 Meter hinter dem letzten Viertel des Schutzzaunes im Wald (Richtung Osten, bei der Blindenschule). Dieses Gebiet sollte eigentlich etwas sicherer sein - zu holzen gibts dort nix mehr. Ich wünsche unseren grünen / braunen und grauen Amphibien von Herzen, dass sie dieses Jahr unbeschadet und trotzdem möglichst zahlreich überleben. Selbstverständlich stehen wir weiterhin jeden Abend in den Startlöchern und hoffen, möglichst viele dieser tollen und faszinierenden Tiere zu retten.

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Sonntag und Montag, 19. und 20. März 2017

Am Sonntag liess der Wind nach, die Temperatur war euch deutlich angenehmer - mindestens für uns. Der Abend verlief ruhig, bis auf die glorreiche Minute von Jacqueline. Ein kleines Etwas auf der Strasse lies sie innehalten - und prompt lag da das kleinste je von uns gesehene Krötchen (siehe Impressionen). Ziemlich süsser kleiner Lümmel - als sie den Jüngling mit Laub zudecken wollte, war das kein Laub, sondern ein weiteres Krötchen - unglaublich. Lange überlegten wir, ob wir den kleinen Kerl zum Teich oder zurück in den Wald bringen - zum Teich schien uns unangebracht, er war zu jung für das, na ja, rege Treiben am Tümpel. Wir agierten als FSK der Amphibien. Zusammen mit 7 rückreisenden Weibchen setzten wir ihn im Wald aus - sollen die Mädels die Aufklärungsarbeit übernehmen ;-). 12 Tiere überführten wir übrigens noch zu Teich.

Heute Montag herrschen ähnliche Bedingungen wie gestern - schauen wir, was die Nacht für uns bereithält.

Sandro, Jacqueline und ich starteten - schon bald stellte sich heraus, da kommen noch einige. Das erste (und zum Glück letzte) Opfer - Verdammt - wir sind zu wenige. Der What's Up - Alarm klappte hervorragend - danke den spontan-Rettern Michelle, Tim, Anita, Elisabeth, HeidiHo und Lenny - dank ihnen überlebten weitere 28 Tiere die Strasse! In den nächsten Tagen könnte es regnen - wäre toll.  

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Samstag, 18. März 2017, 23:40 Uhr

Der erhoffte Regen fiel, bereits um 18:15 Uhr standen die ersten Helfer am Start. Auch die Signalisation leuchtete rechtzeitig - wir (sensationelle 16 freiwillige Retter) hofften auf den grossen Fröschli-Run. Die Dunkelheit setzte ein, schön, nicht aber die erwartete Massen-Amphibienwanderung. Na grossartig, danke auch ihr grünen Divas - alle wollen euch helfen - und ihr kneift erneut. Mit viel Geduld gelang es schlussendlich trotzdem, 68 Tiere sicher in die jeweiligen Zieldestinationen zu befördern. Gestern wollten wir es noch nicht wahrhaben - aber heute hat es sich leider mehrfach bestätigt - die Rückreise in den Wald hat begonnen. Die ersten 3 Weibchen haben's gesehen und wollten bereits zurück. Nach etwas über zwei Wochen verständlich - sie haben ihren Job erledigt - trotzdem stimmt es mich nachdenklich - denn mit der ersten Rückwanderung setzten in Vergangenheit auch die Zuwanderungen schlagartig aus. Und das wäre fatal - über 140 Tiere weniger Richtung Teich als 2016. Aber seien wir zuversichtlich - Morgen ist auch noch ein Tag. Und übrigens: Zu später Stunde überprüften Sandro und ich sicherheitshalber den Aegelseeweg und pflückten tatsächlich noch diverse Krötenpaare, die mitten auf der Strasse rumlungerten. Zuvor tat das auch Sylvia sehr erfolgreich ;-).

Was die nächsten Tage bringen weiss ich nicht - Prognosen zu erstellen ist müssig - heute lag ich weit daneben - sorry an dieser Stelle. Aufgeben ist jedoch keine Option - wer weiss, vielleicht Morgen...

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Freitag, 17. März 2017, 23:50 Uhr

10 Personen, ein Ziel. Wie gestern die erste amphibische Wander-Welle um 18:45 Uhr, die zweite gegen 20:00 Uhr. Danach scheinbar ruhig. Dachte ich auch. Nach dem Besuch bei Freunden, so gegen 22:40 Uhr, entdeckte ich am Aegelseeweg ein totes Tier auf der Strasse. Scheisse. Stellte das Fahrrad ab und siehe da, 4 weitere Krötenpaare irren umher. Na toll, einsammeln und bei Marianne im Teich aussetzen. Gedacht - Getan. Ab nach Hause - denkste - nochmals diverse Tiere auf der Reise - auch die deponiert (siehe Pics unter Impressionen), Somit erreichten, dank Michells Adleraugen am Abend und dem ersten Einsatz von Hanni 52 weitere Tiere ihre Zieldestination. Merci viu mau! Einzig die beiden Strassenopfer trüben den sonst erfolgreichen Abend.

Die Wolken sind angekommen - sofern der angekündigte Regen morgen wirklich fällt steht ein extrem wichtiger Einsatz bevor. Die Spannung steigt.

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Donnerstag, 16. März 2017, 22:50 Uhr

Begann eigentlich ganz harmlos - war zwar wieder warm, war aber immer noch trocken. Gemütlich stellte ich gegen 18:45 Uhr die Warnsignalisation, als auch schon das erste Krötchen-Doppelpack auf der Strasse stand - oh nein - erwischte es knapp vor dem heranbrausenden Postauto. Glück gehabt. Etwas weiter westlich schon wieder ein Todesmutiger auf der Strasse - was stimmt nicht mit euch? Erstens seid ihr zu früh, zweitens bin ich alleine - geht doch nicht. Bin nicht mehr 20ig und kann beliebig die Strasse rauf und runterrennen ;-). Zum Glück stossen Tim, Anita und Jacqueline dazu! An den unmöglichsten Stellen kriechen sie hervor - natürlich dort, wo keine Zäune stehen. Mein Hilfe-WhatUp wird erhört - Sandro, Elisabeth und Kris stossen zu uns - die Situation wird kontrollierbar. Dank der spontanen Verstärkung verlor kein einziges Tier sein Leben - Merci!

Fazit: Start um 19:00 Uhr ist zu spät - die gefährdeten Amphibien sind zu diesem Zeitpunkt bereits sehr aktiv. Am Wochenende dürfte die Situation noch kritischer werden - denn bei feuchten Bedingungen sind sie nicht nur aktiver, sondern auch viel schneller unterwegs. Stolzes Tagesergebnis: 41 Krötchen!

Das entscheidende Wochenende steht bevor, bin extrem gespannt, was uns erwartet.

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Dienstag und Mittwoch, 14. / 15. März 2017

Bericht der letzten zwei Nächte - in kurzer Version:

Am Dienstag 2 Krötenjungs (merci Jacqueline, Elisabeth und Anita) und heute 16 Jungs und 3 Mädels sicher zum Tümpel transportiert. Leider verloren Heidi und ich auch drei Tiere auf der Strasse - zum Glück stiess später noch Jacqueline zu uns - so konnten wir weitere Opfer verhindern.

Ja, beim einen Jungen schaute ich zu - ein Roller fuhr sicher 30 cm am Tier vorbei - aber das hat bereits gereicht, die Lunge des Tieres zu zerstören. Extrem, wie empfindlich diese Lebewesen auf Druckveränderung reagieren. Schade. Aber ich freue mich über die geretteten und möchte darauf hinweisen, dass nächsten Samstag Regen prognostiziert ist - ihr wisst was das heisst ;-). Wer also Zeit und Lust hat ist herzlich willkommen, uns zu helfen, so viele Tiere wie möglich zu retten.

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Sonntag und Montag, 12. / 13. März 2017

Warme Temperaturen, trockene Bedingungen - nur Tiere, die dringend zum Teich müssen, sind unterwegs. Primär Weichen voller Laich und angeheftete Männchen ;-). Also die faulen Säcke auf dem Rücken der sonst schon prall geladenen Mädels - kein Wunder sind die so langsam. Aber so sind wir Männer, die Befruchtung ist schliesslich extrem anstrengend ;-). Dank 4 Retter/-innen gestern und 7 heute erreichten 19 Kröten sicher das Zielgewässer. 12 Männchen und 7 Weibchen, alle voller Laich. Die höchste Aktivität war zwischen 18:45 und 19:45 Uhr. Das wird in den nächsten Tagen kaum anders sein. Morgen bin ich leider verhindert, wer also eine Stunde Zeit hat, ist herzlich willkommen. 
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Samstag, 11. März 2017 / 23:50 Uhr
erneut ein wunderschöner Frühlingstag. Voller Leidenschaft zogen Heidi-Ho, Jacquelie und ich bei Einbruch der Dunkelheit der Kirchlindachstrasse entlang. Warm genug war es lediglich für 4 Kröten-Jungs, die sich mässig motiviert durch den schon wieder sehr trockenen Wald schleppten. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig die Feuchtigkeit für diese Lebewesen ist. Noch vor ein paar Tagen war es deutlich kühler, aber nass - und da gaben die amphibischen Mädels und Jungs so richtig vollgas! Die Wettervorhersage für die nächsten Tage ist unsere Mission betreffend eher unvorteilhaft - keine Niederschläge in Sicht. Saublöd, unsere Retter-Motörchen auf Optimal-Betriebstemperatur und die Postautofahrer schienen sich auch langsam wieder an uns zu gewöhnen ;-). Die Nacht der Nächte wird noch kommen - müssen uns einfach noch etwas gedulden.
Ist wohl auch für die Tiere besch... - was tun die 145 Jungs, die bereits im Teich sind - mit nur 36 Mädels. Klar, Jimmys-Bar - aber nach X-Nächten an der Schilf-Bar verlieren die das Ziel vor Augen - also auch keine populationsfördernde Lösung. Hoffe die bleiben geschmeidig und voller Tatendrang. Bin gespannt wie es weitergeht.
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Freitag, 10. März 2017 / 22:10 Uhr

Gute Nachrichten am Morgen: Brigitte fand 24 Tiere in den Eimern entlang des Schutzzaunes. Ging also noch was letzte Nacht ;-). Am Abend standen 8 Retter/-innen im Einsatz - der Wind und die daraus resultierende Trockenheit forderte ihren Tribut - nur 9 Tiere entschlossen sich zur Reise Richtung Teich. Das 10. schaffte es leider nicht über die Strasse. Zum Schutz vor Räubern montierte Brigitte ein Netz über den Laich am Teich - für Enten ein Seich - ganz ohne Frage, vorbei nun sind die schlemmenden Tage. Leider mögen auch Molche den Laich der Frösche, und von denen hat es bereits einige...
Was die nächsten Tage bringen ist schwer zu sagen - Regen ist nicht in Sicht - ich rechne nicht mit dem grossen Run, die Wärme würde stimmen - schauen wir. Danke den treuen Helfer/-innen heute Abend und Brigitte für das Schutznetz!!
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Donnerstag, 9. März 2017 / 23:15 Uhr
Schon der Nachmittag, mit starkem Regen und relativ warmen 14 Grad, kündigte den ersten erfolgreichen Abend an. Zum Glück schaffte ich es, bereits um 17 Uhr in Zollikofen zu sein - wollte unsere restlichen Zäune aufstellen. Aber oh Schreck - jemand hat unser Material entwendet. Mit dem Laub verschwand auch ein Zaun mit Fixier-Elementen. Saublöde Situation, ausgerechnet heute! Zusammen mit Kris und Rene montierte ich die beiden noch im Wald stehenden Schutzzäune - zwangsläufig nur provisorisch.
Und schon ging es los!
Erste Kröten auf der Strasse - dank der Hilfe von Michelle, Jacqueline, Anita, Jenna, Brigitte, Heidi-Ho, Rene und Kris schafften wir die erste Wander-Welle ohne Verluste. 147 Tiere sicher über die Strasse und zum Teich gebracht - supertolle Sache! Die Eimer entlang des Schutzzauns im Wald bleiben heute erstmals nicht verschlossen, Brigitte wird am Freitagmorgen überprüfen, ob sich Tiere darin befinden. Bin sehr gespannt. Molche entdeckten und retteten wir heute auch bereits - hmm, haben wir mit gemischten Gefühlen am Teich ausgesetzt - die Kerlchen lieben Froschlaich - nicht nett. Schauen wir, was die nächsten Tage resp. Nächte bringen. Endlich geht es los!
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Mittwoch, 8. März 2017
Einsamer Einsatz von Kris - für seine praktische Arbeit hat er sich das Thema Amphibienwanderung ausgesucht und wird uns diese Saison intensiv begleiten und beobachten. Super Idee Kris, wir unterstützen Dich wo immer möglich. Hier sein Bericht von heute Abend:
Zuerst ein Riesenschreck im Wald, als unverhofft zwei hundegrosse Tiere davonrennen, wohl Katzen, oder Marder, oder Luchse, oder Bären ;-). Kann ich nachvollziehen, alleine kann es schon etwas unheimlich sein. Am Teich zählte er jetzt sogar 30 Frosch-Laich-Ballen - wow, die Mädels waren ja extrem fleissig - hoffe, die Jungs leisten ebenfalls ihren erforderlichen Beitrag! Wie vorhergesagt sanken mit einsetzender Nacht die Temperaturen - auch der lästige Wind liess nicht lange auf sich warten. Wieder nix - nicht mal am Tümpel war Aktivität auszumachen - knapp vier Fröschli liessen sich blicken. Warten wir also weiter, danke Kris!
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Dienstag, 7. März 2017
Ein Frosch, gerettet von Michelle - Retterin des Tages ;-). Bei 3-4 Grad ein Erfolg. Auch der starke Regen mobilisierte keine weiteren Tiere. Danke auch an die weiteren Retter/-innen - ein Versuch war es allemal wert. Ich hoffe nach wie vor auf Donnerstag.
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Montag, 6. März 2017
Zusammen mit Kris, Michelle, Anita, Jacqueline checkten wir das Zugsgebiet. Der Regen fiel in Strömen, die Temperaturen knapp an der Grenze des Zumutbaren. Am Teich sind tatsächlich 29 Frosch-Laich-Ballen auszumachen (siehe Impressionen). Drum-rum tümmelten sich 31 Frösche - die haben wir zwar nicht alle gerettet - aber sie geniessen unseren Segen - daher gehören sie auf unsere Statistik. Es geht ja schliesslich um die Population am Teich! Apropos, auf der Strasse entdeckten wir einen Laich-Ballen - ohne Tier in der Nähe, Michelle, Jacqueline und Anita kratzten, sorry, kann es nicht anders formulieren, den Laich von der Strasse und brachten ihn zum Teich. Danke, denn wer weiss, vielleicht kann auch dieser noch befruchtet werden.
Später wollte ich noch rasch den Weg entlang des Schutzzaunes im Wald freirechen.... nicht, dass wieder Tiere unter dem Laub verletzt werden - und siehe da, 3 Krötenmännchen stellen sich vor mich. Oh Mann, ohne Eimer nur mässig lustig, also Rechen liegenlassen und Jungs zum Teich bringen. Und pissen tut's, ich sag's euch, nicht schön. Das ist Hobby, das ist freiwillig und das hat gefälligst lustig zu sein... - ist es ja auch... aber wirklich nicht immer. Hier die aktuelle Tagesbilanz:
31 Frösche am Teich mit 29 Laichballen (nur teilweise mit unserem Zutun am Teich)
3 Kröten-Jungs (definitiv mit unserem Zutun am Teich)
2 Krötenjungen (am Teich mit Zutun von Jean-Pierre, der die Tiere am 5.3. spät am Abend rettete)
Hat sich also bereits mehr als gelohnt, die letzten Abende auf der Strasse zu verbringen. Ich danke euch vielmals!!! Aktueller Stand: 46 gerettete Tiere, zwei Opfer. 
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Sonntag, 5. März 2017
Kälte, Intensivregen und stürmische Winde. Michelle erwischte das einzige Tier des Abends - ein ziemlich junger und hungrig aussehender Krötenjunge. Beim Aussetzen am Teich fielen ihr diverse Frosch-Laich-Ballen auf, die am Donnerstag noch nicht dort lagen. Sehr schön! Noch vor 20 Uhr brachen wir ab.
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Samstag, 4. März 2017
Gestern Freitag prüfte Brigitte die Zugstrasse entlang der Kirchlindachstrasse. Alles ruhig. Danke Brige!
Heute Samstag entschied sich der First-Save-König spontan, einen kurzen Kontrollgang durchzuführen. Nicht umsonst, wie sich sehr rasch zeigte: 5 Krötenjungs, ein Krötenweibchen und zwei Frösche brachte Rene sicher zum Teich - die ersten Gäste von Jimmy. Restpekt, damit hätte ich heute wirklich nicht gerechnet.
Traurig ist jedoch, dass auch bereits die ersten Opfer zu beklagen sind - bei der Einfahrt EHB verloren mindestens zwei Tiere ihr Leben. Also ist klar, dass der Zaun auch dieses Jahr nicht alle Tiere zurückhält - wir müssen weiterhin die gesamte Zugstelle im Auge haben. Merci Rene für die Info und den Spontaneinsatz!!!
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Donnerstag, 2. März 2017
Endlich, das erste Tier! Grrrrr, der Super-Hoschi Rene entdeckte den ersten strammen Kröten-Jungen und brachte ihn sicher zum Teich.... Die 1st-Frog-Save-Krone geht also dieses Jahr verdient nach St. Gallen. Somit haben's wir Berner/-innen auch in dieser Disziplin geschafft, alles zu veryoungboyseln!
Trotzdem freuen wir uns natürlich über den Start der Saison 2017! Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelte es sich beim einsamen Kröten-Boy um den sagenhaften Tümpel-Bar-Keeper "Jimmy". Muss so sein, denn seine Teichbar sollte noch vor dem amphibischen Ansturm auf Vordermann gebracht werden. Nicht nur er hofft, dass dieses Jahr mehr Gäste den Teich besuchen...
Die Temperatur sank drastisch - im Anschluss blieb es Ruhig im Wald. Danke an Tim und Anita, die nach der Erfolgsmeldung von Rene ebenfalls kurzfristig auf der Matte standen.
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Mittwoch, 1. März 2017
Die Gemeinde Zollikofen hat heute den Schutzzaun im Wald aufgestellt - herzlichen Dank!
Da am Abend noch keine wanderslustigen Amphibien auszumachen waren widmeten wir uns der Elimination von lästigen Dorn-Pflanzen entlang der Strasse - Simon alias Bob der Kettensägen-Massaker-Baumeister fräste weg was nicht hingehört, Michelle, Jacqueline, Anita sorgten für die artgerechte Entsorgung im Wald.
Info an Schindler Ernst: der Kontakt mit dem Kanton bezüglich Strassen-Hygiene ist hinfällig, wir haben uns dem Problem angenommen und entsprechende Massnahmen umgesetzt ;-). Die Bedingungen sind nun ok. 
Die Bodenbeschaffenheit entlang des Schutzzaunes sind nicht immer optimal - das war uns klar - undichte Stellen habe ich so gut wie möglich abgesichert. Eigentlich wären wir nun bereit - nicht aber die Wetterbedingungen. Kalt soll es bleiben, ziemlich lange sogar... Unschön, sehr unschön.
Gemäss heutigen Langzeitprognosen ist vor dem 14. März kaum mit Fröschliwanderung zu rechnen - klar kann sich das noch ändern - ich halte euch auf jenden Fall dem Laufenden... 
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Dienstag, 28. Februar 2017
Nicht untätig vergingen die letzten Tage. Jacqueline und ich versuchten, unsere Fröschli-Retter-Wege von den sich hemmungslos verbreitenden Brombeeren zu befreien - gar nicht so einfach, das kann ich euch sagen. Diese stachligen Scheisserchen sind ziemlich zäh und hinterlassen unzählige Dornenstiche. Wie dem auch sei, trotz hoher Feuchtigkeit entdeckten Jacqueline, Michelle und ich kein einziges Tier heute Abend. Eigentlich kein allzugrosses Wunder, bei gefühlter Windstärke von 2'000 km/h und Temperatur von weit unter Null ;-).
Beides stimmt natürlich nicht, trotzdem war tote Hose. Wir warten also weiter. Soll ja wärmer werden. 

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Freitag, 24. Februar 2017
Zusammen mit Jacqueline besichtigte ich den Teich, neben Enten und vielen Fischen keine Tiere auszumachen. Wir sind also noch im Rennen. Die erwartete neue Retter-Familie ahnte wohl, dass sich der Einsatz nicht lohnt. Wind und Trockenheit verzögert die Wander- und Paarungslust. In den nächsten Tagen werden wir uns daher primär um die Anbringung der Rettungszäune und die Reinigung der Wanderwege kümmern. 
Zudem habe ich von Sara Althaus (Karch) folgende Bitte erhalten:
Liebe Betreuer der Amphibienwanderstellen,
im Rahmen des Säugetieratlas Schweiz werden Vorkommen von allen Säugetierarten der Schweiz gesucht. Höchst interessant sind dabei die Kleinsäuger wie Mäuse und Spitzmäuse, da man von ihnen viel zu wenig weiss. Falls Sie im Zug der Amphibienwanderung auf tote Kleinsäuger stossen, würde ich mich über den Erhalt diese Tiere sehr freuen.
Vorgehen:
a) In verschliessbaren Plastikbeutel legen. Blatt mit Informationen zu  Finder, Fundort und Datum dazulegen (idealerweise mit Bleistift geschrieben).
b) In Tiefkühler zwischenlagern falls nötig
c) Versand oder Übergabe  mit vorheriger Absprache  an mich (in Bern, 031 328 33 53 / 079 365 60 02) oder Naturmuseum Solothurn (032 622 70 21)
Die Tiere werden dann am Naturmuseum Solothurn auf die Art morphologisch oder, falls nötig genetisch, bestimmt und Ihnen zurückgemeldet (kann etwas dauern). 
Sie können das Tier ausserdem  auf der Webseite des Säugeratlas Schweiz eintragen: http://säugetieratlas.wildenachbarn.ch/beobachtung/eintragen/unregistriert
(Gerne können Sie übrigens alle Beobachtungen von wilden Säugetieren, die Sie in der Schweiz sehen oder Spuren finden, hier eintragen - das Projekt läuft bis 2018 – auch gefundene tote Kleinsäuger sind jederzeit willkommen)
Für Ihre Mitarbeit möchte ich mich herzlich bedanken!
Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen
Irene Weinberger
Säugetieratlas Schweiz,
Projektteil Citizen Science BE/SO
Wir beobachteten in den letzten Jahren immer wieder Mäuse - leider auch hungrige Katzen, die einen Maus-Versand mittels Plastikbeutel etwas erschweren. Trotzdem halten wir die Augen offen und erfüllen gerne den Wunsch von Irene.
Ich wünsche euch ein tolles Weekend!
Bis bald
Pädu
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Donnerstag, 23. Februar 2017
Gestern checkten Brigitte, Rene und ich das erste Mal unser Zugsgebiet. Im Teich schien es ruhig zu sein, das Schilf am Ufer ist bis auf die Grundmauern runtergeschnitten - dient dieses Jahr also nicht als schützendes Rückzugsgebiet. Entlang der Strasse war noch keine Wander-Aktivität auszumachen.
Ursprünglich wollten wir heute nochmals vorbeischauen - aber der starke Wind mobilisiert höchstens die amphibische Kite- und Windsurfer-Szene - und die kommt ohne uns klar ;-).
Nächste Woche stellt die hilfsbereite Gemeinde unseren Schutzzaun auf - vielen Dank für die rasche Reaktion an dieser Stelle! Mit dem Sturm fallen auch die Temperaturen drastisch, am Freitag setzt leichter Regen ein, da werde ich sicher rasch vorbeischauen. Ab Samstag wird es wieder richtig kalt - also zurück in Standby-Modus.
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Dienstag, 21. Februar 2017
Wir sind keine Minute zu früh aktiv! Heute Nachmittag habe ich vom KARCH (Koordinierungszentrum für den Schutz von Amphibien und Reptilien in der Schweiz) folgende Meldung erhalten:
"Liebe Zugstellen-Betreuerinnen und –Betreuer,
An mehreren Standorten in der Schweiz (Genf, Basel, Seeland,…) haben sich die ersten Grasfrösche und Erdkröten bereits auf den Weg ans Laichgewässer aufgemacht."
Ich habe uns letztes Jahr beim KARCH registriert, wir sind also eine offizielle "Zugstelle". Die Anzahl der geretteten Tiere erfasse ich nicht nur für uns, sondern übertrage sie auch in die schweizweit gepflegte Datenbank. Dies ermöglicht eine umfassende Beobachtung der Populationsentwicklung.
Brigitte, Rene und ich haben vor, morgen das erste Mal Kontrollgänge durchzuführen. Temperaturen sind vielversprechend.
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Montag, 20. Februar 2017
Ich begrüsse euch. Soeben habe ich von Marianne Schütz die Meldung erhalten, dass die ersten verliebten Frösche gesichtet wurden am privaten Teich. Oje, hoffte eigentlich, dass es noch einen Moment dauern würde, bis wir wieder auf die Piste müssen. Aber dem ist offenbar nicht so. Ich werde demzufolge die Maschine in's Laufen bringen und euch entsprechend auf dem Laufenden halten. 
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Samstag, 24. Dezember 2016
Heillig Abend, leider kein Schnee, trotzdem wird mir bewusst, dass der Frühling nicht mehr so weit weg ist wie auch schon. Ich will den Teufel, schon gar nicht zu dieser Zeit, an die Wand malen, aber bleiben die Wetterbedingungen so zahm wie bisher... oje, oje. Das merken die grünen Mädels und Jungs sicher auch... "Was soll ich mich da in einen Winterschlaf quälen, wenn draussen Bedingungen wie im Frühling herrschen". Also die berechtigte Frage: "Winter, wo bist Du?"
Wie dem auch sei, an der Front hat sich leider nicht sehr viel geändert. Die Baupläne stehen weiterhin, und auch der versprochene Teich im Wald ist weiterhin geplant - obschon er eigentlich schon existieren sollte. Staatliche Mühlen mahlen langsam. Trotzdem bleibe ich zuversichtlich! Felix Winkenbach ist am Ball... In der Zwischenzeit wünsche ich euch ein herrliches, leider nicht weisses, Weihnachtsfest und einen sensationellen Start in das neue Jahr 2017!